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Nationaler Sicherheitsrat der Vereinigten Staaten

Der Nationale Sicherheitsrat der Vereinigten Staaten (amtl. United States National Security Council) ist ein über die äußere Sicherheit beratendes Gremium der Vereinigten Staaten. Der Rat, dem der Präsident vorsitzt, spielt für die Ausarbeitung und Umsetzung der amerikanische Außenpolitik eine herausragende Rolle und tagt regelmäßig im Weißen Haus in Washington, D.C.. Chefberater des Gremiums, wie auch ständig des Präsidenten, ist der Nationale Sicherheitsberater.

Geschichte

Der erste nationale Sicherheitsrat wurde im Juli 1947 unter Präsident Harry S. Truman durch den National Security Act geschaffen, wobei damals mit Alben W. Barkley der US-Vizepräsident den Vorsitz innehatte.

Schon wenig später hatte eine der ersten Analysen der Weltlage eine durchschlagende Wirkung: Im Memorandum Nr. 68 (besser bekannt als NSC 68) hatte der Nationale Sicherheitsrat am 14. April 1950 dem Präsidenten empfohlen, die Ausgaben für das Militär massiv zu erhöhen, um den weltweiten Einfluss des Kommunismus einzudämmen (sog. Containment-Politik). Nach längerem Zögern stimmte Truman den Empfehlungen nach Beginn des Koreakrieges zu. Die NSC 68 war eine der wenigen Anweisungen des Nationalen Sicherheitsrates, die bisher öffentlich bekannt sind. Meist wirkt das Gremium eher im Hintergrund.

Der Nationale Sicherheitsrat besteht im Normalfall aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten, dem Außen- und dem Verteidigungsminister, dem Finanzminister, dem Nationalen Sicherheitsberater, dem Direktor der Nationalen Geheimdienste und dem Vorsitzenden der Joint Chiefs of Staff. Bei Bedarf werden weitere leitende hochrangige Beamte hinzugezogen.

Literatur

 Commons: Nationaler Sicherheitsrat der Vereinigten Staaten – Bilder, Videos und Audiodateien