Heim

Schäferkarren

Der Schäferkarren ist der Wohn- und Schlafplatz eines Wanderschäfers. Meist ein 2-rädriger (Holzspeichenräder), rund herum geschlossener Karren, der von einer Kuh oder einem Pferd gezogen wurde. Die frühen Schäferkarren (Schlupfkarren) des 17. Jh. waren so niedrig, dass sie nur auf Knien begangen werden konnten. Sie dienten ausschließlich zur Nachtruhe des Schäfers neben seiner Schafherde auf dem freien Feld. Ende des 19. Jh. wurden Schäferkarren gebaut, in denen man stehen konnte. Sie enthielten in der Regel eine Liegestatt, eine kleine Tischplatte und eine Bank und wurden vom Schäfer als Wetterschutz, Pferchbüro und Schlafplatz genutzt.

Heute trifft man einen Schäferkarren in der Regel nur noch im Museum an, da die meisten der holzgebauten Gefährte verrottet sind. In Süddeutschland lebt seit 1974 der Einsiedler und Künstler Hans Anthon Wagner noch in einem 1864 gebauten Schäferkarren, den er selbst originalgetreu renoviert hat.

Literatur