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Kaspar Gräter

Kaspar Gräter, auch Greber, Gretter, (* um 1501 in Gundelsheim (Württemberg), † 21. April 1556 in Stuttgart) war ein lutherischer Theologe und Reformator.

Leben

Gräter, geboren in Gundelsheim am Neckar bei Heilbronn, erhielt eine gute Erziehung. Er immatrikulierte sich 1519 in Universität Heidelberg. Ohne Abschluss ging er als Lehrer nach Heilbronn und widmete sich katechistischen Studien. 1533 nahm er Urlaub, um in Heidelberg weiterzustudieren. Dort wurde er 1534 Magister und übernahm das Pfarramt in Herrenberg, wo er die Reformation durchführte. Auf dem Götzentag in Urach vertrat er eine vermittelnde Stellung. 1538 wirkte er in Cannstatt bei Stuttgart und wurde dann als Hofprediger nach Stuttgart berufen.

Dort hatte er täglich Herzog Ulrich von Württemberg eine Predigt zu halten. Eine dieser Predigten fiel zu scharf aus und veranlasste Gräter zur Flucht. Georg von Ow bewegte ihn zur Rückkehr. Gräter wurde nach Mömpelgard geschickt und vermochte dort einen konfessionellen Ausgleich zu erreichen. Auch in der Zeit des Augsburger Interims wirkte er beschwichtigend. Unter Herzog Christoph erlangte er größeren Einfluss, beteiligte sich an der Abfassung der Confessio Virtembergica und war bestimmend bei den Pfarrbesetzungen. Mit Johannes Brenz war er eng verbunden.

Werke

Literatur

Personendaten
Gräter, Kaspar
Greber, Kaspar; Gretter, Kaspar
lutherischer Theologe und Reformator
1501
Gundelsheim (Württemberg)
21. April 1556
Stuttgart