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Fehlanpassung

Fehlanpassung bezeichnet in der Hochfrequenztechnik den Fall, dass der Innenwiderstand einer Signalquelle, der Leitungswellenwiderstand des Kabels und der Abschlusswiderstand der Leitung (z. B. Empfängereingang, Antenne, Ersatzlast) nicht übereinstimmen.

Wenn der Leitungswellenwiderstand nicht mit dem Abschlusswiderstand übereinstimmt, treten unerwünschte Impulsreflexionen auf. Der korrekte Wert des Abschlusswiderstandes wird durch Zeitbereichsreflektometrie ermittelt und kann durch einen Resonanztransformator korrigiert werden. Auch Steckverbinder müssen bei hohen Frequenzen (Hochfrequenz) zur Vermeidung von Fehlanpassung und Stoßstellen einen mit dem Kabel übereinstimmenden Wellenwiderstand (Wellenimpedanz) haben. Im Fall einer Fehlanpassung kommt es hier zu störenden Reflexionen.

Bei jeder Schnittstelle, egal ob digital oder analog, bildet der Ausgangswiderstand der Quelle mit dem Eingangswiderstand der Last eine Anpassungsdämpfung. Besonders ist hier der Dämpfungsfaktor für die Spannungsanpassung bei der Schnittstelle vom Endverstärker zum Lautsprecher zu beachten.

Folgen einer Fehlanpassung können sein:


Bei Solarzellen und Windkraftanlagen erfolgt oft eine Leistungsanpassung an den Verbraucher, denn bei Fehlanpassung kann weniger Leistung entnommen werden. In diesem Fall handelt es sich jedoch um Leistungsanpassung (Maximum Power Point), also ein Gleichspannungsproblem.

NF-Leistungsverstärker für Lautsprecher arbeiten jedoch nicht mit Leistungsanpassung sondern mit Spannungsanpassung. Sie müssen möglichst geringe Quellimpedanzen von Ri = 0,1 Ohm und weniger haben, um die Eigenschwingungen der 4- bis 8-Ohm-Lautsprecher zu bedämpfen, besonders bei tiefen Frequenzen.

Siehe auch

Abschlusswiderstand | Impedanz | Impedanzanpassung | Wellenwiderstand | Leistungsanpassung | Spannungsanpassung | Rauschanpassung | Lautsprecher | Reflexion (Physik)