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Petuh

Petuh oder Petu ist eine Mundart in Flensburg, die Elemente von Hochdeutsch, Niederdeutsch, Dänisch und Sønderjysk (Plattdänisch) verbindet. Petuh verbindet dabei niederdeutsche und dänische Grammatik und Satzbau mit überwiegend hochdeutschem Wortschatz. Die Mundart wird nur noch von wenigen Flensburgern gesprochen.

Es finden sich jedoch immer noch viele Redewendungen im heutigen Sprachgebrauch, wie z.B. Sünde (immer mit scharfem S und angedeutetem D: "Sssünne") für schade, bedauernswert oder Aggewars für Stress, Mühe, Umstand.

Beispiele:

Ein beliebter Satz ist auch:

Der Überlieferung nach stammt der Begriff Petuh von den Fähren auf der Flensburger Förde. Die Jahreskarten für die Fördedampfer hießen früher Partoutkarten (französisch = überall).

Auch im Flensburger Umland wie in Angeln und auf der Schleswigschen Geest gibt es heut noch spürbare Substrat-Einwirkungen des Dänischen auf die deutschen Mundarten.

Ein vergleichbares Phänomen ist das Missingsch in Hamburg, das hoch- und niederdeutsche Elemente verbindet.


 Wiktionary: Petutantendeutsch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik