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Bahnstrecke Lübeck–Hamburg

Lübeck–Hamburg
Kursbuchstrecke: 104, 140
Streckennummer: 1120
Streckenlänge: 63,9 km
Legende
von Kiel und Puttgarden
von Lübeck-Travemünde
0,0 Lübeck Hbf
nach Lüneburg und nach Bad Kleinen
Trave
6,5 Lübeck-Niendorf
15,8 Reinfeld (Holstein)
Trave
von Neumünster
23,9 Bad Oldesloe
nach Ratzeburg
nach Schwarzenbek
nach Elmshorn
30,0 Kupfermühle
35,4 Bargteheide
40,3 Ahrensburg Nord Awanst
42,4 Ahrensburg
Landesgrenze Schleswig-HolsteinHamburg
51,7 Rahlstedt
54,4 Tonndorf bis 2006 Wandsbek Ost
58,2 Wandsbek
59,7 Hasselbrook
von Büchen und von Hamburg-Harburg
63,9 Hamburg Hauptbahnhof
nach Elmshorn und Hamburg-Altona

Die Bahnstrecke Lübeck–Hamburg ist eine der wichtigsten Eisenbahnhauptstrecken Schleswig-Holsteins und Hamburgs. Sie verbindet die beiden Hansestädte und wird gelegentlich als Teil der internationalen Vogelfluglinie gesehen.

Inhaltsverzeichnis

Streckenbeschreibung

Von Lübeck aus verläuft die Strecke südwestlich durch meist landwirtschaftlich geprägtes, leicht gewelltes Flachland. Die Trave wird zwei Mal gequert. Wichtigster Zwischenhalt ist Bad Oldesloe, von wo aus mit der nordbahn Eisenbahngesellschaft stündlich Verbindungen nach Bad Segeberg und Neumünster bestehen. Schließlich wird der Hamburger Hauptbahnhof erreicht.

Betrieb und Geschichte

Bereits 1831 wurde der Bau einer Bahnstrecke zwischen Lübeck und Hamburg diskutiert. Zuerst kam es jedoch wegen der Weigerung der dänischen Behörden zum Bau der Bahnstrecke Lübeck–Büchen durch die Lübeck-Büchener Eisenbahn (LBE). So war Lübeck an die Berlin-Hamburger Bahn angeschlossen, Züge nach Hamburg mussten aber den rund 32 Kilometer längeren Weg über Büchen in Kauf nehmen. Erst am 1. August 1865 wurde die Direktverbindung von Lübeck nach Hamburg durch die LBE eröffnet. Bereits 1875/76 wurde sie zweigleisig ausgebaut.

1963 wurden die Bahnstrecken Lübeck–Puttgarden und Rødby Havn–Kopenhagen zur Vogelfluglinie ausgebaut. Damit vergrößerte sich das Angebot an Fernreisezügen zwischen Lübeck und Hamburg. Neben den Zügen nach Kopenhagen verkehrten Interzonenzüge Richtung Rostock. Die D-Züge, der TEE Merkur und die TEEM-Güterzüge Richtung Puttgarden wurden von Diesellokomotiven der DB Baureihe 221 bespannt.

In den 1960er und 1970er Jahren wurden die Eilzüge im Wendezugbetrieb mit Diesellokomotiven der DB Baureihe 220 bespannt. Als Besonderheit führten diese Züge neben Eilzugwagen der Gattung yl bis 1977 Doppelstockwagen der früheren LBE mit. Die Strecke Lübeck–Hamburg war damals die einzige Strecke der Deutschen Bundesbahn, auf der Doppelstockwagen eingesetzt wurden (siehe auch: Doppelstock-Stromlinien-Wendezug der LBE).

Gegenwärtiger Betrieb

Der seit dem Bau der Großer-Belt-Brücke zwischen Fünen und Seeland deutlich reduzierte Eisenbahnfernverkehr zwischen Hamburg, Lübeck und Kopenhagen wird seit Dezember 2007 mit Intercity-Express-Zügen der DB sowie EuroCityzügen der Danske Statsbaner betrieben. Diese Fernzüge werden heute mit Diesel-ICE der deutschen Baureihe 605 und dänischen IC3-Garnituren gefahren.

Zwischen Lübeck Hauptbahnhof und Hamburg Hauptbahnhof verkehren in den Morgen- und Abendstunden von Montag bis Freitag Regionalexpresszüge im 30-Minuten-Takt, tagsüber und am Wochenende im Stundentakt. Auf diesem Abschnitt gibt es die größte Zahl Bahnreisender in Schleswig-Holstein. Die Regionalexpresszüge halten lediglich in Reinfeld, Bad Oldesloe und zeitweise in Ahrensburg. Im Abschnitt Bad Oldesloe–Hamburg kommen Regionalbahnen zum Einsatz, die auch an den übrigen Stationen halten. Diese Regionalzüge werden mit modernisierten Silberlingen oder Doppelstockwagen mit Bespannung durch Diesellokomotiven der Baureihe 218 oder Triebwagen der Baureihe 628 gefahren.

Die Bahnstrecken Lübeck-Travemünde–Lübeck und Lübeck–Hamburg werden gegenwärtig (2008) elektrifiziert. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2008 soll der Zugbetrieb mit E-Loks aufgenommen werden.

In Planung ist ein weiterer Haltepunkt im Ahrensburger Stadtteil Gartenholz. Die Bauarbeiten sollen noch 2008 beginnen; ab 2009 sollen die Regionalbahnen der Linie R10 dort halten.