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Erzgebirgsbecken

Das Erzgebirgsbecken ist ein Naturraum in Sachsen, welcher nördlich an das Westerzgebirge und das Mittlere Erzgebirge anschließt.

Das in Höhenlagen zwischen 250 und 400 m liegende Becken ist durch Sedimentgesteine des Rotliegenden gekennzeichnet. Deren rötliche Färbung beruht auf dem eisenoxidhaltigen Mineral Hämatit. Der Begriff Becken trifft morphologisch eigentlich nur auf den Bereich zwischen Zwickau und Chemnitz zu. In diesem Abschnitt wird das Gebiet vom Erzgebirge im Süden und vom Rabensteiner Höhenzug im Norden begrenzt.

Außer in vielen staunassen Bereichen sind die Böden als ackerbaulich wertvoll zu bezeichnen. Aufgrund ihrer rötlichen Färbung erwärmen sich die Rotliegendböden relativ stark. Deshalb schmilzt die Eisdecke vor allem im Frühjahr zeitiger ab und es kann im Spätsommer oder Herbst auch relativ zeitig geerntet werden. Mit zunehmender Höhenlage nimmt der Lössanteil im Boden und somit auch die Fruchtbarkeit schnell ab. Die Potentielle natürliche Vegetation ist der hochcolline Hainsimsen-Eichen-Buchenwald.

Das Erzgebirgsbecken ist ein besonderer Siedlungsschwerpunkt in Sachsen und ein historisch bedeutender Industrieraum. Hier liegen neben Chemnitz und Zwickau auch Glauchau und Werdau.