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Hans Venatier

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Hans Venatier (* 5. Februar 1903 in Stonsdorf , Riesengebirge, Schlesien; † 19. Januar 1959 durch Suizid) war ein deutscher Lehrer und NS-Literat[1].

Inhaltsverzeichnis

Bis 1945

1940 erhielt er für seinen Roman "Vogt Bartold" dessen Thema die deutsche Besiedelung Schlesiens ist den Volkspreis für Dichtung /Wilhelm Raabe Preis. [2] Carola L. Gottzmann und Petra Hörner nennen den Roman eine Programmschrift nationalsozialistischer Ideologeme. [3] Er nahm an den „Tagen deutscher Dichter“ in Weimar teil die 1941 und 1942 stattfanden.[4]

1942 erscheint "Vogt Bartold" auf niederländisch: Baljuw Bartold: de groote trek naar het Oosten. Übersetzer war der niederländische, nationalsozialistische Historiker und SS Funktionär Johannes Theunisz.[5] Das Werk erschien bei niederländischen NS-Verlag Hamer, der vor allem Propaganda für die SS betrieb. [6]

Venatier hatte vor 1945 die Funktion eines Gauschulungsleiters inne. [7]

Nach 1945

1945 werden seine Schriften von der Militärregierung eingezogen. [8]

1951 wird er Gymnasiallehrer in Betzdorf/Sieg. [9] 1951 ist das Jahr in dem viele NS-belastete aufgrund des Entnazifizierungsschlussgesetzes als Beamte wieder eingestellt wurden. Venatier ist weiterhin schriftstellerisch aktiv. In "Der Major und die Stiere" (1953) behandelt er im derben Volkston, wie sich bayrische Dörfler mit den amerikanischen Besatzungssoldaten "zusammenraufen" dabei aber ein ehemaliger NS-Funktionär immer gewitzer ist. Die "Deutsche Soldaten-Zeitung" die darauf beruhenden Verfilmung: "Film nach unserem Herzen".

In "Der Boß und seine Narren" (1956), einer Satire auf die bundesrepublikanische Regierung und Bürokratie verbreitet er altbekannte Stereotypen: "... wie solle man Negersoldaten für die Besatzungsmacht engagieren, wenn bei ihnen bekannt würde, daß die deutschen Frauen, nach denen ihnen die Zunge zum Halse heraushänge und Wegen derer sie einzig und allein die Überfahrt wagten, nachdem ihnen die weißen Frauen der Ozeanier verboten seien, wie solle man die Negersoldaten über den Ozean kriegen, wenn die deutschen Frauen ihren Männern treu blieben." [10]

"Der Major und die Stiere" erschien sowohl im Klosterhaus Verlag Lippoldsberg, dessen Besitzer Hans Grimm war alsauch bei Universitas oder der Buchgemeinschaft Donauland. Im Klosterhaus Verlag Lippoldsberg wurde auch "Vogt Bartold" neu aufgelegt.

Venatier nahm an den Pürgger Dichterwochen 1955 teil bei denen sich mit anderen NS-Autoren etwa Hans Grimm wiedertraf.[11] [12]

Seinem Selbstmord geht 1959 ein kleiner politischer Skandal voraus. Venatier wurde ins Kultusministerium (unter der damaligen CDU Regierung) einbestellt, da er einen Beitrag »Ist das Neofaschismus« (1958) in der er "Führertum" und Demokratie für vereinbar erklärt hatte, für die rechtsextreme Zeitschrift Nation Europa geschrieben hatte.

Die Reaktion seines Dienstherren entsprach nicht seinen Vorstellungen, Venatier tötete sich selbst. Für die extreme Rechte ist dieses bis heute ein "Märtyrertod". Eine erste Serie von Leserbriefe in "Der Spiegel" anlässlich dessen Kurzmeldung zum Tod, besteht ausschließlich aus Leserbriefen die die These vom Märtyrertod stützen, in späteren Leserbriefen wird dieses Bestritten und sein schlechter Gesundheitszustand verantwortlich gemacht.[13]

Der "Märtyrertod" von Venatier wurde auch 2000 noch von der Redaktion von Nation Europa vertreten. [14] Oder finden sich heute auf rechtsextremen Webseiten. [15]

Neben Nation Europa war er in Zeitschriften des des Vertriebenenspektrums etwa »Der Schlesier« abktiv [16]

Der Nachlaß wurde von seiner Frau Annelise Venatier [17] betreut und befindet sich heute im Deutschen Literaturarchiv Marbach[18] Annelise Venatier wurde 1983 der chlesischen Kulturpreis der Jugend vom Studentenbund Schlesien verliehen. [19]

Werke

Filmographie

Einzelbelege

  1. Hans-Gerd Jaschke: Politischer Extremismus. VS Verlag für Sozialwissenschaften
  2. http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=41121054&top=SPIEGEL
  3. Carola L. Gottzmann, Petra Hörner (1998): Verheissung und Verzweiflung im Osten: Die Siedlungsgeschichte der ... http://books.google.de/books?id=iRtKUyK5EV4C&pg=PA84&lpg=PA84&dq=Hans+Venatier&source=web&ots=9ECxJgDeWO&sig=Pp_PMt5vB5X5xZmdZNH10QbIlBg&hl=de
  4. http://naxos.bsz-bw.de/rekla/show.php?mode=source&eid=IFB_06-1_110
  5. Artikel der niederländischen Wikipedia http://nl.wikipedia.org/wiki/Johan_Theunisz
  6. Artikel der niederländischen Wikipedia http://nl.wikipedia.org/wiki/Hamer_%28uitgeverij%29
  7. http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/53/84/dokument.html?titel=Helden+im+Spind&id=46164835&top=SPIEGEL&suchbegriff=hans+venatier&quellen=&vl=0 Der Spiegel vom 04.12.1967, Seite 50
  8. http://betzdorf-sieg.de/freiherr/Chronik51.htm
  9. http://betzdorf-sieg.de/freiherr/Chronik51.htm
  10. http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=41121054&top=SPIEGEL
  11. http://ejournal.thing.at/Essay/teilnahm.html
  12. http://diepresse.com/home/kultur/literatur/225283/print.do
  13. Der Spiegel 13/1959, S. 4f. nach http://www.nadir.org/nadir/archiv/Antifaschismus/Organisationen/Hochschulgruppen/Mainz/ntrp.html#Fussnotentext14
  14. Nation & Europa. Deutsche Monatshefte, Coburg , Heft 6/2000, S. 67 nach: http://de.altermedia.info/general/schadenfreude-ist-die-schonste-freude-das-groschengrab-von-delmenhorst-140108_12542.html
  15. http://www.nationalesforum-passau.de/pageID_2804834.html
  16. http://www.dla-marbach.de/index.php?id=59026#Venatier,%20Hans
  17. http://dip.bundestag.de/btd/13/013/1301329.asc
  18. http://www.dla-marbach.de/index.php?id=59026#Venatier,%20Hans
  19. http://dip.bundestag.de/btd/13/013/1301329.asc
  20. http://www.nfhdata.de/cgi-local/frame/indexpage.pl?http://www.nfhdata.de/premium/newsboard2/dcboard.php?az=show_topic&forum=112&topic_id=227&mode=full

Siehe auch

Personendaten
Venatier, Hans
deutscher Schriftsteller
5. Februar 1903
Stonsdorf, Schlesien
19. Januar 1959