Heim

Einbeck

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 51° 49′ N, 9° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Northeim
Höhe: 112 m ü. NN
Fläche: 165,94 km²
Einwohner: 27.576 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 166 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37574
Vorwahl: 05561
Kfz-Kennzeichen: NOM (früher EIN)
Gemeindeschlüssel: 03 1 55 004
Adresse der Stadtverwaltung: Teichenweg 1
37574 Einbeck
Webpräsenz:
www.einbeck-online.de
Bürgermeister: Ulrich Minkner (SPD)

Einbeck ist eine Mittelstadt und zugleich Fachwerkstadt des Spätmittelalters im Landkreis Northeim in Südniedersachsen (Deutschland) und war Mitglied der Hanse.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Einbeck liegt am nordwestlichen Ende des Leinegrabens unmittelbar südlich des Höhenzugs Hube (Fuchshöhlenberg 346,2 m ü. NN) zwischen den Großstädten Göttingen im Süden (etwa 30 km) und Hildesheim im Norden (etwa 35 km). Der Harz beginnt etwa 20 Kilometer weiter östlich und der Solling mit seinem nordöstlichen Ausläufer Ahlsburg rund 5 km südwestlich.

Durch Einbeck fließt das Krumme Wasser, das einen nördlichen Zufluss der Ilme darstellt, die wiederum durch die südlichen Bereiche der Kernstadt verläuft und wenige Kilometer weiter östlich in die von Süden kommende Leine mündet.

Ortsteile

Die Ortsteile sind Andershausen, Avendshausen, Bartshausen, Brunsen, Buensen, Dassensen, Dörrigsen, Drüber, Edemissen, Hallensen, Holtensen, Holtershausen, Hullersen, Iber, Immensen, Kohnsen, Kuventhal, Naensen, Negenborn, Odagsen, Rengershausen, Rotenkirchen, Salzderhelden, Strodthagen, Stroit, Sülbeck, Vardeilsen, Vogelbeck, Voldagsen, Volksen und Wenzen.

Politik

Stadtrat

Im Einbecker Rathaus sitzen folgende Parteien (ohne den Sitz des Bürgermeisters):

Partei Sitze
SPD 16
CDU 14
FDP 4
GRÜNE 1
Die Linke 1

Die aktuelle Wahlperiode läuft vom 1. November 2006 bis 31. Oktober 2011.

Als Mehrheitsgruppe haben sich die Fraktionen der CDU, FDP und Grünen zur so genannten „Jamaika-Koalition“ zusammengeschlossen.

Stadtdirektoren

Bürgermeister (hauptamtliche)

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der historische Stadtkern von Einbeck bietet ein nahezu vollständig erhaltenes Bild einer spätmittelalterlichen Fachwerkstadt, darum führt die 1990 ins Leben gerufene Deutsche Fachwerkstraße auch über Einbeck.

Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1540 wurde die Stadt in den Folgejahren in einem einheitlichen Baustil neu aufgebaut, wobei die Lage der Gebäude über den einige hundert Jahre älteren Gewölbekellern erhalten blieb. Als schönstes Ensemble gilt die Nordseite der Tiedexer Straße. Hier sind insbesondere auch die hohen Toreinfahrten erhalten, durch die Brauereiwagen passieren konnten. Mehr als die Hälfte aller Gebäude hatten das Braurecht.

Kirchen

Theater

Museen

Parks

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Bus und Bahn

Etwa fünf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, im Flecken Salzderhelden, liegt an der Hauptstrecke Hannover – Göttingen der Bahnhof Einbeck-Salzderhelden. Der innenstadtnah gelegene Bahnhof Einbeck Mitte der Ilmebahn wird seit 1984 nicht mehr regulär mit Reisezügen bedient, sondern nur noch gelegentlich mit Sonderzügen und dient jetzt dem Güterverkehr. Bis 2002 bestand die Trasse noch bis nach Dassel und wurde danach sukzessive bis Juliusmühle zurück gebaut. Noch im gleichen Jahr ging diese Trasse von der DB in den Besitz der Ilmebahn über und kann so nicht mehr willkürlich stillgelegt werden.

