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Antakya

Antakya

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Antakya
Basisdaten
Staat: Türkei
Provinz (il): Hatay
Koordinaten: 36° 12′ N, 36° 9′ OKoordinaten: 36° 12′ 0″ N, 36° 9′ 0″ O
Höhe: 67 m über dem Meer
Einwohner: 144.910 (2000)
Telefonvorwahl: (+90) 326
Postleitzahl: 31 xxx
Kfz-Kennzeichen: 31
Struktur und Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Mehmet Yeloğlu (AKP)
Webpräsenz (Stadtverwaltung):
www.antakya.bel.tr

Antakya (arabisch أنطاكية‎, historisch Antiochia am Orontes) ist eine Großstadt in der Südtürkei und Hauptstadt der Provinz Hatay.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Antakya liegt an der Stelle des antiken Antiochia am Orontes (antike/mittelalterliche Geschichte siehe dort), das im Mittelalter nach arabischer Eroberung zu einer unbedeutenden Kleinstadt wurde. 1517 wurde sie Teil des osmanischen Reiches. Nach dessen Teilung in Folge des Ersten Weltkrieges wurden Antiochia und İskenderun französisch besetzt. 1923 wurde Frankreich das offizielle Mandat des Völkerbundes über beiden Städte und Syrien übertragen. Verwaltet von Damaskus, behielt Antiochia einen Status als autonomes Gebiet. Dennoch konnte nicht vermieden werden, dass auch hier die Anhänger Atatürks mit offenen Armen empfangen wurden. Er soll es auch gewesen sein, der der Gegend den Namen Hatay gab, in Anlehnung an ein ehemaliges hethitisches Fürstentum.

1938 wurde im Sandschak Alexandrette der Staat Hatay mit Antiochia als Hauptstadt ausgerufen. Dieser wiederum schloss sich nach einem umstrittenen Volksentscheid 1939 der Türkei an. Frankreich hielt sich zurück, da es darauf hoffte, die Türkei so davon abzubringen, sich Deutschland anzunähern oder gar wieder ein Bündnis einzugehen. Zwar ist Antakya heute die Hauptstadt der Provinz Hatay. Den Status als (wirtschaftlich gesehen) wichtigste Stadt aber musste es an İskenderun abtreten.

Bevölkerung und Religion

Heute leben etwa 155.000 Einwohner in Antakya. Der Orontes teilt die Stadt in den alten und neuen Bereich, wobei die Altstadt bergaufwärts liegt. Die Bevölkerung Antakyas ist multikulturell geblieben, wie seit alten Zeiten. Hier leben neben Türken auch Minderheiten (Araber). Neben Türkisch hört man daher auch häufig die arabische Sprache. Die Bevölkerung besteht überwiegend aus Muslimen, daneben gibt es auch einige Christen und Juden.

Antakya ist seit 1995 Partnerstadt von Aalen und Sitz der Mustafa-Kemal-Universität.

Sehenswürdigkeiten und Umgebung

In Antakya befindet sich ein archäologisches Museum mit einer der bedeutendsten Sammlungen römischer Mosaike. Neben den Moscheen gibt es mehrere christliche Kirchen. Die bekannteste dürfte die St.-Petrus-Grotte sein, die etwas außerhalb an einem Berghang zu finden ist. Sie wurde vom Vatikan offiziell zur ältesten Kirche der Christenheit erklärt und soll der Legende nach vom Apostel Petrus eingeweiht worden sein.

Inmitten von zahlreichen Wasserquellen, welche das Trinkwasser für die Stadt liefern, und riesigen Lorbeerbäumen liegt Harbiye, das Erholungsgebiet für viele Antakyer, etwa fünf Kilometer entfernt. Der Ort war während der Römerzeit ein Villenort und wurde nach der Nymphe Daphne benannt, welche sich, einer Sage nach, hier vor Apollon verstecken wollte und deshalb in einen Lorbeerbaum verwandelt wurde. Auch soll einst Kleopatra an diesem Ort geheiratet haben.

Etwa 30 km westlich liegt das Mittelmeer mit zahlreichen Buchten und Stränden.

Bilder

Söhne und Töchter der Stadt

 Commons: Antakya – Bilder, Videos und Audiodateien