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Hessisches Hinterland

Das Gebiet des Hessischen Hinterlandes liegt in der Region Mittelhessen und konzentriert sich um den Altkreis Biedenkopf, also den westlichen Teil des heutigen Landkreises Marburg-Biedenkopf, wozu auch Gebiete des heutigen Lahn-Dill-Kreises und des Kreises Waldeck-Frankenberg gehörten. Ehemals reichte es schlauchartig von Bromskirchen im Norden bis nach Rodheim (bei Gießen) Gemeinde Biebertal.

Das Hinterland war ursprünglich jener zu Hessen-Darmstadt gehörige und von diesem nahezu vollständig isolierte Bereich der Ämter Blankenstein (Gladenbach) mit dem Breidenbacher Grund, Biedenkopf und Battenberg (Eder). Später blieb die Bezeichnung an dem ehemaligen Kreis Biedenkopf hängen.

Heute wird der Begriff volkstümlich für die Teile des ehemaligen Kreises Biedenkopf verwendet, die im Landkreis Marburg-Biedenkopf aufgegangen sind. Der 2006 gegründete Zweckverband Interkommunale Zusammenarbeit Hinterland hat die Bezeichnung für dieses engere Gebiet wieder zu einer öffentlich-institutionellen Bedeutung erhoben.

Im Hinterland wird Hinterländer Platt gesprochen – jedoch mit abnehmender Tendenz, meist nur noch von älteren Menschen.

Inhaltsverzeichnis

Geografische Einordnung

Folgende Städte und Gemeinden (von Nord nach Süd geordnet) zählt man zum Hinterland:

Entstehung – Geschichte

Das „Hinterland“ entstand durch den Erbfolgestreit nach dem Tod Philipps I. des Großmütigen, als 1567 Hessen in vier Landgrafschaften aufgeteilt wurde. Das Gebiet um Battenberg, Biedenkopf und Gladenbach (genauer gesagt die Ämter Königsberg, Blankenstein, Biedenkopf, Battenberg und Hatzfeld sowie die Enklave Vöhl) kamen zunächst an Hessen-Marburg. Das ehemals Pfalzgräfliche Gebiet, das Amt Rodheim (Bieber), gelangte über die Herren von Merenberg im Erbgang an die Grafen von Nassau und wurde 1585 von Hessen gekauft. Nachdem die Marburger Landgrafenlinie 1604 ausgestorben war, kam das Gebiet des Hinterlandes (später Kreis Biedenkopf) 1627 an Hessen-Darmstadt. Auch nach den längeren und erbitterten Streitigkeiten während des Dreißigjährigen Krieges blieb es nach 1648 bei Hessen-Darmstadt (ab 1806 Großherzogtum Hessen). Das Hinterland lag als langer, schmaler Streifen zwischen Kurhessen einerseits und Wittgenstein-Berleburg und Nassau-Dillenburg andererseits. Es reichte von Bromskirchen im Norden, an der Grenze zum Sauerland, über Flussabschnitte (Eder, Lahn und Salzböde) und Wasserscheiden hinweg bis Naunheim im Süden – ein Gebiet, dem eine einheitliche, durchgäninge und verbindende Straße fehlte.

Von der Residenzstadt Darmstadt aus gesehen lag das Gebiet „ganz weit hinten“ und bekam so seinen Namen Hinterland. Es gehörte zur hessen-darmstädtischen Provinz Oberhessen mit der Provinzhauptstadt Gießen.

Wie zeitgenössische Quellen berichten, wurden Beamte, die sich in Darmstadt mißliebig gemacht hatten, z.B. durch zu forsches Handeln und selbständiges Denken, oft ins hessische Hinterland versetzt. Um 1850 schreibt z.B. ein Schriftsteller: „Ein ordnungswidriger Diener wird aus der Residenz am Darm verbannt in das Hinterland, wo Fuchs und Eule einander gute Nacht sagen.“ So kamen gerade die charaktervollsten Beamten und Pfarrer ins Hinterland, was sich mit dem dortigen Volkscharakter recht gut vertrug.

