Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt
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Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt

Ludwigsvorstadt und Isarvorstadt sind Stadtteile Münchens. Zusammen bilden sie den Stadtbezirk 2 Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Der Stadtbezirk entstand aus der Zusammenlegung der Ludwigsvorstadt südwestlich des Stadtzentrums mit den Isarvorstädten südöstlich davon und umfasst den südlichen Teil der Altstadt wie eine Spange. Mit dem Grüngürtel entlang der Isar, dem Alten Südlichen Friedhof und der Theresienwiese umfasst der Bezirk bedeutende Freiflächen und Grünanteile im südlichen Innenstadtbereich.

Beschreibung

Die Strukturen und Funktionen des Stadtbezirkes sind von der Entwicklungsgeschichte beeinflusst und je nach Viertel sehr unterschiedlich: Das Bahnhofsviertel um den Hauptbahnhof wurde im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe der Alliierten großteils zerstört und nach dem Krieg mit Wohn- und Geschäftshäusern wieder aufgebaut. Neben vielen Groß- und Einzelhändlern sind im Umfeld des Bahnhofs zahlreiche Hotels und Gaststätten zu finden. Im so genannten Wiesnviertel mit der Theresienwiese als Oktoberfestveranstaltungsort, das in der Mitte des 19. Jahrhunderts als repräsentatives Villen- und Mietshausviertel konzipiert worden war, überwiegt heute der Büroraum. Östlich des Wiesnviertels liegt das Klinikviertel mit den Innenstadtkliniken der Universität und einer Vielzahl angegliederter Institute.

Schlachthof-, Dreimühlen- Glockenbach- und Gärtnerplatzviertel entstanden als Mietshaus- und Gewerbeviertel der gründerzeitlichen Stadterweiterung. Sie weisen auch heute noch einen sehr hohen, größtenteils gepflegten Altbaubestand auf, die beiden Letzteren gelten seit einiger Zeit als Zentren der schwulen Subkultur. Durch die Ausweitung des Citybereichs und Umnutzungen aufgegebener Industrie- und Gewerbeflächen wandelte sich die traditionelle Gewerbestruktur des Bezirks und der Dienstleistungssektor konnte sich als maßgeblicher Arbeitsplatzanbieter in diesen Vierteln etablieren. Noch immer von großer wirtschaftlicher Bedeutung für München ist der Schlachthof München mit dem Fleischgroßmarkt und den zahlreichen Groß- und Einzelhandelsbetrieben des Metzgerhandwerks und des Zulieferbereichs.

Durch Modernisierung und Sanierung älterer Wohngebäude und den einhergehenden Anstieg des Mietniveaus wie durch die Errichtung von Eigentumswohnungen auf früheren Gewerbeflächen ist die Sozialstruktur in einzelnen Bezirksteilen in Veränderung begriffen. Am deutlichsten ist dieser Prozess in den früheren Wohnquartieren der „einfachen Leute“ im Glockenbach- und Schlachthofviertel sichtbar. Andererseits deuten eine relativ hohe Zahl von Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern und der deutlich über dem Stadtdurchschnitt liegende Ausländeranteil auf soziale Problemlagen in einzelnen Teilen des Stadtbezirks hin.

Bedeutende Orte und Bauwerke

Statistik

(Stand jeweils am 31. Dezember, Einwohner mit Hauptwohnsitz)

Jahr Einw. davon Ausländer Fläche ha EW/ha Quelle mit weiteren Daten
2000 44.451 14.301 (32,2%) 438,75 101 Statistisches Taschenbuch München 2001. pdf-Download
2001 44.484 14.025 (31,5%) 438,75 101 Statistisches Taschenbuch München 2002. pdf-Download
2002 44.059 13.684 (31,1%) 438,75 100 Statistisches Taschenbuch München 2003. pdf-Download
2003 43.637 13.293 (30,5%) 438,76 99 Statistisches Taschenbuch München 2004. pdf-Download
2004 43.469 12.793 (29,4%) 438,72 99 Statistisches Taschenbuch München 2005. pdf-Download
2005 43.954 12.953 (29,5%) 439,09 100 Statistisches Taschenbuch München 2006. pdf-Download

Politik

Dem Bezirksausschuss gehören 23 Mitglieder an: SPD 7, CSU 5, GRÜNE 7, Rosa Liste München 3, FDP 1. Vorsitzender ist Alexander Miklosy (Rosa Liste), der mit den Stimmen der CSU, der FDP und der Grünen sowie seiner eigenen Liste gewählt wurde. Dass es hier zu einer Wahlkoalition von CSU und Rosa Liste gekommen ist, ist in Bayern einmalig.

Literatur

Koordinaten: 48° 7' 38" N, 11° 33' 53" O