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Karlsruhe

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Karlsruhe (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 49° 1′ N, 8° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Stadtkreis
Höhe: 115 m ü. NN
Fläche: 173,46 km²
Einwohner: 286.861 (1. Juli 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 1654 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 76131–76229 (alt: 7500)
Vorwahl: 0721
Kfz-Kennzeichen: KA
Gemeindeschlüssel: 08 2 12 000
Stadtgliederung: 27 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Marktplatz
76133 Karlsruhe
Webpräsenz:
www.karlsruhe.de
Oberbürgermeister: Heinz Fenrich (CDU)

Karlsruhe [ˈkaʀlsˌʀuːə] ist ein Stadtkreis in Baden-Württemberg, Sitz des Regierungsbezirks Karlsruhe, der Region Mittlerer Oberrhein und des Landkreises Karlsruhe. Historisch ist Karlsruhe Haupt- und Residenzstadt des ehemaligen Landes Baden. Die Stadt wird im Norden, Osten und Süden vom Landkreis Karlsruhe und im Westen vom Rhein begrenzt, welcher hier die Grenze Baden-Württembergs mit Rheinland-Pfalz bildet. Karlsruhe ist nach Stuttgart (etwa 75 km südöstlich) und Mannheim (etwa 60 km nördlich) die drittgrößte Stadt des Landes Baden-Württemberg und hat eine Fläche von etwa 173 km². Seit 1950 ist Karlsruhe Sitz des Bundesgerichtshofs und seit 1951 des Bundesverfassungsgerichts, weshalb die Stadt den Beinamen Residenz des Rechts trägt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Zentrum des „Fächers“ ist das Schloss.

Karlsruhe liegt in der oberrheinischen Tiefebene an den kleinen Flüssen Alb und Pfinz sowie am Rhein und grenzt im Osten an die letzten Ausläufer des Schwarzwaldes und des Kraichgaus.

Die Stadt liegt im Verdichtungsraum Karlsruhe/Pforzheim, zu dem die Stadt Karlsruhe, einige Gemeinden des Landkreises Karlsruhe (vor allem die Großen Kreisstädte Bruchsal, Ettlingen, Stutensee und Rheinstetten) sowie die Stadt Pforzheim, der nordwestliche Teil des Enzkreises, die Stadt Mühlacker und die Gemeinde Niefern-Öschelbronn im nordöstlichen Enzkreis gehören.

Innerhalb der Region Mittlerer Oberrhein bildet Karlsruhe ein Oberzentrum, von denen für ganz Baden-Württemberg nach dem Landesentwicklungsplan 2002 insgesamt 14 ausgewiesen sind. Das Oberzentrum Karlsruhe übernimmt auch für die Gemeinden Dettenheim, Eggenstein-Leopoldshafen, Graben-Neudorf, Linkenheim-Hochstetten, Pfinztal, Rheinstetten, Stutensee, Walzbachtal und Weingarten (Baden) die Funktion eines Mittelbereichs. Darüber hinaus gibt es auch Verflechtungen mit Gemeinden in der Südpfalz und im Unterelsass in der Region Pamina (Palatinat, Mittlerer Oberrhein und Nord-Alsace).

Der höchste Punkt innerhalb der Stadt liegt in Grünwettersbach bei 322,7 m ü. NN.

Klima

Klimadiagramm von Karlsruhe 1961–1990

Karlsruhe ist mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,9 °C eine der wärmsten Städte Deutschlands. Die geschützte Lage im Oberrheingraben hat zur Folge, dass in Karlsruhe im Sommer oft eine drückende Schwüle herrscht. Der Winter in Karlsruhe ist mild. Im langjährigen Mittel hat Karlsruhe 17,1 Eistage pro Jahr.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Karlsruhe. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:

Eggenstein-Leopoldshafen, Stutensee, Weingarten (Baden), Pfinztal, Karlsbad, Waldbronn, Ettlingen und Rheinstetten (alle Landkreis Karlsruhe) sowie Hagenbach und Wörth am Rhein (beide Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz)

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Karlsruhe ist in 27 Stadtteile unterteilt, die sich weiter in Stadtviertel (früher zum Teil auch als Stadtbezirke bezeichnet) gliedern.

Siehe auch: Liste der Stadtteile von Karlsruhe.