Über Jahrhunderte hat sich das Gebiet als abgeschlosenes Bauernland bis in die Zeiten der Weltkriege seinen Charakter bewahrt. Tal von Tal und Dorf von Dorf sind durch Berge und Wälder voneinander getrennt. Jedes Waldtal ist ein kleiner Bezirk für sich. So konnten sich bis Mitte des 20. Jahrhunderts nirgends in Hessen die örtlichen Besonderheiten in Tracht, Sitte und Dialekt (das Hinterländer Platt) so gut erhalten wie im Hinterland.


Der Erzbergbau und die Eisengewinnung hatten im Hinterland einst eine große Bedeutung und eine lange Tradition. Im Verlauf der Zeit (etwa ab dem 15. Jahrhundert) gab es insgesamt 556 Gruben aus denen Eisen- (alleine 297), Kupfer-, Zink-, Nickel-, Mangan-, Silber- und Quecksilbererze gefördert wurden. Diese Tradition teilt sich das Hinterland mit der Nachbarregion im Dilltal und dem gesamten Lahn-Dill-Gebiet.

Von 1815 bis 1866 lag das „Hinterland“ eingezwängt zwischen der Rheinprovinz des Königreichs Preußen (ehem. Kreis Siegen), dem Herzogtum Nassau (ehem. Dilkreis) im Westen und dem Kurfürstentum Hessen Kassel (ehem. Kreis Marburg) im Osten. Im Süden ließ der preußische Kreis Wetzlar zwischen seinem im Westen liegenden Hauptteil und seiner im Osten liegenden Exklave um Krofdorf-Gleiberg nur einen ca. 500 m breiten hessischen Gebiets-Korridor zwischen den preußischen Gemarkungen Kinzenbach und Vetzberg bei Heuchelheim offen. Durch diesen „Trichter“ führte auch die einzige direkte Nord-Süd-Straße, der alte „Westfalen-Weg“ zur Provinzhauptstadt Gießen. (Dieser Trasse folgt heute ab der Zollbuche die L 3047.) Das war bis 1854, als die Zollschranken mit Preußen aufgehoben wurden, die einzige zollfreie Verbindung des hessischen Hinterlandes mit der Provinzhauptstadt und den anderen hessen-darmstädtischen Landesteilen, einschließlich der Landeshauptstadt Darmstadt.

Die Hinterländer als „Muss-Preußen“

Nach dem Sieg Preußens im Bruderkrieg 1866 musste das Großherzogtum Hessen-Darmstadt als Verbündeter Österreichs gemäß Artikel 14 des Friedensvertrages u.a. die beiden Kreise Biedenkopf (die Ämter Battenberg, Biedenkopf und Blankenstein) und Vöhl (die Ämter Vöhl und Itter) an Preußen abtreten. Großherzog Ludwig entließ die bis dahin zur Provinz Oberhessen gehörenden Landesteile, u.a. das „Hessische Hinterland“, am 27. September 1866 aus dem hessischen Staatsverband. Aber erst am 2. Februar 1867 wurde das Hinterland förmlich dem Königreich Preußen einverleibt. Die „Hinterländer“ nannten sich danach auch „Muss-Preußen“. 1868 wurden dem Kreis auch die acht Gemeinden des ehemaligen Amtes Rodheim bei Gießen angeschlossen; dessen Bewohner haben sich aber niemals als Hinterländer gefühlt.

Hinterländer Trachten

Hauptartikel: Hinterländer Trachten

Das Hinterland war lange Zeit geprägt von Trachten tragenden Frauen. Bis weit in die 1980/1990er Jahre trugen noch viele ältere Frauen in den einzelnen Orten die Hinterländer Frauentracht, die es in fünf verschiedenen Ausprägungen gab. Innerhalb dieser Ausprägungen unterschieden sich die einzelnen Trachten wiederum von Dorf zu Dorf. Die alte Hinterländer Frauentracht ist inzwischen ausgestorben. Hingegen kann man noch ganz vereinzelt in den Dörfern bei älteren Frauen die jüngere Form der evangelischen Marburger Tracht antreffen. Von Osten, aus dem Marburger Raum kommend, setzte sich diese Tracht mit ihren bunten leichteren Stoffen und moderneren Formen ab Ende des 19.Jahrhunderts immer mehr durch und verdrängte in den östlichen Dörfern des Hinterlandes die traditionelle schwarze Tracht. Die alte Hinterländer Tracht wird zu den ältesten Trachten in Deutschland gezählt. Sie wird beispielsweise im Heimatmuseum Schloss Biedenkopf ausgestellt.

