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Saalkirche

Dieser Artikel befasst sich mit Saalkirchen als Bautyp. Für die Ingelheimer Saalkirche siehe Saalkirche (Ingelheim).

Eine Saalkirche ist ein einschiffiges Kirchengebäude, das aus einem einzigen, saalartigen Raum besteht. Zusammen mit der Hallenkirche, der Basilika und dem Zentralbau bildet es einen der vier Grundtypen des christlichen Kirchenbaus. Es gibt allerdings keine klare Abgrenzung zwischen den einzelnen Gebäudeformen, und an vielen Kirchen hat sich im Laufe ihrer Baugeschichte eine Kombination aus verschieden Typen entwickelt.

Bedingt durch die relative Größe, mit der ein einziger Raum überspannt und gedeckt werden konnte, waren den Dimensionen der historischen Saalkirchen bauliche Grenzen gesetzt. Vielerorts - wo die Einwohnerzahl es nötig machte und die wirtschaftlichen Möglichkeiten gegeben waren - wurden ehemalige mittelalterliche Saalkirchen deshalb im Laufe der Jahrhunderte erweitert und mit dem Anbau weiterer Schiffe zu Hallenkirchen oder Basiliken erweitert. Mit der Entwicklung neuer Techniken und besserer Baustoffe konnten ab der Renaissance jedoch auch größere Räume überspannt werden. Die Grundform der Saalkirche ist das Rechteck, quadratische Kirchengebäude werden zu den Zentralbauten gezählt.

Saalkirchen sind in der Regel der Länge nach ausgerichtet, d. h. dass sich Altar und Chor an einem der schmaleren Enden und meist nach Osten gerichtet - nach Jerusalem - befinden. Seltener sind so genannte querschiffige Saalkirchen, deren Altarbereich die Längsseite einnimmt.

Beispiele für Saalkirchen

Siehe auch