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Lawrence von Arabien (Film)

Filmdaten
Deutscher Titel: Lawrence von Arabien
Originaltitel: Lawrence of Arabia
Produktionsland: UK
Erscheinungsjahr: 1962
Länge (PAL-DVD): 218 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: David Lean
Drehbuch: Robert Bolt, Michael Wilson nach dem Buch Die sieben Säulen der Weisheit von T. E. Lawrence
Produktion: Sam Spiegel/Columbia
Musik: Maurice Jarre
Kamera: Freddie Young
Schnitt: Anne V. Coates
Besetzung

Lawrence von Arabien ist ein Film des Regisseurs David Lean und Produzenten Sam Spiegel aus dem Jahr 1962, der sich an den autobiografischen Kriegsbericht Die sieben Säulen der Weisheit von Thomas Edward Lawrence anlehnt. Das bildmächtige Wüstenepos machte die Hauptdarsteller Peter O’Toole und Omar Sharif international bekannt und erhielt 1963 sieben Oscars.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Im Ersten Weltkrieg wird der bislang in Kairo tätige britische Offizier Thomas Edward Lawrence für drei Monate auf die arabische Halbinsel entsandt, um die Entwicklungen um den arabischen Führer Prinz Faisal zu beobachten. Der wenig soldatisch auftretende Lawrence macht sich mit einem Führer auf den Weg, wobei er versucht, sich der Lebensweise des Beduinen anzupassen. An einem Brunnen kommt es zu einem Zusammenstoß mit einem Reiter, der Lawrence' Führer erschießt.

Lawrence findet sich jedoch zum Erstaunen der Beduinen allein zurecht und erreicht das Lager. Er findet die Armee Faisals als unorganisierten Haufen vor, der den Möglichkeiten der modernen Kriegsführung überfordert gegenübersteht. Hier lernt er den fremden Reiter als den mächtigen Sherif Ali kennen. Er nennt den Arabern Damaskus als Ziel des Kampfes.

Lawrence bringt Sherif Ali mit 50 Mann dazu, mit ihm unter hohem Risiko die kaum durchquerbare Wüste Nefud zu überwinden und hinter die Hafenstadt Akaba zu gelangen. Dort gewinnt er mit psycholgischem Geschick die Unterstützung lokaler Stämme unter Auda zum Überraschungsangriff auf die Stadt und nimmt sie ein.

Nach dem Sieg verfällt die Disziplin der arabischen Kämpfer, die nur auf Beute aus sind und nicht an langfristige Erfolge denken. Es gelingt Lawrence jedoch, durch eine Guerillataktik weitere Erfolge gegen die Türken und deren Versorgungslinien zu erringen. Er wird zum bewunderten Anführer "El 'awrence", der nur noch Beduinenkleidung trägt, aber dem Fatalismus der Araber den Gedanken der Willensfreiheit entgegenhält. Zwei Waisenjungen schließen sich ihm als Diener an, während Ali zu seinem Kampfgefährten und Freund wird. Einen Kameraden, der beim nächtlichen Ritt durch die Wüste vom Kamel stürzt und zurückbleibt, rettet er durch seine tollkühn erscheinende Umkehr in die glühende Hitze des Tages. Später muss er diesen Kameraden als Dieb hinrichten, um eine Blutfehde zwischen den Arabern zu verhindern. Zu seinem Schrecken bemerkt er, dass er diese Tat genießt. Einer seiner Diener stirbt im Treibsand vor seinen Augen, der andere bei einem Unfall mit Dynamitpatronen.

Lawrence beginnt, sich in seiner Selbstüberschätzung für nahezu unverwundbar zu halten. Inkognito sucht er eine Stadt auf, wird dort aber von türkischen Milizen, die ihn nicht erkennen, verhaftet und misshandelt. Durch diese Demütigung fast gebrochen kehrt er nach Kairo zurück, um seine Entlassung aus dem britischen Militär zu erbitten. Als er dort erfährt, dass die britische und französische Regierung nicht beabsichtigen, den Arabern nach dem Krieg ihre Unabhängigkeit zuzubilligen, fasst er den Entschluss, mit den Arabern noch vor den Briten Damaskus einzunehmen, um so einen späteren Einfluss der Briten zu verhindern. Mit einer Gruppe angeheuerter Parias macht er sich auf den Weg. Unterwegs stößt Ali mit seinen Männern zu ihm. Gemeinsam massakrieren sie die vor ihnen und den vordringenden Briten flüchtenden Soldaten der geschlagenen türkischen Armee und erreichen Damaskus.

Die Araber sind aber zu zerstritten, um eine funktionierende Regierung zu bilden und sich dem Einfluss der Kolonialmächte zu entziehen. Am Ende stirbt Lawrence, desillusioniert nach Europa zurückgekehrt, bei einem Verkehrsunfall.

Auszeichnungen

Kritiken

Trivia

Literatur