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SMS Iltis (1898)

Baudaten
Schiffstyp Kanonenboot
Schiffsklasse Iltis-Klasse
Baubezeichnung: Ersatz Iltis
Bauwerft: Friedrich Schichau in Danzig
Bau-Nr.: 230
Kiellegung: 1897
Stapellauf: 4. August 1898
Fertigstellung: 1898
Baukosten: 1,497 Mio Mark
Schwesterschiffe
SMS Jaguar, SMS Tiger, SMS Luchs, SMS Panther, SMS Eber
Schiffsmaße
Vermessung: 726 BRT
449 NRT
Wasserverdrängung: Konstruktion: 894 t
Maximal: 1.048 t
Länge der Wasserlinie:
Länge über alles:
LKWL = 63,9 m
Lü.a. = 65,2 m
Breite: 9,1 m
Tiefgang: 3,59 – 3,63 m
Seitenhöhe: 4,86 m
Technische Daten
Kesselanlage: 4 Thornycroft-Kessel
mit Kohlefeuerung
Maschinenanlage: 2 liegende 3-Zylinder-
Dreifachexpansions-Dampfmaschinen
Anzahl der Propeller: 2 dreiflügelig 2,6 m
Wellenumdrehungen: 156 U/min
Antriebsleistung: 1.378 PSi
Geschwindigkeit: 13,5 kn
(Probefahrt: 14,8 kn)
Fahrbereich: 3.080 sm bei 9 kn
Treibstoffvorrat: 120 - 190 t Kohle
Besatzung: 9 Offiziere und 121 Mann
Bewaffnung
Seezielgeschütze: 4 Sk - 8,8 cm L/30
1124 Schuss, 73 hm
Revolverkanonen: 6 × 3,7 cm
9000 Schuss
Verbleib
28. September 1914 bei Aufgabe von Kiautschou
auf der Position 36° 3′ Nord, 120° 16′ Ost selbstversenkt

SMS Iltis II war ein Kanonenboot der Kaiserlichen Marine, das Typschiff einer Klasse von sechs Booten. Schwesterschiffe waren SMS Panther, SMS Jaguar, SMS Tiger, SMS Luchs und SMS Eber.

Technische Daten

Die Iltis lief am 4. August 1898 bei Schichau in Danzig vom Stapel. Mit 62 m Länge, 9,1 m Breite und 3,3 m Tiefgang verdrängte sie etwa 900 Tonnen. Die Bewaffnung bestand aus vier 8,8 cm Schnellfeuerkanonen und sechs 3,7 cm Maschinenkanonen, die Besatzung aus 121 Mann. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 13 Knoten.

Boxeraufstand

Die Boote der Klasse waren für den Überseedienst in den deutschen Kolonialgebieten konzipiert, und die Iltis wurde in Ostasien eingesetzt. Während des Boxeraufstands in China nahm sie an den Kämpfen um die Taku-Forts und deren Niederkämpfung am 17. Juni 1900 teil. Nach einem Ultimatum, die Forts bis zum 17. Juni 1900, 2 Uhr zu räumen, wurde mit dem Beschuss durch die Kanonenboote bereits um 0.50 Uhr begonnen. Dabei erhielt die Iltis selbst eine Reihe von Treffern von den zurückfeuernden chinesischen Batterien. Es gab acht Tote und elf Verwundete, darunter der Kommandant, Korvettenkapitan Wilhelm Lans, der schwere Verletzungen erlitt.

Die Iltis wurde als einziges Schiff der deutschen Marine mit dem Orden Pour le Mérite ausgezeichnet.

Erster Weltkrieg

Das Schiff sollte Mitte 1914 außer Dienst gestellt werden, als der Erste Weltkrieg begann. Die Besatzung nahm im August 1914 teils an Land, teils auf anderen Schiffen an der Verteidigung der deutschen Pachtkolonie Kiautschou gegen Japan teil. Das Schiff selbst wurde am 28. September 1914 im Hafen von Tsingtau von der eigenen Besatzung versenkt.