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Caldera (Krater)

Eine Caldera (spanisch: „Kessel“) ist eine kesselförmige Struktur vulkanischen Ursprungs.

Calderen entstehen entweder durch explosive Eruptionen (Sprengtrichter) oder durch den Einsturz oberflächennaher Magmakammern eines Zentralvulkans, die zuvor durch Ausbrüche entleert worden sind. Explosionscalderen und Einsturzcalderen sind oft schwer voneinander zu unterscheiden. Eine Caldera kann durch ausströmende Lava wieder gefüllt werden. Auch kann sich auf dem Boden einer Caldera erneut ein Vulkankegel bilden, wie dies beim Vesuv oder mit dem Sakura-Jima in der Aira-Caldera, Japan, geschehen ist. Calderen von Supervulkanen können riesige Ausmaße annehmen, so war die Caldera des ersten Yellowstone-Vulkanausbruchs 80 km lang und 55 km breit. Calderen füllen sich häufig mit Wasser und bilden dann einen Calderasee, in dem wiederum neue Vulkane oder Lavadome Inseln bilden können.

Zu den bedeutendsten Calderen gehören die des Teide (Teneriffa), der Tobasee (Sumatra), die Yellowstone-Caldera (USA) und die Caldera der Inselgruppe Santorin.
Die Caldera de Taburiente (La Palma), die ursprünglich namensgebend war, ist geologisch betrachtet vermutlich keine Caldera, sondern durch spätere Erosion entstanden.

Auf dem vulkanisch aktiven Jupitermond Io wurden hunderte Calderen entdeckt, deren größte einen Durchmesser von bis zu 400 km aufweisen.

Davon zu unterscheiden sind:

Inhaltsverzeichnis

Berühmte Calderen

Außerirdische Calderen

Auf verschiedenen Himmelskörpern des Sonnensystems, die einen vergangenen oder rezenten Vulkanismus aufweisen, konnten auf von Raumsonden gewonnenen Aufnahmen Caldera-Strukturen entdeckt werden, die zum Teil deutlich größer sind, als irdische Calderen.

Siehe auch

 Commons: Caldera – Bilder, Videos und Audiodateien