Heim

Vida Nueva

Der Verein Vida Nueva wurde 1999 von Roland Spendlingwimmer in San Isidro de El General – Pérez Zeledón Costa Rica gegründet. Zwar existiert der Verein noch, kam aber in den vergangenen Jahren mehr und mehr in Turbulenzen. Die Projekte Comedor und Violencia Domestica wurden aufgegeben. Einzig eine Zirkusgruppe, die weiterhin von Auslandsdienern aus Deutschland und einer österreichischen Freiwilligen betreut wird, existiert noch. Aufgrund der Turbulenzen in die der Verein geriet, nahm auch der Verein für Dienste im Ausland im Jahr 2006 Abstand davon weiter, weitere Auslandsdiener nach San Isidro zu schicken. Hauptziel des Vereines war vor einigen Jahren die Unterstützung und der Schutz von Frauen und Kindern, die sich in sozial schwierigen Situationen befanden. In dem Büro für violencia doméstica - intrafamiliäre Gewalt - im Zentrum von San Isidro bot Vida Nueva kostenlose Informationen, Seminare und Rechtshilfe für Frauen an, welche physischer oder psychischer Gewalt in der Familie ausgesetzt waren. Hierfür waren eine Rechtsanwältin und kurzfristig auch eine Psychologin und eine Anthropologin zuständig.

Für sozial gefährdete Jugendliche gab es den „Comedor“. Dieses Jugendzentrum beinhaltet ein Büro, eine Küche mit Vorratsräumen, zwei Klassenzimmer, Duschmöglichkeiten, ein Besprechungszimmer und ein Zimmer für den Nachtwächter. Unter anderem wurden kostenlose Mittagessen, Englisch- und Mathematikkurse, Nachhilfe, Bastel- und Kreativworkshops sowie Zirkuskurse angeboten. Diese Einrichtung wurde von Auslandsdienern aus Österreich und Deutschland, sowie von Sozialpraktikanten und anderen Freiwilligen geführt. Ziel des Projektes war es, die gefährdeten Jugendlichen für eine Schul- oder Berufsausbildung zu motivieren, ihr Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zu stärken und sie über den Missbrauch von Drogen und dessen gesundheitliche Konsequenzen zu informieren. Die Arbeit im Comedor umfasste hauptsächlich präventive Projekte. Dennoch konnten sich die Projekte nie etablieren.


Siehe auch