Heim

Stora Enso

Stora Enso
Unternehmensform Aktiengesellschaft
Gründung 1288 (Stora); 1872 (Enso); 1998 (Fusion)
Unternehmenssitz Helsinki
Unternehmensleitung

Jouko Karvinen (CEO)

Mitarbeiter 37.997 (Dezember 2007) [1]
Umsatz 12,37 Mrd. € (2007) [1][2]
Branche Papier und Verpackung, Forstwirtschaft
Produkte

Papier- und Pappprodukte, Holzprodukte

Website http://www.storaenso.com

Der finnisch-schwedische Konzern Stora Enso ist gemessen an der Produktionskapazität das zweitgrößte Forstunternehmen der Welt sowie einer der größten Papier- und Verpackungsmittelhersteller. Sitz der Gesellschaft ist Helsinki in Finnland.

Stora Enso erwirtschaftete im Jahr 2007 einen Umsatz von 12,37 Milliarden Euro. Das Unternehmen beschäftigt rund 38.000 Mitarbeiter in mehr als 40 Ländern auf fünf Kontinenten und verfügt über eine Produktionskapazität von 13,1 Millionen Tonnen Papier und Karton sowie 7,5 Millionen Kubikmetern Schnittholzprodukten, von denen 3,2 Millionen Kubikmeter intern weiterverarbeitet werden. Die Stora Enso-Aktien werden an den Wertpapierbörsen von Helsinki und Stockholm gehandelt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Grundstein für die Geschichte der Stora ist der Erwerb einer Kupfererz-Abbaukonzession durch den schwedischen Bischof Peter im Jahr 1288. Im selben Jahr wird die älteste noch heute bestehende Aktiengesellschaft der Welt mit dem Namen „Stora Kopparbergs Bergslags Aktiebolag“ kurz „Stora“ im schwedischen Falun gegründet. Sieben Jahrhunderte lang ist der Kupferabbau Kerngeschäft der Gesellschaft, die seit dem Jahr 1862 den Namen Stora trägt, und erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts betätigt sich die Firma zunehmend in den Bereichen Holzeinschlag und Papierproduktion. Im Jahr 1990 expandiert die Stora auf den deutschen Markt durch Übernahme des deutsch-schwedischen Feldmühle Nobel Konzerns.

Die finnische Firma Enso wurde 1872 als Sägemühle „W. Gutzeit & Co“ gegründet und trägt seit dem Jahr 1924 nach dem Industrieort Enso (heute Swetogorsk) den Namen „Enso-Gutzeit“. Im Jahr 1997 übernimmt „Enso“ die deutsche Papierfirma E. Holtzmann.

Die österreichische Holzindustrie Schweighofer entstand aus einem bis 1642 zurückreichenden Familienunternehmen. Gerald Schweighofer formte daraus in den 1990er-Jahren eines der größten Sägeunternehmen Europas. Im Oktober 1998 vereinigten sich Stora, Enso und Holzindustrie Schweighofer zur Stora Enso, wobei die Sägewerke zum Bereich Stora Enso Timber gehören. Im September 2001 übernahm Stora Enso Timber die 26 % Anteile von Holzindustrie Schweighofer.

2004 wurde die polnische Intercell Gruppe übernommen. Damit besitzt Stora Enso ein weiteres Werk für Verpackung (Kraftpapiere) in Polen. 2006 wurde von Papyrus, dem Merchant im Stora Enso Konzern, die deutsche Schneidersöhne Gruppe übernommen, womit Stora Enso zum zweitgrößten Papierhändler in Europa aufsteigt.

Produktionsstandorte

Stora Enso in Deutschland

Rund 15 Prozent der Kapazität und Umsätze des Konzerns entfallen auf die Bundesrepublik Deutschland mit einer Produktionskapazität von 2,3 Millionen Tonnen Karton und Papier(2001). Die Standorte des Konzerns verteilen sich auf

Österreich

4 der 25 Sägewerke stehen in Österreich:

Umwelt

Stora Ensos Holzeinkaufsorganisation (Division Forestproducts/Woodsupply) und ein Großteil der Werke sind nach PEFC und/oder FSC zertifiziert. Weiter wurde ein System für den Ursprungsnachweis des verwendeten Holzes eingeführt, dass auch von seinen Kunden honoriert wird (siehe z. B. den Axel Springer Verlag). In Deutschland stammen über 70 % des verwendeten Holzes aus PEFC oder FSC zertifizierter Waldwirtschaft. Die deutschen Papierfabriken verarbeiten Holz aus Deutschland und Frankreich. Zellstoff kommt in immer größerem Umfang aus den Plantagen in Lateinamerika. Hier engagiert sich StoraEnso zusammen mit den Umweltorganisation um Standards zur Zertifizierung.

Stora Enso wie auch die finnischen Unternehmen UPM-Kymmene und M-real geraten immer wieder in die Schlagzeilen, da sie als Großkunde des finnischen Staatswaldes Holz aus Wäldern beziehen, die von Umwelt-Nichtregierungsorganisationen als Urwälder eingestuft wurden, und deren Nutzung Konflikte mit dort ansässigen indigenen Völkern und der Rentierhaltung nach sich zieht. Soweit dieses Holz in Zellstoffwerken weiterverarbeitet wird, kann es seinen Weg auch in Produkte für den deutschen Markt finden.

Einzelnachweise

  1. a b Jahresbericht 2007
  2. Stora Enso meldet Zahlen für viertes Quartal und Gesamtjahr