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Colima (Vulkan)

Colima

Der Colima-Vulkan vom Landsat-Satelliten aus gesehen.

Höhe 4.330 m
Lage Jalisco, Mexiko
Geographische Lage 19° 30′ 44″ N, 103° 37′ 2″ WKoordinaten: 19° 30′ 44″ N, 103° 37′ 2″ W
DEC
Typ Schichtvulkan

Der Colima ist der aktivste Vulkan Mexikos. Seit 1576 brach er mehr als 40-mal aus. Er liegt nicht, wie sein Name vermuten lässt, im Bundesstaat Colima, sondern an der Grenze des Nachbarstaates Jalisco.

Der Colima besteht aus zwei Erhebungen: dem älteren und inaktiven Nevado de Colima (4.330 m) und dem jüngeren und sehr aktiven Volcán de Colima (3.860 m), welcher etwas südlicher liegt und auch als Volcán de Fuego de Colima bekannt ist. Colima wird von den UN zu den 16 gefährlichsten Vulkanen der Welt gezählt.

Dem Vulkan kann man sich weitgehend sicher vom Nevado-de-Colima-Nationalpark aus nähern.

Inhaltsverzeichnis

Geologische Geschichte

Colima hat eine fünf Millionen Jahre alte Geschichte von vulkanischer Aktivität. In der späten Zeit des Pleistozäns fand ein riesiger Bergrutsch statt, der ca. 25 km³ an Geröll bis zu 120 km bewegte und den Pazifischen Ozean erreichte. Ein Gebiet von etwa 2.200 km² wurde von dem Geröll bedeckt. Massive Ereignisse dieser Art scheinen alle paar Jahrtausende stattzufinden.

Der derzeitige aktive Kegel liegt in einer großen Caldera, die wahrscheinlich aus einer Kombination von Bergrutschen und großen Eruptionen gebildet wurde. Etwa 300.000 Menschen leben in einem Radius von 40 km um den Vulkan.

Aktuelle Situation

In den letzten Jahren mussten die umliegenden Dörfer oft aufgrund vulkanischer Aktivität evakuiert werden. Bei der bislang heftigsten Eruption 1913 ging noch in Guadalajara, 120 km entfernt, Asche nieder. Ende der 1990er Jahre wurden beide Kegel mit Messinstrumenten verkabelt. Der Ausbruch am 23. Mai 2005 war der heftigste seit 1991. Am 4. Juni 2005 fand ein weiterer Ausbruch statt, der Asche bis in eine Höhe von 9 km in die Atmosphäre schleuderte. Es war damit der stärkste Ausbruch der letzten zwei Jahrzehnte. Daraufhin wurde eine Sperrzone von 7,5 km errichtet und die 300.000 Bewohner in der Umgebung auf eine mögliche Evakuierung vorbereitet.

Quellen