Heim

Forkhead-Box

Die Forkhead-Box, Abkürzung FOX, ist ein charakteristischer DNA-Abschnitt, der in vielen Genen auftritt. Alle Gene, die diese Nukleotidsequenz enthalten, werden zu der Familie der Forkhead-Box-Gene gerechnet.[1] Die Forkhead-Box-Gene sind eine Untergruppe der Helix-Turn-Helix-Motive.

Die aus der Forkhead-Box codierten Proteine, die FOX-Proteine, sind wichtige Transkriptionsfaktoren.

Inhaltsverzeichnis

Historie

Das erste Protein aus der FOX-Familie das entdeckt wurde, war der Forkhead-Transkriptionsfaktor in einer Taufliege Drosophila. Von der gabelförmigen (engl. Fork = „Gabel“) Veränderung des Kopfes (engl. Head = „Kopf“) der Taufliege, die entsteht, wenn Mutationen an den Forkhead-Box-Genen stattfinden, leitet sich auch der Name der Forkhead-Box ab.

Seitdem wurde eine große Anzahl von Forkhead-Box-Genen speziell in Wirbeltieren entdeckt. Ursprünglich wurden dafür sehr unterschiedliche Bezeichnungen vergeben, wie beispielsweise HFH, FREAC und fkh. Im Jahr 2000 wurde dann eine einheitliche Nomenklatur vereinbart, in welcher die Fox-Proteine in Unterklassen von FOXA bis FOXR eingeteilt wurden.[2]

Bedeutung

Die FOX-Gene haben viele verschiedene Aufgaben in unterschiedlichsten Organismen. Ähnlich der Homöobox sind sie wichtig für die Genregulation bei Eukaryonten. Die aus der Forkhead-Box codierten Proteine (=Transkriptionsfaktoren) heften sich an die DNA und regulieren so die Zielgene. Sie beeinflussen dabei so wichtige Funktionen wie die Proliferation, die Differenzierung und Zelllebensdauer. Viele FOX-Proteine spielen in der embryonalen Entwicklung eine wichtige Rolle.

Die wichtigste Eigenschaft von FOX-Proteinen ist die Forkhead-Box, eine Peptidsequenz von 80 bis 100 Aminosäuren, die ein Sequenzmotiv darstellen, das an die DNA bindet.

Bisher bekannte Forkhead-Box-Gene

Einzelnachweise

  1. S. Haesler, Also sprach der Zebrafink. In: Gehirn&Geist, 12/2006, S.52-7.
  2. K. H. Kaestner u.a.,Unified nomenclature for the winged helix/forkhead transcription factors." In: Genes and Development, 14/2000, S.142-6. PMID 10702024

Literatur