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Burgkapelle

Burgkapellen sind Kapellen, die auf Burgen errichtet wurden. Sie dienten dazu, die religiösen Bedürfnisse der Burgherren und ihres Gefolges zu erfüllen, teilweise auch als Begräbnisstätte. Da die Errichtung und Unterhaltung einer Burgkapelle für den Burgherren kostspielig war, finden sich Burgkapellen als eigenständige Bauwerke nicht auf jeder Burganlage, oft musste ein Nebenraum mit einem Altar ausreichen. Burgkapellen waren meistens Heiligen geweiht, die besonders mit dem Ritterstand verbunden waren, wie dem Heiligen Georg oder dem Heiligen Gereon. Die Burgkapelle des Heiligen Markus auf der Burg in Braubach gab ihr 1437 ihren heutigen Namen: Marksburg.

Ein besonders markantes Beispiel ist die Kapelle der Nürnberger Burg, die als übereinanderliegende Doppelkapelle ausgeführt ist. In ihrer oberen Etage konnte der Adel, in der unteren Etage das Gefolge dem Gottesdienst folgen, wobei durch die Bauausführung die „gottgegebenen“ Standesunterschiede betont wurden.

Literatur