Geschichte

18. Jahrhundert

Karlsruhe ist eine der letzten großen europäischen Stadtgründungen auf dem Reißbrett und zugleich Ergebnis einer weitreichenden Idee: Es ist 1715, als Karl-Wilhelm, Markgraf von Baden-Durlach, sich entschließt, die mittelalterliche Enge seiner damaligen Residenz Durlach gegen den Bau einer neuen, in Anlage und Geist offenen Stadt einzutauschen. Seine Vorstellung einer Modellstadt der Zukunft fasst er in einem historischen Dokument von weitreichender Bedeutung zusammen, dem „Privilegienbrief“.

Der Brief trägt bereits viele Zeichen eines hochmodernen Staats- und Menschenbildes. In den „Privilegien“ scheint vieles auf, was sich die europäischen Völker in den Revolutionen der Folgezeit, bis ins 20. Jahrhundert hinein, als gutes Recht eines jeden Menschen erkämpfen werden: persönliche Freiheit, wirtschaftliche Freiheiten, Gleichheit vor dem Recht, politische Mitsprache.

Und so kommen an der Wiege Karlsruhes Menschen aus Frankreich, Polen, Italien, der Schweiz und den vielen Ländern des damals noch zersplitterten Deutschlands zusammen und gründen eine Stadt, die die Werte einer europäischen Modellstadt eingangs des 18. Jahrhunderts widerspiegelt. Und es passt zu dieser Stadt, dass ihr erster Bürgermeister, Johann Sembach, aus Straßburg stammt.

Der Legende nach soll Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach einst bei einem Jagdausritt im Hardtwald bei Durlach eingeschlafen sein. Er träumte von einem prachtvollen Schloss, das sonnengleich im Zentrum seiner neuen Residenz liege, die Straßen der Stadt gleichsam die Sonnenstrahlen. Karl Wilhelm ließ sich seine Traumstadt am Reißbrett entwerfen (siehe auch: Planstadt) und gründete die nach jener Geschichte benannte Stadt Karlsruhe am 17. Juni 1715 mit der Grundsteinlegung des Karlsruher Schlosses.

Die Sonnenstrahlen kann man noch heute gut auf den Straßenkarten erkennen: Das Schloss liegt im Zentrum eines Kreises, von dem aus fächerförmig Straßen in die Stadt nach Süden und Alleen durch den Hardtwald nach Norden verlaufen. Diesem Umstand verdankt Karlsruhe seinen Spitznamen „Fächerstadt“. Es sind insgesamt 32 Straßen und Alleen. Diese Anzahl entspricht exakt der Einteilung der Kompassrose in der damaligen Zeit. Damals war die Kompassrose nicht in 360 Grad eingeteilt, sondern in 32 Striche. Ab 1717 war Karlsruhe zunächst Residenz der Markgrafen und der Markgrafschaft von Baden-Durlach und ab 1771 – nach der Wiedervereinigung mit der Markgrafschaft Baden-Baden – der gesamten Markgrafschaft Baden.

19. Jahrhundert

Von 1806 an war die Stadt die Residenz der badischen Großherzöge. 1818 wurde in Karlsruhe die badische Verfassung erlassen, die für die damalige Zeit sehr liberal war (Badischer Liberalismus). 1822 entstand in Karlsruhe das erste eigens zu diesem Zweck erbaute Parlamentsgebäude auf deutschem Boden, zu dessen Abgeordneten Friedrich Hecker gehörte, einer der Anführer der Badischen Revolution 1848/49.

1825 erfolgte die Gründung des Polytechnikums als Keimzelle der heutigen Universität Karlsruhe durch Großherzog Ludwig I. 1846 entstand im Ortsteil Durlach neben der Heidelberger eine der ersten Freiwilligen Feuerwehren.

Im Zuge der Märzrevolution floh Großherzog Leopold im Mai 1849 nach Koblenz. Bis zur Niederschlagung der Aufständischen in Rastatt durch preußische Truppen im Juli war Baden de facto eine Republik. Mit dem ersten deutschen Verwaltungsgericht und damit der in Deutschland erstmaligen Möglichkeit, verbriefte Bürgerrechte gegenüber Rechtsverstößen des Staates einzuklagen, markiert Karlsruhe 1863/64 einen Meilenstein auf dem Weg, aus Untertanen Bürger zu machen.

1862 – früher als anderswo − findet die sprichwörtliche badische Liberalität ihren Ausdruck in der bürgerlichen Gleichstellung der Juden.

