Heim

Rothenberg (Festung)

Die Festung Rothenberg ist eine Festung auf dem gleichnamigen, 588 m hohen Berg bei Schnaittach in der Fränkischen Alb.

Im 18. Jahrhundert wurde die heutige Anlage vom Kurfürsten von Bayern nach französischem Vorbild als bedeutende Rokoko-Festung errichtet (Bauzeit von ca. 1729 bis 1750). Zeitweise waren 400 Soldaten untergebracht. Erbaut ist sie auf den geschleiften Resten einer älteren und kleineren Befestigungsanlage, die auf den Resten einer noch älteren Burgruine errichtet wurde, auf welcher zeitweise auch Conz Schott von Schottenstein als Burggraf beheimatet war.

Erbaut gegen das nur 25 Kilometer entfernte Nürnberg, sollte die Festung die Grenze von Bayern gegen die Franken schützen. 1806 gliederte Napoleon Franken an das Königreich Bayern an und damit wurde die Festung für die Bayerische Armee als Grenzfestung überflüssig. Sie wurde aber noch als gefürchtetes Festungsgefängnis verwendet. Ab 1838 wurde das gesamte Inventar, einschließlich Türen, Balken und allem was sich entfernen ließ, vom Kriegsministerium verkauft und die Festung aufgelassen und dem Verfall preisgegeben. Sie diente auch als Steinbruch zum Bau des Nürnberger Hauptbahnhofs. 1876 musste der Ravelin für Sprengversuche herhalten.

Literatur


Koordinaten: 49° 33' 16" N, 11° 21' 36" O

Bilder-Galerie