Die Männertrachten waren nahezu identisch mit denen des Marburger Raumes. Standardkleidungsstück war der „Hessenkittel“. Die Trachten der Männer wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts abgelegt und sind außer bei Brauchtumsveranstaltungen nicht mehr anzutreffen.

Drescher und Schnitterinnen

Am 3. Juni 2007 wurde auf dem Marktplatz in Groß-Gerau das Denkmal der „Hessedrescher“ enthüllt, das den ehemaligen Wanderarbeitern, den Dreschern aus dem Hinterland, gewidmet ist.[1] Von der Mitte des 17. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zogen junge Frauen und Mädchen aus dem Hinterland in die südlich gelegeneren hessen-darmstädtischen Regionen und verdingten sich als Erntehelferinnen. Die jungen Männer taten es ihnen gleich und gingen als Schnitter und im Herbst als Drescher in dieselbe Gegend und darüber hinaus bis in die Pfalz. Als um 1860 die ersten mechanischen Dreschmaschinen aufkamen, verloren die Erntehelferinnen und die Hessedrescher aus dem Hinterland ihr Zubrot. Die Mädchen gingen als Diensboten in die Städte; die Männer wurden Maurer und zogen von nun an in die aufstrebeden Industrieregionen an Sieg und Ruhr.

Der aus Gladenbach stammende bekannte Gießener Mineraloge Philipp Klippstein schrieb bereits in seinen 1779 erschienenen „Mineralogischen Briefen“ über die Hinterländer u.a. :

Zur Herbstzeit wandern sie aus, wie viele andere Bergvölker und besorgen in der Obergrafschaft Katzenellenbogen, der Pfalz, der Weterau und anderen gesegneten Gegenden Ernte und Dreschen. Dabei genießen sie außer mitgebrachtem Käse nichts weiter als Brot und Wasser.
Hier arbeitet oft ein Bursche bei einem Bauern, der nicht den zwanzigsten Teil so viel Vermögen hat wie er. Denn diese Wanderungen sind nicht bloß Notwanderungen, auch Ehrbegierde, zu zeigen, dass Arbeitsamkeit, Mäßigkeit, Unerschrockenheit da sey, nebst Neugierde die Welt zu sehen, sind die Triebfedern.
Die bäuerlichen Schönen mischen sich ebenfalls in diese Angelegenheit. Jeder reisende Bursch erhält seinen Strauß, aber dem Reichsten macht es Anstand, eine Braut zu bekommen, wenn er nie im Dreschen war. Mädchen wandern ebenfalls zuweilen mit der Sichel in die Fremde und die Knechte halten sich beim Verdingen gemenglich die Erlaubnis aus, ins Dreschen gehen zu dürfen.

Die abwandernden Burschen wurden an der „Heul-Eiche“, einer mächtigen Grenzeiche südlich der Gemeinde Wommelshausen, in der Nähe der Zollbuche, tränenreich verabschiedet – daher ihr Name.[2]

Volkstümlicher Gesang

Unter den deutschen Landschaften gilt Oberhessen als besonders reich an Liedern. Das Hinterland nimmt dabei neben dem Vogelsberg eine Sonderstellung ein, weil hier besonders viele Lieder aufgezeichnet wurden, so dass die Anzahl der bekannten Lieder hier am größten ist. Letztmals hat man 1926 im Hinterland Volkslieder gesammelt. Sie und die früher gesammelten Lieder werden heute im Deutschen Volksliedarchiv in Freiburg aufbewahrt. Einen Teil dieser Sammlung (76 Lieder) hat der Kreisausschuss des damaligen Landkreises Biedenkopf 1964 als kleines Buch unter dem Titel „Alte Lieder aus dem Hinterland“ herausgegeben.