Am 4. November 1876 wurde die erste Sinfonie (c-Moll, Opus 68) von Johannes Brahms in der Stadt uraufgeführt.

Am 21. Januar 1877 fuhr in Karlsruhe die erste von Pferden gezogene Straßenbahn.

Am 16. September 1893 wurde das erste deutsche Mädchengymnasium in Karlsruhe eröffnet.

20. Jahrhundert

Die zunehmende Einwohnerzahl überschritt 1901 die Grenze von 100.000, wodurch Karlsruhe zur Großstadt wurde. Im Laufe der Zeit wurden zahlreiche Nachbargemeinden eingemeindet oder eingegliedert.

Die Gemeinde Neureut konnte als letzte 1975 trotz heftigen Widerstandes der dortigen Bewohner eingemeindet werden. Der Staatsgerichtshof musste in dieser Sache entscheiden. Umgangssprachlich wird heute noch von einer „zwangsweisen“ Eingliederung oder auch „Zwangseingemeindung“ gesprochen.

Nach der Revolution 1918 war Karlsruhe bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges Hauptstadt des Freistaates Baden. Karlsruhe war Sitz des Landeskommissärbezirkes Karlsruhe. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das eroberte Elsaß mit Baden zum Gau Oberrhein vereinigt, dessen Hauptstadt Karlsruhe wurde. In der Wagner-Bürckel-Aktion wurden die Karlsruher Juden mit denen des gesamten Gaus in das Lager Gurs verschleppt.

Nach dem Krieg wurde Karlsruhe dem Bundesland Württemberg-Baden zugeschlagen, seit der Schaffung des Bundeslandes Baden-Württemberg 1952 gehört Karlsruhe diesem an.

In der Bundesrepublik Deutschland wurde Karlsruhe zur Residenz des Rechts: 1950 nahm der Bundesgerichtshof hier seine Arbeit auf. Am 28. September 1951 folgte das Bundesverfassungsgericht. Erster Präsident wurde der FDP-Politiker Hermann Höpker-Aschoff. Von 1952 bis 1972 war Karlsruhe Sitz des Regierungsbezirkes Nordbaden, seit dem 1. Januar 1973 ist es Sitz des Regierungsbezirks Karlsruhe.

1967 fand die Bundesgartenschau in Karlsruhe und damit erstmals in Baden-Württemberg statt. Zu diesem Anlass wurden Stadtgarten, Zoo und Schlosspark zum Teil erheblich umgestaltet und den Freizeitbedürfnissen der Bürger angepasst.

1969 wurde die Stadt Karlsruhe mit dem Europapreis für ihre hervorragenden Bemühungen um den europäischen Integrationsgedanken ausgezeichnet.

1972 begann die Stadt auf der Kaiserstraße Fußgängerzonen einzurichten. Der heutige Zustand einer durchgehenden Fußgängerzone von Kronen- bis Europaplatz wurde 1984 erreicht.

Am 7. April 1977 wurde Generalbundesanwalt Siegfried Buback auf dem Arbeitsweg gemeinsam mit seinem Fahrer und einem Justizbeamten von Terroristen der Rote-Armee-Fraktion ermordet.

Am 12. und 13. Januar 1980 wurde im Kongresszentrum die Bundespartei Die Grünen gegründet.

1983 wird in einer alten Nähmaschinenfabrik in der Oststadt das Gründerzentrum Technologiefabrik eingerichtet, das seitdem über 250 Unternehmen den Start und damit die Entstehung von über 5.000 Arbeitsplätzen erleichtert hat.

Deutschlands erste echten E-Mails wurden am 2. August 1984 im Rechenzentrum der Karlsruher Universität empfangen und gesendet: Der Karlsruher Internetpionier Werner Zorn beantwortete den offiziellen Willkommensgruß des US-amerikanischen CSNet, einer herstellerübergreifenden Plattform zur elektronischen Kommunikation von Wissenschaftlern.

Vom 20. bis zum 30. Juli 1989 fanden in Karlsruhe die dritten alternativen World Games statt, das ist ein internationaler Wettkampf für Sportler und Athleten, deren Sportarten nicht im olympischen Programm vertreten sind. Es nahmen 1.965 Sportler in 19 Disziplinen teil.

