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Gerhard I. (Holstein-Itzehoe)

Gerhard I. (* 1232; † 21. Dezember 1290) war der einzige Graf von Holstein-Itzehoe.

Er war der zweite Sohn von Adolf IV. von Schauenburg und Holstein und Hedwig von der Lippe. Als sein Vater sich 1238 in ein Kloster zurückzog, regierte er gemeinsam mit seinem älteren Bruder Johann, anfangs unter der Vormundschaft von deren Onkel Herzog Abel von Schleswig. Als Adolf IV. 1261 starb, teilten Johann und Gerhard Holstein in die Grafschaften Holstein-Kiel und Holstein-Itzehoe, wobei Gerhard den Teil mit Stormarn, Plön und Schauenburg übernahm und in Itzehoe residierte und Johann den Teil mit Kiel, Wagrien, Ostholstein. Er baute dort die Herrschaft mit Rodungsbesiedlung planvoll aus, sodass mehrere Orte entstanden. 1255 schlossen die Brüder ein Handelsabkommen mit Lübeck. Gerhard bekam Rendsburg vom Bruder Johann, welches er von Dänemark zurückgewann und trat dafür Segeberg ab. Er half den Neffen in Schleswig gegen Dänemark und sicherte so das Gebiet Eckernförde. Er siegte 1262 in der Schlacht auf der Lohheide. Als sein Bruder 1263 starb, wurde er als Vormund der Söhne von Johann Regent von Kiel und Segeberg. Er stritt viel mit den Erzbischöfen von Bremen, mit Lübeck und dem Landadel und baute die Verwaltung aus.

Als Gerhard I. starb, teilten seine Söhne Gerhard, Adolf und Heinrich 1290 die Grafschaft Holstein-Itzehoe in die drei Grafschaften Holstein-Plön, Holstein-Schauenburg und Holstein-Rendsburg auf.

Ehen und Nachkommen

Er heiratete ca. 1250 Elisabeth von Mecklenburg († ca. 1280), eine Tochter von Johann I. von Mecklenburg und hatte mit ihr folgende Kinder:

Ca. 1280 heiratete er Adelheid (* ca. 1237, † 1285), eine Tochter des Markgrafen Bonifatius II. von Montferrat (* ca. 1203; † 1253).


Personendaten
Gerhard I.
einziger Graf von Holstein-Itzehoe
1232
21. Dezember 1290