Hinterländer Lieder waren weit verbreitet durch die Dienstboten, Mägde und Knechte sowie die Schnitterinnen und die Drescher, die in den Städten, in der Wetterau bis in den Darmstädter Raum und darüber hinaus bis in die Pfalz hinein ihrem Broterwerb nachgingen. Dadurch kamen auch viele neue Lieder ins Hinterland. In der Wetterau vermerkte ein Pfarrer in seiner Chronik, dass dort einige Dienstherren besonders gerne Mägde und Knechte aus dem Hinterland einstellten, nicht nur wegen ihres Fleißes, sondern auch weil sie so schön und gerne sangen. Auch aus dem Dreieich (bei Darmstadt) heißt es: „Die Hinterländer Schnitterinnen und Drescher sind gar beliebt, nicht zuzletzt wegen ihres Gesanges.“ Die Lieder wurden meist zweistimmig, manche dreistimmig gesungen.

Ein Bericht von 1903 stellt fest: „Den Hinterländer Liedern ist allgenmein eine feierliche Getragenheit eigen, die manchmal an Schwermut grenzt. Die sämtlichen Molodien werden hoch intoniert, da öfters die Unteroktave zur Begleitung verwandt wird. Der Schlusston wird als Ruhe- und Sammelpunkt lang angehalten.“

Historische Erbteilung

Im Hinterland (Kreis Biedenkopf) gab es ehemals drei Erbsittegebiete. Westlich einer Linie Katzenbach, Eckelshausen, Wolfgruben, Silberg, Hommertshausen, Mornshausen a.D. und Holzhausen galt für das Vererben von Haus und Grundstücken die „Freiteilbarkeit“, d. h. Alleinerbe oder Realteilung. Das galt auch in Bischoffen, Ober- und Niederweidbach, Roßbach und Wilsbach. Östlich der zuvor genannten Linie war das Anerbenrecht in Gebrauch, ebenso im „Untergericht“ des ehemaligen Amtes Blankenstein (heute Gemeinde Gladenbach). Das ehemalige „Obergericht“ des Amtes Blankenstein (heute Gemeinde Bad Endbach), das alte Kirchspiel Hartenrod, war ein „Mischgebiet“, hier wurde bei Grundbesitz über 5 ha das Anerbenrecht angewandt, darunter meist die Realteilung. Diese Erbsitte war auch in den Ortschaften Dexbach und Engelbach üblich.

Verkehr

Köln-Leipziger-Straße (Brabanter-Straße)

Eine der bedeutendsten West-Ost-Handelsstraßen auf den längeren Wasserscheiden durch das Hinterland war die sogenannte „Köln-Leipziger-Messe-Straße“, die damals das Herzogtum Brabant im heutigen Belgien über Köln, Siegen, Angelburg (Berg), Rachelshausen, Marburg, Erfurt mit Leipzig verband. Auf dieser mittelalterlichen Straße (Blütezeit bis Ende des 14. Jahrhunderts) wurde ein Großteil des Ost-West-Handels, vor allem mit Eisenwaren aus dem nördlichen Dillgebiet und aus dem Siegerland, abgewickelt.

Wegen der meist quer verlaufenden Höhenzüge und Täler gab es keine duchgängige, überegionale verbindende Straße. Das Hinterland konnte daher nie zu einer echten Einheit zusammen wachsen. Im Gegensatz zu zahlreichen West-Ost-Wegen bestand nur eine unvollkommene Nord-Süd-Strecke mit folgendem Verlauf: Perftal, Bottenhorn, Wommelshausen, „Heul-Eiche“, Zollbuche und weiter nach Gießen, der Provinzhauptstadt der hessen-darmstädtischen Provinz Oberhessen. Ab der Zollbuche folgte der Weg der Trasse des „Westfalen-Weges“.

