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Tiefthal

Tiefthal ist ein Ortsteil der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt mit 1133 Einwohnern (31. Dezember 2006) auf einer Fläche von 5,23 Quadratkilometern.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Tiefthal liegt im Tal des Weißbachs, einem Nebenfluss der Gera, im Thüringer Becken, das hier langsam nach Westen zur Fahner Höhe ansteigt. Zwischen Tiefthal und Schaderode im Westen liegt ein Waldgebiet und im Norden das Biotop der Schwellenburg, ansonsten ist die Gemarkung unbewaldet und wird landwirtschaftlich genutzt. Weitere Nachbardörfer sind Salomonsborn im Süden, Gispersleben und Kühnhausen im Osten, Elxleben im Norden und Friedrichsdorf im Nordwesten. Die Entfernung zum in südwestlicher Richtung liegenden Erfurter Stadtzentrum beträgt etwa zehn Kilometer.

Geschichte

1104 wurde Tiefthal erstmals urkundlich erwähnt. 1361 kam das Dorf unter die Kontrolle der Erfurter Stadtverwaltung, die es als Küchendorf benutze. Wie Erfurt, gehörte auch Tiefthal bis 1802 zu Kurmainz und anschließend bis 1945 zu Preußen. 1994 wurde die Gemeinde Tiefthal aufgelöst und der Stadt Erfurt als Ortsteil eingegliedert. Zwischen 1993 und 1996 entstand am Ortsrand ein neues Wohngebiet mit Eigenheimen, das dafür sorgte, dass sich die Einwohnerzahl verdoppelte.

Wirtschaft und Verkehr

Die Tiefthaler Umgebung wird intensiv landwirtschaftlich genutzt, vor allem zum Obst- und Gemüseanbau. Auch Wein wurde im Mittelalter und der frühen Neuzeit hier angebaut. Industrie- und Gewerbegebiete liegen im Erfurter Norden, etwa zwei Kilometer östlich von Tiefthal.

Tiefthal liegt an der Landstraße von Kühnhausen nach Friedrichsdorf. Die Bundesstraße 4 und die Bundesautobahn 71 verlaufen unweit östlich bzw. südlich des Ortes. Mit der knapp drei Kilometer entfernten Anschlussstelle Erfurt-Gispersleben verfügt Tiefthal über eine Anbindung an die A71. Ein Stadtbus verbindet Tiefthal mit Erfurt.

Koordinaten: 51° 1' 20" N, 10° 56' 56" O