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Hugo Boss

Hugo Boss
Unternehmensform Aktiengesellschaft
ISIN DE0005245534
Gründung 1923
Unternehmenssitz Metzingen
Mitarbeiter 8.691 (30. Juni 2007)
Umsatz 1,632 Mrd. EUR (2007)
Branche Textilindustrie
Website www.hugoboss.com

Die Hugo Boss AG ist ein börsennotierter Bekleidungshersteller mit Sitz in Metzingen. Boss oder Hugo Boss ist gleichzeitig eine der bekanntesten deutschen Modemarken. Hugo Boss befindet sich mehrheitlich im Besitz der italienischen Valentino Fashion Group. Vorstandsvorsitzender der Hugo Boss AG war bis zum 29. Februar 2008 Bruno Sälzer, der nach insgesamt mehr als zwölf Jahren aus dem Unternehmen ausschied. Vorgänger war Werner Baldessarini, der die nach ihm benannte Exklusivmarke im September 2006 von Boss gekauft hat, um sie am nächsten Tag an den zweitgrößten europäischen Herrenmodekonzern Ahlers AG in Herford weiterzuverkaufen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1923 wurde das Unternehmen von Hugo Ferdinand Boss (1885–1948) in Metzingen gegründet.

In den 1930er Jahren bestand die Unternehmensleitung aus bekennenden Nationalsozialisten und erhielt Aufträge zur Lieferung von Uniformen an SA, SS, Wehrmacht und HJ. Das Unternehmen beschäftigte während dieser Zeit Zwangsarbeiter aus West- und Osteuropa. Im Entnazifizierungsverfahren wurde Hugo Boss als „Belasteter“ eingestuft, da Boss schon vor 1933 in die NSDAP eingetreten war und „in großem Umfang Nutznießer des Systems gewesen ist“. Die Künstlerin Tanya Ury bearbeitete diesen Teil der Geschichte unter anderem in einem Foto-Triptychon. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg begann Hugo Boss Anzüge für Herren herzustellen. Im Juni 2000 ist die Hugo Boss AG der Stiftungsinitiative der Deutschen Wirtschaft zur Entschädigung der Zwangsarbeiter beigetreten.

1985 war die Börseneinführung (zunächst nur Vorzugsaktien) von Hugo Boss. 1991 wurde die italienische Marzotto Gruppe Mehrheitsaktionär. 2005 trennte Marzotto seine Bekleidungs- und Modeaktivitäten in die Valentino Fashion Group ab, die fortan Hauptaktionär der Hugo Boss AG wurde. 2007 wurde Valentino vom Finanzinvestor Permira übernommen, der somit seitdem auch bei Hugo Boss der maßgebliche Aktionär ist.

Marken

Zur Marke Boss gehören folgende fünf Linien:

Die Marke Baldessarini wurde zum 1. September 2006 an Werner Baldessarini verkauft.

Geschäftszahlen

Im Geschäftsjahr 2007 erzielte die AG einen Umsatz von 1,632 Milliarden Euro und einen Jahresüberschuss von 154 Millionen Euro. Die Produktion der Anzüge findet unter anderem in eigenen Werken in Metzingen, in der Türkei und den USA statt. 82 Prozent des Umsatzes entfallen dabei auf die bekannte Herrenmarke Boss Black. Weitere Marken sind Boss Orange und Boss Green, die betont jugendliche Marke Hugo und die exklusive Marke Boss Selection. Weltweit betreibt Hugo Boss 210 eigene Vertriebsgeschäfte (Stand: 31. Dezember 2006). Des Weiteren werden Lizenzen für Brillengestelle, Düfte, Schmuck und Uhren vergeben. Schuhe und Lederwaren werden neuerdings selbst hergestellt.

Anteilseigner

Vorzugsaktien
stimmrechtslos
Stammaktien Anteilseigner
55 % 88 % Valentino Fashion Group
45 % 12 % Streubesitz

Stand: Oktober 2007

Die Valentino Fashion Group ist zu über 98% im Besitz des Finanzinvestors Permira.

Kultursponsor

Die Hugo Boss AG engagiert sich seit langem im Bereich Kultur. Sie finanziert seit 1996 alle zwei Jahre den vom Guggenheim Museum verliehenen Hugo Boss Prize. Darüber hinaus fördert die AG internationale zeitgenössische Ausstellungen, unter anderem eine Ausstellung von Dennis Hopper im Jahre 2001. Ebenso besteht seit längerem eine intensive Zusammenarbeit mit den Salzburger Festspielen. So wurden seit 1999 diverse Aufführungen ausgestattet.

Sportsponsor

Die Hugo Boss AG wirbt ebenfalls im Profisport um seine Marken damit aufzuladen. Sie tut dies im Motorsport (u.a. Formel-1-Team McLaren Mercedes. ), in einer Partnerschaft mit den ukrainischen Boxbrüdern Wladimir und Vitali Klitschko und als Hauptsponsor der Open-60-Yacht „HUGO BOSS“ im Segelsport. Ebenso wird im Golf (mit Bernhard Langer und Severiano Ballesteros) geworben und im Fußball diverse Mannschaften modisch ausgestattet (FC Bayern München, VfB Stuttgart, FC Chelsea, Manchester United, AC Mailand und Red Bull Salzburg).