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Wilhelm Gideon

Wilhelm Gideon (* 15. November 1898 in Oldenburg; † nach 1975) war deutscher SS-Obersturmführer und Kommandant des Konzentrationslagers Groß-Rosen.

Werdegang

Gideon begann nach seiner Schulzeit eine Ausbildung zum Maschinenbauingenieur, die er jedoch nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges abbrach, um sich als Freiwilliger zum Militärdienst zu melden.

Nach der „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten trat Gideon 1933 der SS und 1937 der NSDAP bei. Gideon, mittlerweile Verwaltungsfachmann, übernahm ab 1934 zunächst ehrenamtlich die Verwaltung der 9. SS-Reiterstandarte in Oldenburg und ab März 1939 hauptberuflich die Verwaltung der 88. SS-Standarte in Bremen. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges kam Gideon als SS-Untersturmführer der Reserve der SS-Totenkopfdivision zum Fronteinsatz und wurde Anfang Januar 1942 bei Demjansk verwundet.

Nach einem Lazarettaufenthalt wurde Gideon Ende Januar 1942 der Inspektion der Konzentrationslager zugeteilt und von dort ab Mitte Februar 1942 als Verwaltungsleiter im KZ Neuengamme eingesetzt. Durch Oswald Pohl wurde Gideon als Lagerkommandant ab Mitte September 1942 im KZ Groß-Rosen eingesetzt und löste auf diesem Posten Arthur Rödl ab. Als Verwaltungsfachmann in dieser Position bildete Gideon eine absolute Ausnahme und zeigte sich während seiner Kommandantur der Aufgabe nicht gewachsen. Er trat im Lager kaum in Erscheinung, war häufig betrunken und galt bei seinen Untergebenen als nicht durchsetzungsfähig. Aus diesen Gründen wurde er Mitte Oktober 1943 von Johannes Hassebroek als Lagerkommandant abgelöst. Anschließend wurde Gideon Verwaltungsführer des Höheren SS- und Polizeiführers in Dänemark und blieb in dieser Funktion bis Kriegsende. Nach Kriegsende wurde gegen Gideon, der wieder nach Oldenburg zurückkehrte, ein Ermittlungsverfahren in Hannover 1962 eingestellt.

Literatur

Personendaten
Gideon, Wilhelm
KZ Kommandant
15. November 1898
Oldenburg
nach 1975