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Otto Blau (Orientalist)

Ernst Otto Friedrich August Blau (* 21. April 1828 in Nordhausen; † 26. Februar 1879 in Odessa, Russland) war ein deutscher Orientalist.

Blau studierte in Leipzig und Halle Theologie und Philosophie und widmete sich insbesondere den orientalischen Sprachen. 1852 kam er als Attaché zur preußischen Gesandtschaft nach Konstantinopel. In den folgenden Jahren bereiste er einen Teil von Kleinasien und die griechische Inselwelt.

1855 wurde Blau zum Vizekanzler der Gesandtschaft. 1857 unternahm er eine Expedition nach Persien, um die Interessen des Zollvereins zu vertreten und Handelsmöglichkeiten zu erkunden. 1858 wurde er preußischer Konsul in Trapezunt (Trabzon). 1864 kam er in der gleichen Eigenschaft nach Sarajewo. 1870 erhielt er den Posten eines Generalkonsuls für Bosnien und Herzegowina.

Nach dem Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges 1870 wurde er ins Auswärtige Amt berufen und leitete das Generalnachweisbüro für die im Feld verwundeten oder erkrankten Kriegsteilnehmer. Nach Ende des Krieges kehrte er nach Sarajewo zurück, wurde aber 1872 bereits wieder nach Odessa berufen.

Die Regionen in denen er als Diplomat tätig war, versuchte er ethnografisch, botanisch, epigrafisch und numismatisch zu erfassen, davon legen seine zahlreichen Schriften Zeugnis ab. Seine umfangreiche Sammlung orientalischer Münzen ist heute in der Münzsammlung der Universität Leipzig

Otto Blau nahm sich im Jahr 1879 in Odessa das Leben.

Werke

Bibliographie

 Wikisource: Otto Blau – Quellentexte
Personendaten
Blau, Otto
deutscher Orientalist
21. April 1828
Nordhausen, Deutschland
26. Februar 1879
Odessa, Russland