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Fanon (Kleidung)

Fanon (oder auch Fano) ist eigentlich ein nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil ungebräuchlich gewordenes päpstliches Schultergewand. Im Mittelalter wurde öfter auch der Manipel („Hantfan“), das Schultervelum des Diakons und die Behänge der Mitra als Fano bezeichnet.

Form

In seiner Ausführung als Schultergewand des Papstes ist der Fano ein kreisförmiges, weißseidenes Schultergewand mit roten und goldenen Streifen von ca. 92 cm Durchmesser. Er besteht aus zwei Stofflagen. Die eine Lage verbleibt beim Ankleiden zwischen Albe und Messgewand, während die andere kragenartig über dem Messgewand ausgestaltet wird.

Entstehung

Der Fano entstand aus einem im 8. Jh. getragenen Schultergewand, welches dann ab dem Jahr 1200 ein dem Papst vorbehaltenes liturgisches Kleidungsstück wurde. Ihm wurde ab dem Ausgang des Mittelalters auch noch der Amikt (Humerale) hinzugefügt. Die bis zum II. Vatikanum übliche Form entstand im 15. bzw 16. Jahrhundert. Der Begriff „Fano“ entwickelte sich dabei vermutlich vom lateinischen pannus oder vom deutschen Fahne (siehe dazu auch: Fanon (Fahne)).

Nach dem II. Vatikanum wurde der Fano im Zuge der Trageerleichterungen für priesterliche Gewänder ungebräuchlich und nur noch gelegentlich von den Päpsten getragen.