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Garde-Dragoner-Regiment (1. Großherzoglich Hessisches) Nr. 23

Das Garde-Dragoner-Regiment (1. Großherzoglich Hessisches) Nr. 23 war 1914 eines der beiden Kavallerieregimenter der seit der Militärkonvention preußischem Kommando unterstehenden Großherzoglich Hessischen Armee.

Inhaltsverzeichnis

Organisation und Verbandszugehörigkeit

Kommandierender General: General Adjutant seiner Majestät des Kaisers und Königs General der Infanterie von Schenk
Kommandeur: Generalleutnant von Plüskow

Aufstellung

Am 6. April 1790 verordnete Landgraf Ludwig X. von Hessen-Darmstadt die Aufstellung eines Reiter-Regiments, das den Namen Chevaulegers-Regiment tragen sollte. Es wurde zunächst zu drei Escadrons formiert und in Bickenbach, später in Schloss Kranichstein in Garnison gelegt. Im Jahre 1793 wurde das Regiment auf vier Escadrons verstärkt und wechselte mit Garnison nach Bessungen, Griesheim und Pfungstadt. Ab 1799 waren die Standorte nur noch in Bessungen und in der Residenz Darmstadt.

Am 18. August 1806 verlieh Großherzog Ludwig I. dem Regiment den Namen Garde-Chevaulegers-Regiment

Mit Erlass vom 1. Dezember 1859 bestimmte Großherzog Ludwig III. die Umgliederung des bisherigen "Garde-Chevaulegers-Regiment" in zwei Reiter-Regimenter bzw. eine Reiter-Brigade. Das 1. Regiment erhielt die Bezeichnung "Garde-Chevaulegers-Regiment", das 2. Regiment den Namen "Leib-Chevaulegers-Regiment".
Stationiert wurden die beiden Regimenter in Darmstadt und (eine Esc. GCR ab 1818 - bzw. zwei Esc. LCR) in der Chevaulegers Kaserne in Butzbach.

Mit der Militärkonvention vom 7. April 1867 kamen die Großherzoglich-hessischen Truppen unter preußisches Kommando und bildeten in ihrer Gesamtheit die 25. Infanteriedivision. Zusammen mit den Truppen aus den ehemaligen:

Kurfürstentum Hessen-Kassel,
Landgrafschaft Hessen-Homburg
und Herzogtum Nassau formierten sie das XVIII. (Hessischen) Armeekorps.

Nach dem Krieg gegen Frankreich 1870/71 wurde das Garde-Chevaulegers-Regiment umbenannt und führte zunächst den Namen

"1. Großherzoglich Hessisches Dragoner-Regiment (Garde-Dragoner-Regiment) Nr. 23",

welcher am 25. November 1906 nochmals und endgültig in

"Garde-Dragoner-Regiment (1. Großherzoglich Hessisches) Nr. 23" abgeändert wurde.

Da die Kaserne in Butzbach 1898 für das I. Btl. des neuerrichteten 5. (Großherzoglich Hessisches) Infanterieregiment Nr. 168 benötigt wurde, verlegten die dortigen Dragoner nach Darmstadt, sodass die gesamte hessische Kavallerie nunmehr in einer Garnison vereinigt war.

Feldzüge

(Von hier ab kämpfte das Regiment stets gemeinsam mit seinem Schwesterregiment, dem Leib Chevaulegers Regiment)

Bis zu seiner Auflösung behielt es den Status als Kavallerieregiment.

Uniform


Literatur