Heim

Rodrigo Jokisch

Rodrigo Jokisch (* 1946 in Neumünster) ist ein deutscher Soziologe.

Inhaltsverzeichnis

Bildungsbiographie

Seine Eltern wanderteten im Jahr seiner Geburt nach El Salvador (Mittelamerika) aus. Dort wuchs er bis zu seinem sechszehnten Lebensjahr auf. Nach dem mittelamerikanischen Abitur kam er nach Deutschland zurück und besuchte das Staatliche Internatsgymnasium Schloß Plön. Dort holte er das deutsche Abitur nach und begann anschließend an der Ruhr-Universität Bochum mit dem Studium der Sozialwissenschaften. Er beendete sein Soziologie-Studium 1974 an der Freien Universität Berlin. 1977 fing er an, als wissenschaftlicher Angestellter im Fachbereich Philosophie, Wissenschaftstheorie, Wissenschafts- und Technikgeschichte der Technischen Universität Berlin zu arbeiten. 1981 wechselte er zum Fachbereich Soziologie der gleichen Universität. Bis 1987 war er dort als wissenschaftlicher Assistent tätig. Er wurde 1993 an der TU-Berlin in Soziologie promoviert und 1999 habilitiert. Seit 1999 hat er einen Lehrstuhl für "Theorie und Geschichte der Gesellschaft" an der Universidad Nacional Autónoma de México, UNAM im Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften inne. Seit 2006 vertritt er eine Professur für Soziologie der Technik an der Hochschule Darmstadt. Gastprofessuren, kurzfristige Einladungen, Diskussionsrunden u.a.: Consejo Superior de Investigaciones Científicas (C.S.I.C.), Instituto “Jaime Ferran” de Microbiología, Instituto “Santiago Ramón y Cajal”, Madrid, España; Universität Bielefeld, ZIF, Deutschland; Universidad José Simeón Cañas, San Salvador, El Salvador; Centro de Estudios Altos – San Salvador, El Salvador; Freie Universität Berlin, Deutschland; University of Rhode Island, Rhode Island, USA; Universidad Iberoamericana del Distrito Federal, México; Universität Salzburg, Institut für Kommunikationswissenschaften, Österreich; Universidad de Oviedo, España; Universidad de Alicante, España.

Werk

In seinen Arbeiten bemüht sich Jokisch um eine konsistente Theorie der Gesellschaft, wobei sowohl der Beobachtungs- als auch der Diskursaspekt einbezogen werden. Vier Bereiche, "Systeme" oder "Praxen" konstituieren seine Gesellschaftstheorie: Sozialität, Individualität, Affektivität und Leiblichkeit. Dabei gelten Kommunikation, Entscheidung und Handlung als aktive Formen von Gesellschaft, während Struktur, Funktion und soziale Evolution als passive Formen zu betrachten sind. Die aktiven Formen produzieren ihrerseits sowohl beabsichtigte als auch unbeabsichtigte Folgen. Institutionen sind in der Regel das Ergebnis nichtbeabsichtigter Folgen von Kommunikation, Entscheidung und Handlung.

Ausgewählte Schriften

Artikelauswahl

http://www.tu-berlin.de/~society/Jokisch_index_de.htm

Aufätze online (Auswahl)


Personendaten
Jokisch, Rodrigo
Deutscher Soziologe
1946
Neumünster