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The Cambridge Ancient History

The Cambridge Ancient History (CAH) ist eine wichtige Handbuchsammlung, die von der Cambridge University Press verlegt wird. Die erste Auflage umfasste zwölf Bände und wurde unter anderem von John B. Bury herausgegeben; diese Auflage erschien von 1923 bis 1939.

Die zweite Auflage, mit der sich der Artikel im Folgenden beschäftigt, umfasst 14 Bände (teils in Teilbänden). Sie wurde völlig neu konzipiert und erschien seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts; dennoch ist die alte Auflage der CAH teils immer noch nützlich.

Thematisch wird das gesamte Altertum – und eben nicht nur die „klassische Antike“ – bis in die ausgehende Spätantike abgedeckt. Aufgrund des stark gestiegenen Forschungsinteresses an der Zeit zwischen Diokletian und Mohammed wurde der Spätantike in der zweiten Auflage besondere Beachtung zuteil; die neue Auflage endet – in Anlehnung an das opus magnum The Later Roman Empire von A. H. M. Jones – im Jahr 602 mit dem Tod des Maurikios bzw. mit Herakleios. In der alten Auflage endete die CAH noch mit der Alleinherrschaft Konstantins des Großen 324, wobei die nachfolgende Zeit dann in der alten Ausgabe der Cambridge Medieval History behandelt wurde.

Jeder Band besteht aus Aufsätzen mehrerer Autoren; der Aufbau ist damit der gleiche wie bei den anderen Cambridge-History-Handbüchern (New Cambridge Medieval History, Modern History, History of Iran, History of China etc.). Dabei kommen die Verfasser nicht nur aus dem englischsprachigen Raum (USA, England, Australien etc.), sondern auch beispielsweise aus Deutschland, Frankreich, Italien und Israel, worunter allerdings bisweilen die Homogenität leidet.

Die CAH behandelt nicht nur die Ereignisgeschichte – diese spielt tatsächlich keine überragende Rolle –, sondern vielmehr das ganze Spektrum der modernen Geschichtswissenschaft (wie etwa Kultur-, Mentalitäts-, Ideen-, Militär-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte). Jeder Band bezieht den aktuellen Forschungsstand mit ein und liefert Verweise zu Quellen und weiterführender Literatur. Allerdings erschienen die ersten Bände der zweiten Auflage bereits in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts, der letzte Band (Bd. 12) aber erst 2005; daher sind die Literaturangaben in den früher erschienenen Bänden nicht mehr auf dem allerneuesten Stand.

Dennoch ist der Wert der CAH unbestritten. Im deutschsprachigen Raum fehlt ein entsprechendes Äquivalent, und im universitären Alltag wird die CAH gerne und oft als Überblick herangezogen.

Bände der CAH