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Dschinghis Khan

Dieser Artikel behandelt die Musikgruppe Dschinghis Khan. Für den gleichnamigen mongolischen Führer siehe Dschingis Khan

Dschinghis Khan war eine von Ralph Siegel produzierte deutsche Musikgruppe. Ihre größten Hits waren Dschinghis Khan und Moskau (1979).

Inhaltsverzeichnis

Mitglieder

Zu Dschinghis Khan gehörten:

Geschichte

Bekannt wurde die Gruppe vor allen Dingen mit dem Titel Dschinghis Khan, mit dem sie den 4. Platz beim Eurovision Song Contest (1979) belegten. Für diese Veranstaltung wurde die Gruppe von dem deutschen Musikproduzenten Ralph Siegel zusammengestellt. Nach dem riesigen Erfolg (der Titel Dschinghis Khan war vier Wochen auf Platz 1 der Deutschen Media Control Charts) folgten weitere Hits (Moskau, Rocking Son of Dschinghis Khan, Der Verräter), von den meisten wurden auch englische Versionen produziert. Für ihre außergewöhnliche Choreographie und Bühnenpräsenz erhielt die Band im Jahr 1980 zudem den Fernsehpreis Bambi. Außer in Deutschland waren Dschinghis Khan auch besonders erfolgreich in der Sowjetunion, Japan, Australien und Israel, wo sie als einzige deutsche Künstler bislang den ersten Platz der Hitparade belegen konnten.

Nachdem sich die ersten Singles wie Hadschi Halef Omar, Rom oder Pistolero noch erfolgreich in den Charts platzieren konnten, vollzog die Gruppe einen Imagewechsel, und Siegel produzierte seichte (Loreley), z. T. sogar volkstümliche Musik (Der Dudelmoser). Die Erfolge blieben aus. Erst 1984 kam es kurzzeitig noch einmal zu einem künstlerischen Höhepunkt mit dem Musical Corrida und der gleichnamigen LP. Zwei Titel aus dem Musical wurden bei Wetten, dass..? mit Frank Elstner uraufgeführt. 1985 trennte sich die Gruppe dann nach der letzten Single Mexico.

1986 kam es kurzzeitig zu einer Wiedervereinigung als „Dschinghis Khan Family“. Von der Ursprungsformation waren nur noch Henriette Heichel (Gesang), Leslie Mandoki (Schlagzeug) und Louis Potgieter (Keyboards) übrig geblieben. Mit dem Titel Wir gehör'n zusammen traten sie erneut zu einem nationalen Vorentscheid des Eurovision Song Contest an. Ein respektabler 2. Platz war der einzige Höhepunkt in der kurzen Bandhistorie. Nach einer weiteren Single war auch für die Dschinghis Khan Family Schluss.

In der Folge entstanden viele Remixe und Medleys der bekannten Dschinghis-Khan-Hits, so z. B. der Titel und das Album Huh Hah Dschinghis Khan (1993) oder die History of Dschinghis Khan aus dem Jahr 1999.

Frontmann und Tänzer Louis Hendrik Potgieter verstarb 1996 an den Folgen von AIDS in Kapstadt.

Heute ist Leslie Mandoki als Produzent und Musiker tätig. Edina Pop hat heute noch Auftritte und ist mit ihren CDs in den Rundfunk-Hitparaden vertreten. Auch Steve Bender arbeitete zuletzt noch als Musik-Produzent in München. Am 7. Mai 2006 verstarb er nach einer langen, schweren Krebserkrankung.

Neuer Anfang im Osten

Ende der 90er Jahre gab es das erste Mal eine Art Reunion. Steve Bender, Edina Pop und Leslie Mandoki hatten einen gemeinsamen Auftritt im japanischen Fernsehen. Dort wurden die Titel Moskau und Dschinghis Khan vorgetragen. Steve Bender war die treibende Kraft des sehr erfolgreichen „Reunion“-Konzerts von Dschinghis Khan am 17. Dezember 2005 in Moskau. Die Gründungsmitglieder Steve Bender, Edina Pop, Henriette Strobel (ehem. Heichel) sowie Wolfgang Heichel präsentierten, einen Großteil der ersten LP unter großen Beifallsstürmen vor ca. 30 000 Zuschauern.

Am 15. Juli 2006 fand ein erneuter Auftritt der drei übrig gebliebenen Dschinghis Khan-Mitglieder Henriette Strobel, Wolfgang Heichel und Edina Pop, zusammen mit „The Legacy of Genghis Khan“ in Ulan Bator (Mongolei) statt.

Im Januar 2007 folgte ein Auftritt in Almaty (Kasachstan). Weitere Konzerte in Russland folgten. Am 2. März 2007 fand ein Konzert in St. Petersburg (Russland) statt.

Die Mitglieder der neuen Truppe „Legacy“, die die Original-Mitglieder Wolfgang Heichel, Henriette Strobel und Edina Pop auf der Bühne sängerisch und tänzerisch unterstützen, entstammen zum großen Teil einer der renommiertesten Ausbildungsstätte für Musical-Talente, der Münchner Abraxas Musical Akademie. Zur Besetzung gehören u. a. Claus Kupreit, Katja Vogel, Benjamin Schobel, Tanja Müller, Thomas Gräber, Angelika Nimbach. Die Besetzung ist aber Wechseln unterworfen.

Comeback in Deutschland

Mit der Veröffentlichung der CD 7 Leben mit neuen, eher volkstümlich gehaltenen Titeln und überarbeiteten „Klassikern“ sowie dem Auftritt in der großen ZDF-Show „Willkommen bei Carmen Nebel“ im Mai 2007 meldeten sich Dschinghis Khan und „Legacy Of Genghis Khan“ auch beim deutschen Publikum zurück. Die neuen Titel wurden zwar nicht von Ralph Siegel komponiert und produziert, jedoch wurde der Texter der alten Hits (Bernd Meinunger) für das Projekt gewonnen.

Diskografie

Alben

Langspielplatten:

CD-Veröffentlichungen:

Singles

Maxi-Singles

Veröffentlichungen in anderen Ländern:

Remixe nach der Trennung:

Siehe auch