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Flugzeugabsturz

Als Flugzeugabsturz oder allgemein als „Absturz“ bezeichnet man einen Flugunfall, bei dem die Maschine ihre Flugfähigkeit verliert und nicht mehr kontrolliert gelandet werden kann. Der Flugzeugabsturz unterscheidet sich damit von der Bruchlandung, bei der es bei einer kontrollierten Notlandung zu Beschädigungen gekommen ist.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen

Nur in den seltensten Fällen ist ein singuläres Ereignis für den Absturz einer Maschine verantwortlich, in fast allen Fällen ist es eine Kombination aus mehreren Ursachen, die sich in Gruppen unterteilen lassen:

Nach einem Flugunfall werden die Ursachen von den zuständigen Behörden untersucht. Zuständig sind die Behörden des Landes, in dessen Hoheitsgebiet sich der Absturz ereignete. In der Regel werden jedoch weitere Kreise in die Ermittlungen miteinbezogen oder haben Einsicht. Hierzu gehören:

In Deutschland ist die „Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung“ (BFU) in Braunschweig die zuständige Behörde. In der Schweiz ist das „Büro für Flugunfalluntersuchungen“ und in Österreich die „Unfalluntersuchungsstelle des Bundes“ für die Flugunfalluntersuchung zuständig.

Häufigkeit

Bedingt durch die Berichterstattung der Medien und die dadurch geprägten Begriffe wie etwa „Billigflieger“ nach dem Unglück einer Maschine der Birgenair entsteht sehr leicht ein Zerrbild über die Risiken, durch einen Flugunfall zu Schaden zu kommen. Die Argumentation in Diskussionen über die Sicherheit des Fliegens werden nicht selten aufgrund unterschiedlicher Interpretation von Statistiken und mit daraus abgeleiteten Wahrscheinlichkeiten geführt und die Unfälle im wesentlichen anhand der Anzahl der Opfer verglichen. Gemessen am weltweit sehr hohen, kontinuierlich zunehmenden Flugaufkommen und einer Transportleistung allein im Passagierbereich von mehr als zwei Milliarden Menschen pro Jahr sind Flugzeugabstürze im Bereich der zivilen Luftfahrt äußerst seltene Ereignisse. Dies wird objektiv durch den JACDEC-Index gemessen. Pro Jahr sterben ca. 500 Menschen bei schweren Flugzeugunglücken weltweit (ca. 500 in 2003, 466 in 2004, 1059 in 2005, 888 in 2006) Welt Online. In Deutschland ereignet sich etwa alle 588.000 Flugstunden ein Flugunfall mit Todesfolge.

Folgende Airlines (in Klammern Jahr der Gründung, Bemerkungen) hatten seit ihrer Gründung keinen Absturz (Liste unvollständig, Stand August 2005). Hierbei gilt jedoch zu beachten, dass ein Großteil der aufgeführten Airlines im Vergleich noch nicht so lange auf dem Markt sind und in der Regel über eine zum Teil erheblich kleinere Flotte verfügen als große Airlines mit einer langen Geschichte. So hat etwa die deutsche Lufthansa seit ihrem letzten schweren Unfall mit Todesfolge (September 1993 in Warschau) mehr Flüge absolviert als viele der unten genannten in der Summe.

Folgende internationale Airlines verzeichnen seit 1967 keinen Absturz sowie keine Todesopfer in teilweise vorgekommenen Bruch- oder Notlandungen oder sonstigen Start- und Landebahnunfällen (Quelle: www.flugzeug-absturz.de):

Folgende internationale Airlines verzeichnen seit 1978 keinen Absturz sowie keine Todesopfer in teilweise vorgekommenen Bruch- oder Notlandungen oder sonstigen Start- und Landebahnunfällen (Quelle: www.flugzeug-absturz.de):

Flugzeugabstürze mit den meisten Opfern

Die meisten Opfer einer Flugzeugkatastrophe wurden nicht bei einem Absturz getötet, sondern bei der Kollision einer startenden Boeing 747 mit einer rollenden Boeing 747. Am 27. März 1977 starben dabei auf Teneriffa 583 Menschen, 61 überlebten. Es hatte Verständigungsprobleme mit dem Tower gegeben. (siehe Flugzeugkatastrophe von Teneriffa)

Siehe auch

 Wikinews: Flugzeugabsturz – Nachrichten