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Vollprogramm

Situation in Deutschland

Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Ländern zu schildern.

Ein Vollprogramm ist in Deutschland laut 2. Rundfunkstaatsvertrag „ein Rundfunkprogramm mit vielfältigen Inhalten, in welchem Informationen, Bildung, Beratung und Unterhaltung einen wesentlichen Teil des Gesamtprogramms bilden“ und grenzt sich durch diese Definition vom Spartenprogramm ab. In manchen Landesrundfunkgesetzen ist darüber hinaus eine Mindestsendezeit vorgeschrieben, die je nach Bundesland unterschiedlich ausfällt.

Derzeit gibt es in Deutschland unter anderem folgende TV-Vollprogramme:

Die Vollprogramm-Lizenzen sind für einige private Kanäle nicht unumstritten, da sie Nachrichten senden müssen, um ihre Sendereichweite beizubehalten und etwa die kurzen Nachrichten-Blöcke bei RTL 2 als „Alibi-Sendungen“ gesehen werden können. Zudem hat Sat.1 seine Nachrichtensendung "Die Nacht" inzwischen abgeschafft und sendet nur noch frühabendlich eine 15-minütige Nachrichtensendung.

Private Vollprogramme müssen Programmschienen für unabhängige Dritte freihalten und diese von Produzenten wie DCTP ankaufen (ein so genanntes Fensterprogramm). Regionale Fenster in den Programmen können auf die Dauer dieser Programmschienen angerechnet werden (bspw. bei RTL).

Situation in Österreich

In Österreich wird im Privatfernsehgesetz der Begriff Vollprogramm als ein "Programm mit vielfältigen Inhalten, in welchem insbesondere Information, Bildung und Unterhaltung einen wesentlichen Teil des Gesamtprogramms bilden" definiert; ein Spartenprogramm dagegen ist "ein Programm mit im Wesentlichen gleichartigen Inhalten", wie es z.B. bei gotv, ORF Sport Plus oder TW1 der Fall wäre.

Derzeit gibt es in Österreich unter anderem folgende landesweite TV-Vollprogramme:

Radio

Der Begriff Vollprogramm wird umgangssprachlich auch im Hörfunk verwendet. Dort grenzt sich ein Vollprogramm von anderen Sendern ab, die sich gemeinsam eine Frequenz teilen oder als Fensterprogramme auf der Frequenz eines Hauptsenders arbeiten (z.B. Uniradio, Bürgerfunk, religiöse Programme oder auch Lokalfernsehen auf der Frequenz eines überregionalen Vollprogramms).