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Popova skála

Popova skála

Pfaffenstein

Höhe 565,3 m n.m.
Lage Tschechien
Gebirge Lausitzer Gebirge
Geographische Lage 50° 49′ 32″ N, 14° 48′ 48″ OKoordinaten: 50° 49′ 32″ N, 14° 48′ 48″ O
DEC
Gestein Sandstein

Der Popova skála (deutsch Pfaffenstein) ist ein 565 m hoher Berg im Lausitzer Gebirge, dessen Gipfel aus einem markanten Sandsteinfelsen besteht. Er stellt eine Dominante des nordöstlichen Lausitzer Gebirges dar. Aus der Ferne sieht der Felsen einer Burgruine ähnlich.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Umgebung

Der Felssporn des Popova skála thront über dem Weißbachtal, welches die Grenze zwischen Tschechien und Deutschland darstellt. Vom Felsen hat man eine der schönsten Aussichten auf das Lausitzer Gebirge, das Riesengebirge, das Isergebirge, den Jeschken, die Vulkankegel des nordböhmischen Berglandes, den Hochwald, das Zittauer Gebirge und auf die Städte Zittau, Grottau und bis hin zur Landeskrone bei Görlitz.

Geschichte

Der Pfaffenstein wurde im Jahr 1893 klettertechnisch erschlossen. Im Jahre 1904 wurde der Felsen mit einer eisernen Treppe zugänglich gemacht. Ein Jahr später wurde am Fuße des Felsens vom Lückendorfer Gebirgsverein eine kleine hölzerne Schutzhütte errichtet, welche den Namen „Hugo-Hütte“ trug. Namensgeber war Hugo Lubisch sen. aus Lückendorf, einem erfolgreichen Bohringenieur und Tiefbohrunternehmer. Von ihr sind heute nur noch Fundamentreste zu sehen. Auch heute noch ist der Pfaffenstein ein bedeutendes Kletterziel. Neunzehn Kletterwege bis IXa (Sächsische Skala) führen zum Gipfel.

Treppenanlage

Namensherkunft

Der Name Pfaffenstein leitet sich nicht von Pfaffe ab, sondern von einer Sagengestalt, welche als altes Männlein in den Felsen hausen sollte. Diese hat durch Pfeifen =Pfaffen unheilvolle Ereignisse vorhergesagt.

Wege zum Gipfel

Von deutscher Seite aus erreicht man den Gipfel am besten vom Forsthaus Lückendorf, über den Grenzübergang (Fußgänger) im oberen Weißbachtal, vorbei am Hufeisenstein. Beschwerlicher ist der Weg von Hartau (Zittau) oder dem tschechischen Hrádek nad Nisou (Grottau). Von hier führen Wege zum Gipfel über den Sedlecký Špičák (dt. Lindeberg) (554 m) ( blaue Markierung ), durch das Weißbachtal oder hinauf nach Dolni Sedlo und durch das Krásný důl (Kaisergrund).

Geologie

Der Gipfelbereich um den Popova skála ähnelt einer Anhäufung wild durcheinander liegender riesiger Steinblöcke. Die Sandsteinfelsen wurden hier durch tektonische Kräfte in unterschiedlichen Winkeln aufgestellt. Fortschreitende Verwitterung schuf bizarre Formen. Es entstanden steil abfallende Felswände (Aussichtskanzel auf dem Gipfel) sowie durch übereinanderliegende Blöcke geschaffene Höhlen und Felstore.

Literatur