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Willingen (Upland)

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 51° 18′ N, 8° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Waldeck-Frankenberg
Höhe: 584.1 m ü. NN
Fläche: 80,19 km²
Einwohner: 6515 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 81 Einwohner je km²
Postleitzahl: 34508
Vorwahl: 05632
Kfz-Kennzeichen: KB
Gemeindeschlüssel: 06 6 35 022
Adresse der Gemeindeverwaltung: Waldecker Straße 12
34508 Willingen
Webpräsenz:
www.gemeinde-willingen.de
Bürgermeister: Thomas Trachte

Willingen (Upland) ist eine Gemeinde im Rothaargebirge bzw. Upland, Landkreis Waldeck-Frankenberg, Hessen (Deutschland).

Willingen ist Wintersportort und wird regelmäßig als „Willingen Hochsauerland“ beworben. International bekannt ist es durch die alljährlich stattfindenden Weltcup-Skispringen der FIS an der Mühlenkopfschanze.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde Willingen befindet sich innerhalb des Nordwestteils von Nordhessen im Nordostteil des Rothaargebirges bzw. im Südwestteil der Region Upland. Sie liegt etwa 60 km (Luftlinie) westlich von Kassel.

Ihr Kernort breitet zwischen den Flussläufen bzw. -tälern von Hoppecke im Westen und Itter im Osten aus. Er liegt auf 584,1 m ü. NN südlich des Hohen Eimbergs (806,1 m), westlich des Ibergs (720,5 m), west-nordwestlich des Orenbergs (702 m), nördlich des Ettelsbergs (837,7 m) und östlich des Hoppernkopfs (805 m), der den südlichsten Berg des Bergzugs „Schellhorn“ darstellt.

Nachbargemeinden

Willingen grenzt im Norden an die Gemeinde Diemelsee, im Osten an die Stadt Korbach (beide in Hessen), im Süden an die Gemeinde Medebach, im Südwesten an Stadt Winterberg, im Westen an die Stadt Olsberg und Nordwesten an die Stadt Brilon (alle vier im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen).

Gemeindegliederung

Geschichte

Sie wurde 1974 im Rahmen der zweiten Gebietsreform durch Zusammenlegung der Dörfer Bömighausen, Eimelrod, Hemmighausen, Neerdar, Rattlar, Schwalefeld, Welleringhausen und der heilklimatischen Kurorte Usseln und Willingen gegründet. Bis 1929 gehörte Willingen zum Freistaat Waldeck und kam danach zum Freistaat Preußen.

Politik

Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 36,0 11 26,1 8
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 31,4 10 30,8 10
FDP Freie Demokratische Partei 17,6 5 13,4 4
FWG Freie Wählergemeinschaft Willingen (Upland) 15,0 5 13,9 4
WBL Willinger Bürgerliste 10,6 3
SBL Schwalefelder-Bürger-Liste 5,2 2
Gesamt 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 51,2 56,3
Panorama von Willingen (Kernort ohne Stryck); im mittleren Hintergrund der Hoppernkopf

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswert ist das Wahrzeichen von Willingen, die große Eisenbahnbrücke „Das Viadukt“, die um 1918 erbaut wurde, der 2002 eröffnete Hochheideturm auf dem Ettelsberg, von dem sich Aussicht unter anderem über das Rothaargebirge bietet, und der 2007 eröffnete Dommelturm auf dem Berg Dommel, von dem die Aussicht zum Beispiel über das Upland genossen werden kann. Die Gemeinde lebt hauptsächlich vom Tourismus (2003: 1,3 Mio Übernachtungen, Wintersport und Kegelvereine). Willingen ist regelmäßiges Ziel von Partytouristen, die in Reisegruppen anreisen.

Regelmäßige Veranstaltungen

Zu den größten Veranstaltungen in Willingen zählt das jährlich veranstaltete FIS Weltcup-Skispringen von der Mühlenkopfschanze (bis zu 100.000 Zuschauer an drei Tagen) und das jährliche Mountainbike-Event am Ettelsberg, zu dem im Jahr 2005 rund 35.000 Zuschauer kamen. In der Umgebung liegen die Strecken der Bike Arena Sauerland. Seit 2003 finden in Willingen die Deutschen Meisterschaften der Deutschen Schachjugend statt.

Verkehr

Willingen liegt an der Uplandbahn, die von Korbach nach Brilon-Wald führt, an der B 251, die Kassel mit Brilon verbindet, und am Hessischen Radfernweg R5, der von Willingen nach Wanfried führt.