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International Convention for the Safety of Life at Sea

Die International Convention for the Safety of Life at Sea (SOLAS) (Internationales Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See) ist eine UN-Konvention zur Schiffssicherheit.

Die erste "International Convention for the Safety of Life at Sea" wurde am 12. November 1913 einberufen, als Reaktion auf den Untergang der Titanic. Dabei entstand die erste Version des Vertrags der einen internationale Mindeststandards auf Handelsschiffen schaffen sollte. Es gab mehrere grundlegende Änderungen; die bereits vierte Fassung der Konvention (1960) war die erste größere Aufgabe der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) nach deren Gründung 1959.

Die aktuelle SOLAS-Konvention (die nun fünfte und sogenannte „SOLAS 74“) stammt von 1974 und besteht aus zwölf Kapiteln, die sich mit Bemannung, Sicherheitsmanagement, Technik, Ladung und Rettungsmitteln beschäftigen. Auf aktuelle Bedürfnisse gehen zusätzliche Novellierungen, so genannte Amendments, ein. Hiermit wurden technische Neuerungen und Verbesserungen in die SOLAS 74 aufgenommen, aber auch Missstände abgestellt (Herald of Free Enterprise; Scandinavian Star).

Durch die unterschiedlichen Ansichten und Ziele der zahlreichen IMO-Mitglieder dauert jeder Änderungsprozess häufig sehr lange. Änderungen am Regelwerk erfolgten meist erst nach großen Schiffsunglücken.

Seit dem 1. Juli 2006 ist das nun 88. Ergänzungsprotokoll zur SOLAS 74 gültig und hat ganze Kapitel neu eingeführt, bzw geändert, um sich Massengutschiffen und den mit dem Betrieb dieser Fahrzeuge einhergehenden Risiken anzupassen, indem man unter anderem nun auch aus Sicherheitsgründen Doppelhüllenkonstruktionen verbindlich vorschreibt, mit der Einschränkung, dass auf den Widerstand Griechenlands hin Schiffe, die ausschließlich Flüssiggüter befördern (Tanker), davon ausgenommen sind.