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Versalzung

Zur Versalzung des Bodens kommt es auf natürlichem oder anthropogen beeinflusstem Wege. Der natürliche Weg ist eher selten und findet in einer Flussdelta-Depression statt. Dort steigt der Grundwasserspiegel bis in eine Höhe, in der Kapillarkräfte im Boden das Grundwasser permanent an die Oberfläche leiten. Das Wasser an der Bodenoberfläche verdunstet, wobei Salze und Mineralien zurückbleiben.

Selbiges findet bei übermäßiger Bewässerung einer Ackerfläche statt. Der Grundwasserspiegel steigt. Kapillarkräfte fördern das Wasser zur Oberfläche und es kommt zu einer ständigen Verdunstung. Da Wasser in ariden und semiariden Gebieten sofort nach dem Aufbringen auf das Feld stark verdunstet, fördert jede Bewässerung zusätzlich die Versalzung einer Fläche. Versalzung ist also meist Folge einer übermäßigen oder falschen Bewässerung von wasserintensiven Anbaupflanzen in semiariden und ariden Gebieten.

Allein in Syrien sind schon 30 bis 35 % der Anbauflächen durch Versalzung verloren gegangen. In Ägypten sind es 30 bis 40 %, in Pakistan weniger als 40 %, im Irak 50 % und in den USA 20 bis 25 %. Teilweise geht dies noch auf die Bewässerungstechnik der Sumerer in Mesopotamien zurück. Nur durch Tröpfchenbewässerung und Drainagesysteme kann dem entgegengewirkt werden. Als nur mittelfristige Gegenmaßnahme sind in der Geschichte vieler Anbaugebiete auch deutliche nachweisbare Wechsel der angebauten Pflanzenarten zu verzeichnen, zum Beispiel vom Weizen zur salzresistenteren Gerste. Auch im Reisanbau kommt es zur Versalzung. In der Trockenzeit werden die Reisfelder weiter bewässert, so dass der Salzgehalt des stehenden Wassers, in dem der Reis wächst, durch die starke Verdunstung ansteigt.

In Uferbereichen von zurückgegangenen Gewässern wie bspw. dem Aralsee oder dem Toten Meer kann es zu massiven Salzverkrustungen kommen. Es gibt Pflanzen (Halophyten), die an salzhaltige Böden angepasst sind, jedoch nicht für die Landwirtschaft genutzt werden können.

Gegenmittel

Die gebräuchlichste Methode, versalzte Flächen wieder in Gebrauch zu nehmen ist das großflächige Bewässern und Ableiten des Wassers über Drainagen, bevor die Sonne die Lösung eingetrocknet hat. Dieses "Spülen" muss meist mehrfach vorgenommen werden.

Der Versalzung kann man durch den Einsatz von Geohumus entgegenwirken. Der Schlüssel dieser Technik liegt darin Superabsorber so einzubringen, dass es weder zu einer Gelformung führt, welche das Wasser den Wurzeln verweigert, noch durch Regenwasser einfach wegspült, sondern es den Wurzeln weitestgehend und unmittelbar zugängig zu machen und auch positive Ionen durch gezielten Einsatz von Mineralien einzusetzen, die für Pflanzen wachstumsfördernd sind.