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Rheinland-Pfalz-Rundfahrt

Die Internationale Rheinland-Pfalz-Rundfahrt ist ein internationales, fünftägiges Rad-Etappenrennen durch das Bundesland Rheinland-Pfalz. Es wird vom rheinland-pfälzischen Ministerium des Inneren und für Sport durchgeführt und gilt als eines der größten Sportereignisse in Rheinland-Pfalz. Keine andere Stadt war so oft Etappenziel der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt wie Bad Marienberg (Westerwald).

Die Rundfahrt gehört zur UCI Europe Tour und ist Teil der neuen Deutschen Meisterschaft (TUI-Cup). In der Vergangenheit fand das Rennen im September während der Vuelta a España statt. Ab 2005 findet das in die Kategorie 2.1 eingestufte Rennen wegen der neueingeführten UCI ProTour bereits im Mai während des Giro d'Italia und unmittelbar vor der Katalonien-Rundfahrt statt.

In Folge der Dopingfälle im Radsport kommt das Aus für die Rheinland-Pfalz-Rundfahrt. Der rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch teilte mit, daß das Land ab 2008 keine Genehmigung für das Rennen ausstelle und keine Polizei abgestellt werde. „Das derzeitige Ausmaß der Dopingvorwürfe hat die Landesregierung dazu veranlasst, die Finanzierung der Rheinland- Pfalz-Rundfahrt für das Jahr 2008 auszusetzen. Wir sehen uns gezwungen, dieses klare Signal zu setzen“, so Bruch.

Inhaltsverzeichnis

Rheinland-Pfalz-Rundfahrt 2005

Zur 40. Rundfahrt vom 11. bis 15. Mai 2005 waren 117 Fahrer aus 19 Nationen gestartet. Start und Ziel war Koblenz. Die insgesamt 821 km waren in fünf Etappen zurückzulegen. Im Jahr 2005 stand, im Gegensatz zum Vorjahr, ein Einzelzeitfahren auf dem Programm. Es wurde während der vierten Etappe in Landau durchgeführt.

Die Tour wurde von Stefan Schumacher dominiert bis er nach der 4. Etappe positiv auf das Stimulanzmittel Cathin getestetet wurde. Letztendlich konnte er vom Vorwurf des Dopings Freigesprochen werden. Wurde aber wegen Verstoßes gegen das UCI Antidoping-Reglement Artikel 259 mit einer Zeitstrafe von einem Prozent (1:33 Minuten) bestraft. Er verlor dadurch den Gesamtsieg an Michael Rich und wurde dritter im offiziellen Klassement.

In der Gesamtsprintwertung war André Greipel vom Team Wiesenhof vorne und die Gesamtbergwertung gewann der Schweizer Roger Beuchat vom Team Barloworld.

Das einzige teilnehmende UCI ProTour-Team war Team Gerolsteiner (UCI-Code GST, Deutschland). Das andere deutsche ProTour-Team Team T-Mobile (TMO, Deutschland) war wegen seiner Teilnahme am Giro d'Italia nicht vertreten.

Weitere startende UCI Professional Continental Teams (ehemals GSII-Teams) waren AG2R Prévoyance (A2R, Frankreich), Team Barloworld - Valsir (TBL, Großbritannien), Chocolade Jacques - T Interim (JAC, Belgien), Ed' System - ZVVZ (ZVZ, Tschechien), Intel - Action (ATI, Polen), Landbouwkrediet - Colnago (LAN, Belgien), MrBookmaker.com-SportsTech (MRB, Belgien), Naturino - Sapore di Mare (NSM, Schweiz), Shimano-Memory Corp. (SHM, Niederlande) und das Team Wiesenhof (WIE, Deutschland).

Zusätzlich nahmen die UCI Continental Teams Team Akud Arnolds Sicherheit (WIN, Deutschland), Team ComNet - Senges (COM, Deutschland), Team Lamonta (TLM, Deutschland), sowie die Deutsche Nationalmannschaft U23 (Deutschland) teil.