Westfalen-Weg

Nahezu vergessen ist heute der sogenannte „Westfalen-Weg“, der aus dem Raum Gießen kommend am Dünsberg vorbei verlief, etwa der heutigen L 3047 folgend bis zur Zollbuche, um dann über Günterod westlich an Hartenrod und Schlierbach vorbei in den Knotenpunkt der alten Fernstraßen an der Angelburg (Berg) im Schelder Wald einzumünden. Man vermutet, dass dieser Weg schon in vor- und frühgeschichtlicher Zeit von Bedeutung war und bis ins hohe Mittelalter genutzt wurde. Er weist die typische mittelalterliche Streckenführung auf. Seine Trasse verläuft siedlungsfern auf der Lahn-Dill- bzw. Aar-Salzböde-Wasserscheide. Ab der Zollbuche wird auch heute auf dem ca. 35 km langen Wegstück bis Gießen nur die Ortschaft Frankenbach durchquert. Über die nördliche Fortsetzung des Westfalen-Weges konnte man über Paderborn bis Bremen gelangen.

Dieser Weg bot jahrhundertelang (bis 1854) die einzige Möglichkeit, Waren zollfrei aus dem Hinterland in die Provinzhauptstadt Gießen bzw. nach Darmstadt zu bringen. Bis auf eine kurze Strecke am heutigen Gasthaus „Eiserne Hand“, das zur Grafschaft Solms gehörte, mit der Hessen ein Zollabkommen hatte, verlief der Weg ausschließlich auf hessisch-darmstädtischem Gebiet.

Die nicht verwirklichte Hinterlandbahn

Bereits 1850 plante die „Bergisch-Märkische Eisenbahngesellschaft“ einen Bahnbau von Altenhundem (Westfalen) über Laasphe und Bottenhorn nach Gießen. Die Ausführung scheiterte wohl vor allem am massiven Widerstand der Bottenhorner Gemeindeväter. Sie fürchteten u. a., dass mit der Bahn auch „viel fremdes Volk käme“.

Seit 1866 gab es neue Pläne der hessischen und preußischen Regierung zum Bau einer Verbindung zwischen dem Süden und dem Norden des Hinterlandes. Im Jahre 1912 wurde eine Denkschrift verfasst, die die Wichtigkeit einer solchen Verbindung herausstellte. Dabei sollte der erste Abschnitt von Wetzlar zur Aar-Salzböde-Bahn nach Weidenhausen (Gladenbach) reichen. Im mittleren Abschnitt war ein Abzweig von dieser in Gladenbach vorgesehen, um nach Friedensdorf zur Oberen Lahntalbahn zu gelangen und dort entlang bis nach Biedenkopf, wo der nördliche Abschnitt in Richtung Obere Edertalbahn abzweigen sollte. Diese Verbindung wäre für das gesamte Hinterland bzw. für die Entwicklung des Kreises Biedenkopf von großer Bedeutung gewesen. Die Ausführung des Plans scheiterte aber durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges.

Eine zweite Variante sah einen Abzweig vor, der vom Bahnhof Hartenrod aus nördlich an Wommelshausen vorbei in Richtung Dernbach nach Holzhausen, Mornshausen a.D. und weiter nach Friedensdorf zur Lahtalbahn führte. Zwischen Dernbach und Holzhausen war ein Tunnel geplant. Für Vermessungsarbeiten hatte man die Trasse bereits abgesteckt. Diese Variante wurde nach dem Ersten Weltkrieg nochmals aufgegriffen aber auch nicht verwirklicht.

Ehemalige ortsansässige Adelsgeschlechter

Im Hinterland hatten einst die nachstehend genannten Adelsgeschlechter ihren Wohnsitz, die bis auf die Herren von Breidenbach zu Breidenstein alle ausgestorben sind.

Literatur

Quellenangaben

  1. „Wanderarbeiter helfen bei der Ernte, Den Hessendreschern wird in Groß-Gerau ein Denkmal gesetzt“, Hinterländer Geschichtsblätter, Biedenkopf, Nr. 1, März 2008, S. 38, 39
  2. Horst W. Müller, „Heul-Eiche und Dicke Eiche“, Hinterländer Geschichtsblätter, Biedenkopf, Nr. 3, Oktober 2002, S. 49–51