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Stadtbrand

Unter Stadtbrand versteht man Brände, die eine große Fläche einer Stadt vernichten. Insbesondere in der Antike und im Mittelalter waren Stadtbrände gefürchtet, da die Häuser zum größten Teil aus Holz gebaut und mit Stroh oder Schindeln eingedeckt waren. Das Vordach war meist weit über die Giebelmauern ragend, so dass bei Bränden brennende Holzteile auf die Straße fielen, die Passanten erschlugen und die Löschmannschaften behinderten. Dies und die Enge der damaligen Straßen begünstigten einen Feuersturm, der große Teile der Stadt erfassen und niederbrennen konnte.

Erst nach großen Bränden wurden die Häuser sicherer gebaut, wie Trennwände zwischen den Häusern oder Mantelmauern um den Übergriff des Feuers auf andere Häuser zu verhindern.

Mitunter wurden Stadtbrände auch gelegt, um Platz für Neubauten zu schaffen wie der Große Brand Roms. Meist entstanden die Brände aus Unachtsamkeit.

Große Stadtbrände

In der Geschichte gab es eine Vielzahl von verheerenden Katastrophen:

Ort Datum Ereignis Ausmaß
Rom 64 Stadtbrand unter Kaiser Nero große Teile des antiken Rom
London 1666 Großer Brand von London 13.000 Häuser und 87 Kirchen zerstört
Hardegsen 1678 Brand während der Weihnachtsmesse Ein Großteil des Stadtkerns fällt einer Feuerbrunst zum Opfer. Personen kommen, da sie sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs in der Kirche befinden, nicht zu Schaden.
Hamburg 1842 Der große Brand von Hamburg mehr als ein Viertel der Stadtfläche verwüstet
Chicago 1871 Großer Brand von Chicago ca. 200 bis 300 Tote, 17.000 Gebäude zerstört