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Bahnstrecke Mariánské Lázně–Karlovy Vary

Mariánské Lázně–Bečov nad Teplou–Karlovy Vary
Kursbuchstrecke: ČD 149
Streckenlänge: 53,27 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Legende
von Pilsen (vorm. KFJB)
0,0 Mariánské Lázně früher Marienbad 565 m
nach Cheb (vorm. KFJB)
Mariánské Lázně město früher Marienbad-Auschowitz 575 m
Vlkovice früher Wilkowitz 655 m
Milhostov u Mariánských Lázní früher Müllestau 670 m
Ovesné Kladruby früher Habakladrau 705 m
Mrázov früher Prosau 680 m
Teplá früher Tepl 660 m
Hoštěc früher Hurschk 645 m
Poutnov früher Einsiedl-Pauten 620 m
Louka u Mariánských Lázní früher Grün-Unterhammer 595 m
von Rakovník (vorm. Lokalbahn Rakonitz–Petschau–Buchau)
33,21 Bečov nad Teplou früher Petschau 505 m
Vodná früher Wasserhäuseln 485 m
37,64 Krásný Jez früher Schönwehr 475 m
nach Nové Sedlo (vorm. Eisenbahn Schönwehr–Elbogen)
Teplička u Karlových Varů früher Töppeles 450 m
Kfely früher Gfell 450 m
Cihelny früher Ziegelhütten 435 m
Karlovy Vary-Březová früher Karlsbad Talsperre 455 m
Doubí u Karlových Varů früher Karlsbad-Aich 430 m
53,27 Karlovy Vary dolní nádraží früher Karlsbad unt Bf 375 m
nach Johanngeorgenstadt
(vorm. Eisenbahn Karlsbad–Johanngeorgenstadt)

Die Bahnstrecke Mariánské Lázně–Karlovy Vary ist eine Nebenbahn in Tschechien, welche ursprünglich von der Eisenbahn Marienbad–Karlsbad errichtet wurde. Sie beginnt in Mariánské Lázně (Marienbad) und führt über Bečov nad Teplou (Petschau) durch das Tepltal nach Karlovy Vary (Karlsbad).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vorgeschichte und Bau

Schon am 25. Dezember 1886 war durch die österreichische Regierung eine Konzession für eine Lokalbahn zwischen Marienbad und Karlsbad mit Abzweigungen nach Elbogen und Merkelsgrün erteilt wurden.[1] Aus finanziellen Gründen kam es jedoch nicht zum Baubeginn. Am 21. Mai 1896 wurde der Eisenbahn Marienbad–Karlsbad eine neue Konzession für den Bahnbau erteilt, womit die alte Konzession erlosch. Die oben aufgeführten Zweigbahnen waren nun nicht mehr enthalten und wurden später als eigenständige Lokalbahnen genehmigt. [2]

Eröffnet wurde die neue Strecke am 17. Dezember 1898.

Bahnhof Bečov nad Teplou

Betrieb

Den Betrieb führten von Anfang an die k.k. österreichischen Staatsbahnen (kkStB) im Auftrag der Eisenbahn Marienbad–Karlsbad aus. Nach dem Ersten Weltkrieg traten an Stelle der kkStB die neugegründeten Tschechoslowakischen Staatsbahnen ČSD.

Am 1. Januar 1925 wurde die Eisenbahn Marienbad–Karlsbad per Gesetz verstaatlicht und die Strecke wurde ins Netz der ČSD integriert. [3]

Da die Strecke die kürzeste Verbindung von Wien nach Karlsbad darstellte, verkehrten vor dem Ersten Weltkrieg auch Schnellzüge.

Nach der Angliederung des Sudetenlandes an Deutschland im Herbst 1938 kam die Strecke zur Deutschen Reichsbahn, Reichsbahndirektion Dresden. Im Reichskursbuch war die Verbindung nun als KBS 166d Marienbad–Karlsbad enthalten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam die Strecke wieder zur ČSD.

Seit dem 10. Dezember 2006 wird die Strecke Mariánské Lázně–Karlovy Vary von der Privatbahn VIAMONT betrieben.

Der Fahrplan 2008 sieht insgesamt neun Reisezugpaare an Werktagen vor. Zwischen Bečov nad Teplou und Karlsbad werden weitere fünf Zugpaare eingesetzt, die den Fahrplan auf diesem Abschnitt zu einem angenäherten Stundentakt verdichten. Einzelne Züge verkehren in Kooperation mit der Vogtlandbahn auch im Durchlauf von und nach Zwickau in Sachsen.

Fahrzeugeinsatz

In den ersten Betriebsjahren wurde der Zugverkehr hauptsächlich mit den bewährten Tenderlokomotiven der kkStB-Reihe 99 durchgeführt. Vor Güterzügen kam auch die Reihe 60 zum Einsatz.

Bis in jüngste Zeit wurde der Betrieb mit den bewährten Triebwagen der ČD-Baureihe 810 abgewickelt. Bis Mitte der 1990er Jahre kamen auch die vierachsigen Triebwagen der Baureihe 820 zum Einsatz.

Einzelnachweise

  1. Concessionsurkunde für die Localbahn von Marienbad nach Karlsbad mit Abzweigungen
  2. Concessionsurkunde für die Eisenbahn Marienbad–Karlsbad
  3. Gesetzestext auf www.parliament.cz