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Ulver

Ulver
Genre Folk Black Metal, Neofolk, Ambient, Trip Hop
Website http://www.jester-records.com/ulver/ulver.html
Aktuelle Besetzung
  • Kristoffer Garm Rygg (aka Garm, Trickster G., G. Wolf, Fiery G. Maelstrom)
  • Jørn H. Sværen
  • Tore Ylwizaker
Ehemalige Mitglieder
Gitarre Håvard „Haavard“ Jørgensen
Gitarre Torbjørn „Aismal“ Pedersen
Gitarre Grellmund (Suizid am 31. Dezember 1997)
Gitarre A. Reza
Gitarre Tykje
Gitarre Knut Magne Valle
Bass Hugh Steven James „Skoll“ Mingay
Schlagzeug Erik Olivier „AiwarikiaR“ Lancelot
Schlagzeug Carl Michael „Aggressor“ Eide
Live- und Session-Mitglieder
Gesang (Themes...) Stine Grytøyr
Gesang (Themes...) Tomas Tormodseter „Samoth“ Haugen
Gesang (Themes...) Vegard Sverre „Ihsahn“ Tveitan
Gesang (Themes...) Gylve „Fenriz“ Nagell
Gesang (Vargnatt, Bergtatt), Flöte (Bergtatt) Lill Katherine Stensrud
Bass (Vargnatt) Mean Malmberg
Bass (Perdition City) Øystein Moe
Klavier (Vargnatt, Bergtatt) Steinar Sverd Johnsen
Cello (Kveldssanger) Alf Gaaskjønli
Saxophone (Perdition City) Rolf Erik Nyström
Schlagzeug Jan Axel „Hellhammer“ Blomberg
Schlagzeug (Perdition City) Ivar H. Johansen
Schlagzeug (Perdition City) Kåre J. Pedersen
Schlagzeug (Perdition City) Bård G. „Faust“ Eithun

Ulver (norwegisch für Wölfe) ist eine Band aus Norwegen, die zunächst Black Metal und eine Art neoklassischen Folk spielte und über Industrial Metal zu Trip Hop und Ambient fand.

Musikübersicht

Auf dem ersten Album Bergtatt - Et Eeventyr i 5 Capitler aus dem Jahr 1995 spielten Ulver Folk-beeinflussten Black Metal. Bergtatt zeichnete sich durch schnelles Tempo, nüchterne E-Gitarren, Akustik-Passagen, den Wechsel von Schrei- und hymnischem Gesang, sowie durch eine fantasievolle Storyline aus. Der Kopf der Band, Kristoffer „Garm“ Rygg, bezeichnete Bergtatt als ein „sehr traditionelles Black-Metal-Album“.

Das zweite Album Kveldssanger stand in starkem Kontrast zum ersten, es fanden sich darauf keine E-Gitarren und kein Schreigesang mehr, dafür Folklore, akustische Musik und Kammerkantaten von Kristoffer Rygg. Garm bezeichnete Kveldssanger als unausgereiftes Neo-Klassik-Album.

Das dritte Album Nattens Madrigal - Aatte Hymne Til Ulven I Manden war noch aggressiver als Bergtatt. Stil und Produktion wurden roh gehalten. Die Band verlautbarte, dass dieses Album einen Schritt zurück zum norwegischen Black Metal darstelle und stilistisch den alten Darkthrone-Produktionen nahe komme.

Mit dem 1998 veröffentlichten Album Themes from William Blake’s The Marriage of Heaven and Hell änderten Ulver erneut ihren Musikstil. Garm, der Komponist und Tontechniker Tore Ylwizaker und einige Gastsänger überschritten nun die Grenzen des Black-Metal-Diskurses durch Elemente des Industrial Metal und Ambient-Passagen. Das Album gab den gesamten Text des prophetischen Prosagedichts The Marriage of Heaven and Hell von William Blake wieder. Es erhielt sowohl aus dem Metal- als auch aus dem Alternativ-Bereich gute Kritiken.

Die nächsten zwei Veröffentlichungen Metamorphosis und Perdition City waren noch experimentierfreudiger. Ulver bewegten sich weiter weg von Rock und Metal hin zu einem elektronischen Genre, wie es die Bands Coil oder The Future Sound of London vertreten. Der Titel der Metamorphosis-EP war programmatisch. Sie vereinte Drum ’n’ Bass, Trip Hop und Ambient und kann als Präludium zum Trip-Hop-Album Perdition City gesehen werden. Es folgten 2001 die rein instrumentellen und minimalistischen Ambient-Veröffentlichungen Silence Teaches You How to Sing und Silencing the Singing, die 2002 auch unter dem Titel Teachings In Silence als Kompilation veröffentlicht wurden.

Zwischen 2001 und 2003 produzierten Ulver die Filmmusik für Lyckantropen, Svidd neger und Uno. Der Soundtrack zum Kurzfilm Lyckantropen war ausschließlich elektronisch und minimalistisch arrangiert, während auf Svidd neger die Klanggewalt eines Orchesters immer wieder durch Ambient-Passagen unterbrochen wurde. Uno war eine Kooperation mit dem Komponisten Tom McRae. Ulvers Beitrag pendelte dabei zwischen melancholischen Violin- und Orgel-Passagen und den auf der Metamorphosis-EP dominierenden Technoklängen. McRaes Beiträge zum Filmsoundtrack umfassten Gangsta-Rap- und Hip-Hop-Elemente.

Auf 1993 - 2003: 1st Decade in the Machines fanden sich – zum 10-jährigen Bandjubiläum − von diversen Bands (u. a. Merzbow) und Musikern (u. a. Fennesz elektronisch neuaufbereitete Ulver-Stücke aus allen bisherigen Schaffensperioden.

Im Juli 2004 stellte die Band das Album Blood Inside fertig, welches am 6. Juni 2005 veröffentlicht wurde. Dieses Album führt den seit den späten neunziger Jahren eingeschlagenen Weg weiter. Einflüsse verschiedener Musikgenres werden miteinander vermengt, die Band zeigt sich aber auch von einer zugänglicheren Seite.

Im Oktober 2007 veröffentlichten Ulver Shadows of the Sun, das homogener als die vorhergehenden Alben klingt, die einzelnen Stücke sind klarer aufeinander abgestimmt. Shadows of the Sun nähert sich teilweise wieder Perdition City und Teachings in Silence an; der Stil geht noch stärker in Richtung Ambient, ohne jedoch an Tiefe zu verlieren. Auch verschiedene Elemente der Kammermusik oder des Jazz in der Art von Nils Petter Molvær sind auf Shadows of the Sun zu hören.

Diskografie