Die Anbindung Einbecks an den Bahnhof Einbeck-Salzderhelden erfolgt heute mit Bussen. Auch die Anbindung der umliegenden Orte an die Stadt sowie der innerstädtische Verkehr in Einbeck werden mit Bussen durchgeführt. Die wichtigsten Betreiber sind die Ilmebahn GmbH und die rbb (Regionalbus Braunschweig GmbH). Sämtliche Buslinien im Raum Einbeck gehören zum Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN).

Straße

Einbeck liegt an der 812 km langen B 3 (von Buxtehude bis zur schweizer Grenze bei Weil am Rhein), die die Stadt mit der Landeshauptstadt Hannover und der A 7 verbindet. Die nächste Auffahrt zur A 7 ist 13 km entfernt.

Ansässige Unternehmen

Fachwerkhaus in Einbeck

Bekannt ist Einbeck auch für das gleichnamige Bier. Einbecker Bier ist der Ursprung aller Bockbiere. Wegen des hohen Alkoholgehalts des Bockbiers war es innerhalb der Hanse begehrt und wurde verschifft bzw. exportiert. Der Bierexport war derartig bedeutend, dass beispielsweise in Hamburg eine eigene Umschlagsmöglichkeit geschaffen wurde: das Eimbeck'sche Haus.

Ein Einbecker Braumeister wurde nach München abgeworben, um dort das „Einpökisch Bier“ zu brauen. In der Folgezeit entwickelte sich im bayerischen Dialekt daraus das „Oanpock“ und schließlich dann das „Bockbier“.

Neben zahlreichen anderen Handwerksbetrieben darf eine hier beheimatete und historisch bedeutende Handwerkskunst nicht vergessen werden: der Einbecker Blaudruck, eine Erfindung des frühen 18. Jahrhunderts, hervorgegangen aus dem traditionellen Färberhandwerk, dabei blickt ein ortsansässiger Familienbetrieb auf eine über 360-jährige Tradition zurück.

Die KWS SAAT AG (vormals: Kleinwanzlebener Saatzucht) züchtet seit 150 Jahren Saatgut für landwirtschaftliche Nutzpflanzen und gehört heute mit über 40 Tochtergesellschaften weltweit zu den führenden Unternehmen in der Pflanzenzüchtung.

Das international tätige Unternehmen Kurt König ist seit 75 Jahren als Komplettanbieter für Baugeräte und Baumaschinen mit dem Hauptsitz in Einbeck vertreten.

In Einbeck ansässig sind weiterhin zwei Unternehmen der Automobilzulieferindustrie: Kayser Automotive Systems und DURA Automotive Systems sowie der Kettenhersteller Arnold und Stolzenberg (Teil der Renold-Gruppe).

Bildungseinrichtungen

Grundschulen

Weiterführende Schulen

Berufsschule

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Sonstiges

Anlässlich einer Aktion haben Einbecker Bürger gegen die hohe Arbeitslosenzahl im September 1998 in der Altstadt neben der Marktkirche den Stein des Anstoßes errichten lassen. Eine Informationstafel vor dem Stein in den Boden eingelassen, berichtet, dass er bis zur Halbierung der Arbeitslosigkeit an dieser Stelle verbleiben soll. Die Zahl der Menschen ohne Arbeit betrug zur Zeit der Aufstellung in der Stadt Einbeck 2341 Personen. Der Stein wurde im Oktober 2007 wieder entfernt.

Einbeck im Film

Im Jahr 1958 wurde in Einbeck der Schwarz-Weiß-Spielfilm „Vater, Mutter und neun Kinder“ mit Heinz Erhardt gedreht, bei dem unter anderem der Marktplatz und die Tiedexer Straße sowie Autos dem mit Kfz-Kennzeichen des damaligen Landkreises Einbeck (EIN) zu sehen sind. Erhardt spielt in dem Film den fiktiven Einbecker Bäckermeister Friedrich Schiller, der sein Geschäft für die Dreharbeiten im Haus der Rats-Apotheke bezog. In weiteren Hauptrollen: Camilla Spira, Monika Ahrens, Erik Schumann und Willy Millowitsch.

Regelmäßige Veranstaltungen

Literatur

Plümer, Erich: Einbeck, in: Die Hanse. Lebenswirklichkeit und Mythos, hrsg. v. Jörgen Bracker, Bd. 1, Hamburg 1989, S. 232–234

 Commons: Einbeck – Bilder, Videos und Audiodateien