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Karl Kellner (Okkultist)

Karl Kellner (* 1. September 1851 in Wien; † 7. Juni 1905 ebenda) war ein österreichischer Industrieller, Erfinder, Freimaurer einer „irregulären“ Richtung und Okkultist (nicht zu verwechseln mit dem deutschen Industriellen gleichen Namens).

Nach ihm ist das von ihm entdeckte Ritter-Kellner-Verfahren zur Zellulosegewinnung benannt. Er besaß mehr als achtzig Patente (z. B. für Glühlampen, Farbfotografie). Über einen Studien-Abschluss ist nichts bekannt. Er war ein begeisterter Sportler, Bergsteiger und guter Fechter.

Leben

Er heiratete 1885 Marie Delorme und hatte mit ihr vier Kinder. Auf ausgedehnten Reisen durch Europa, Amerika und Vorderasien will er seinen eigenen Angaben nach mit drei Adepten (einem Sufi, Soliman ben Aifa, und zwei hinduistischen Tantrikern, Bhima Sena Pratapa aus Lahore und Sri Mahatma Agamya Paramahamsa) sowie einer Organisation namens Hermetic Brotherhood of Light (Hermetische Bruderschaft des Lichts) in Berührung gekommen sein. Diese Begegnungen sind jedoch ohne Belege. 1885 begegnete Kellner Dr. Franz Hartmann (* 1838; † 1912), einem gelehrten Theosophen und Rosenkreuzer. 1895 begann Kellner seine Idee der Gründung einer „Academia Masonica“ mit Theodor Reuß (alias Merlin Peregrinus, * 28. Juni 1855 - † 28. Oktober 1923) unter dem Namen Orientalischer Templer-Orden zu besprechen. Ein innerer Kreis, der eigentliche O.T.O., sollte in seinem Aufbau auf die höchsten Grade der freimaurerischen Memphis und Mizraim-Riten aufgesetzt werden. Dort sollten die Lehren der Hermetic Brotherhood of Light, sowie Kellners eigene Ideen zur freimaurerischen Symbolik gelehrt werden.

Nach König soll er der Ideenlieferant des OTO-Phänomens, unter dem Ordensnamen "Renatus" gewesen sein. Seine Ernennung am 27. Dezember 1903 zum Ehren-General-Großmeister in Großbritannien und Deutschland, 33°, 90°, 96°" ist nicht sicher bewiesen.

Literatur

Personendaten
Kellner, Karl
Kellner, Carl August
deutscher Okkultist, und Industrieller
1. September 1851
Wien
7. Juni 1905
Wien