Datum Strecke km Sprint- Berg- Etappensieger
11. Mai Koblenz – Bad Marienberg 158,1 Fabian Wegmann (GST) Roger Beuchat (TBL) Stefan Schumacher (SHM)
12. Mai TrierMainz 197,2 André Greipel (WIE) Piotr Chmielewski (ATI) Stefan Schumacher (SHM)
13. Mai Mainz – Worms 164,3 André Greipel (WIE) Kazimierz Stafiej (ATI) Stefan Schumacher (SHM)
14. Mai SpeyerLandau 85,7 Pieter Mertens (JAC) Maxime Monfort (LAN) Pieter Mertens (JAC)
14. Mai Einzelzeitfahren Landau 25,0 Einzelwertung: Stefan Schumacher, Teamwertung: GST
15. Mai Kaiserslautern – Koblenz 191,0 Jürgen Van De Walle (LAN) Roger Beuchat (TBL) Christoph von Kleinsorgen (TLM)

Rheinland-Pfalz-Rundfahrt 2006

Die 41. Rheinland-Pfalz-Rad-Rundfahrt vom 26. bis 30. April 2006 beginnt und endet in Kaiserslautern.

Datum Strecke km Sprint- Berg- Etappensieger
26. April KaiserslauternWorms 130,0 René Schild (TRS) Ruben Oarbeascoa (KAI) André Greipel (TMO)
27. April Worms – Bad Neuenahr-Ahrweiler 187,0 Gustavo César Veloso (KAI) Ruben Oarbeascoa (KAI) René Haselbacher (GST)
28. April Bad Neuenahr-Ahrweiler – Bad Marienberg 143,6 Pablo Urtasun Perez (KAI) Ruben Oarbeascoa (KAI) Heinrich Haussler (GST)
29. April BitburgKoblenz 195,4 Pablo Urtasun Perez (KAI) Ruben Oarbeascoa (KAI) André Greipel (TMO)
30. April Koblenz – Kaiserslautern 148,4 René Haselbacher (GST) Björn Glasner (TLM) Steven Caethoven (JAC)
Gesamtwertung 804,4 René Schild (TRS) Ruben Oarbeascoa (KAI) René Haselbacher (GST)

Palmarès

Jahr Gesamtsieger Bergwertung Sprintwertung
1966 Ortwin Czarnowksi
1967 Martin Gombert
1968 Ortwin Czarnowski
1969 Fedor den Hertog
1970 Karl-Heinz Muddemann
1971 Dieter Koslar
1972 Karl-Heinz Küster
1973 Peter Weibel
1974 Aard van den Hoek
1975 Thorleif Andersen
1976 Miercyslaw Nowicki
1977 Krystof Sujka
1978 Theo de Rooy
1979 Jostein Wilman
1980 Thomas Möller
1981 Ladislac Ferebaur Reimund Dietzen Eric Vanderaerden
1982 Helmut Wechselberger Andrej Federnikow Alexej Akhow
1983 Dan Radtke Jiri Skoda Olaf Ludwig
1984 Milan Jurco Jiri Skoda Andreas Kappes
1985 Olaf Ludwig Olaf Ludwig Olaf Ludwig
1986 Thomas Barth Lech Piasecki Olaf Ludwig
1987 Mario Kummer Arvid Tammesalu Olaf Ludwig
1988 Christian Henn Roman Kreuzinger Remig Stumpf
1989 Joachim Halupczok Uwe Ampler Olaf Ludwig
1990 Kai Hundertmarck Kai Hundertmarck Zbigniew Spruch
1991 Gerd Audehm Erik Zabel Frank Augustin
1992 Gerd Audehm Gerd Audehm Bert Dietz
1993 Bert Dietz Georg Totschnig Bert Dietz
1994 Cédric Vasseur Stephan Gottschling Robbie McEwen
1995 Jörn Reuß Roland Schätti Saulius Ruskys
1996 Olaf Ludwig Kai Hundertmarck Andris Nauduzs
1997 Dainis Ozols Juris Silows Koos Moerenhout
1998 Lance Armstrong Luc Leblanc Mariano Piccoli
1999 Marc Wauters Nicki Sörensen Stefan Steinweg
2000 Marc Wauters Bert Dietz Stefan Steinweg
2001 Erik Dekker Roger Beuchat Olaf Pollack
2002 Ronny Scholz Marcelino Garcia Klaus Mutschler
2003 Daniele Nardello Björn Schröder David Kopp
2004 Björn Glasner Stefan Schumacher Danilo Hondo
2005 Michael Rich Roger Beuchat André Greipel
2006 René Haselbacher Ruben Oarbeascoa René Schild
2007 ² Gerald Ciolek Lars Wackernagel Gerald Ciolek

² Im Jahr 2007 wurde das erste mal eine Wertung für den besten Jungprofi eingeführt (blaues Trikot), Sieger Gerald Ciolek.

Quelle