Am 13. Juni 1995 wurde die Baden-Airport GmbH gegründet. Diese baute im 40 km südwestlich gelegenen Söllingen einen ehemaligen kanadischen Fliegerhorst zu einem überregionalen Flughafen aus und schloss Karlsruhe so an das internationale Flugverkehrsnetz an.

21. Jahrhundert

2003 wurde im benachbarten Rheinstettener Stadtteil Forchheim die Messe Karlsruhe zur Ausrichtung nationaler und internationaler Fach- und Publikumsmessen eröffnet. Die Messe hat vier jeweils 12.500 m² große Hallen. In der als Mehrzweckhalle genutzten dm-arena finden 14.000 Besucher Platz.

Am 7. September 2005 eröffnete mit dem ECE-Einkaufscenter „Ettlinger Tor“ nach rund zweijähriger Bauzeit das größte innerstädtische Shopping-Center Süddeutschlands seine Pforten. Auf drei Ebenen sind ca. 130 Shops für Einzelhandel, Gastronomie und Service untergebracht. Die Verkaufsfläche umfasst rund 33.000 Quadratmeter. Dazu kommen noch einmal ca. 4.000 Quadratmeter für Dienstleistung und Gastronomie. Etwa vier Jahre zuvor wurde am 27. September 2001 in der ehemaligen Hauptpost am Europaplatz mit der Post Galerie das erste innerstädtische Einkaufszentrum in Karlsruhe eröffnet. Verkaufsfläche: rund 26.000 Quadratmeter in 51 Geschäften.

Einwohnerentwicklung

Für detaillierte Einwohnerzahlen siehe den Artikel Einwohnerentwicklung von Karlsruhe

1901 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Karlsruhe die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Bis 1950 verdoppelte sich diese Zahl auf rund 200.000. Bis 1975 wuchs die Bevölkerungszahl durch zahlreiche Eingemeindungen Anfang der 1970er Jahre auf 280.000. Nach einem Verlust von rund 20.000 Personen auf 260.000 Einwohner im Jahre 1987 stieg die Einwohnerzahl bis 2005 um 25.000 Personen. Am 31. Dezember 2007 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Karlsruhe nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg 288.917 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern) – historischer Höchststand. Der Ausländeranteil betrug zum Dezember 2006 15,4 %.

Die Einwohnerentwicklung ist seit längerer Zeit durch Geburtendefizite der deutschen Bewohner geprägt. Obwohl Karlsruhe anhaltende Wanderungsverluste in die umliegenden Städte und Gemeinden zu verzeichnen hatte, wurden in den letzten Jahren auch Wanderungsgewinne durch ausländische und deutsche Bürger erzielt. Die Wichtigsten Herkunftsländer sind (nach Angaben der Stadt) die Türkei (6.245), Italien (4.410), Kroatien (2.433), Serbien-Montenegro (2.268), Polen (1.736), Russland (1.523), Frankreich (1.426), China (1.363), Rumänien (1.334), Bosnien-Herzegowina (1.038) sowie Spanien (1.016) und Griechenland (807). 14.405 Ausländer (36,2 %) sind Angehörige aus einem der 27 EU-Mitgliedstaaten (Stand 1. Januar 2007).

Religionen

Christentum

1556 wurde in der Markgrafschaft Baden-Durlach die lutherische Reformation eingeführt. Da Karlsruhe den Markgrafen von Baden-Durlach gehörte, war die Stadt bei ihrer Gründung eine protestantische Stadt. Um Einwohner in die neue Stadt zu locken, schuf Karl Wilhelm von Baden-Durlach eine Liste von Anreizen. Neben finanziellen Vorteilen wurde den Neubürgern auch Religionsfreiheit gewährt, so dass schon bald die ersten Katholiken zuzogen. Karl Friedrich von Baden-Durlach erbte 1771 die Besitzungen der erloschenen Linie Baden-Baden, die katholisch geblieben war, und förderte weitsichtig dieselbe religiöse Toleranz wie der Stadtgründer Karl Wilhelm. Anfang des 19. Jahrhunderts erhielten die römisch-katholischen Christen in der Stadt eine eigene Kirche, die Kirche St. Stephan, geweiht 1814. Heute dürfte der Anteil der Katholiken und der Protestanten an der Gesamtbevölkerung etwa gleich sein.

Katholische Kirche

Die römisch-katholischen Gemeindeglieder gehören zum Stadtdekanat Karlsruhe innerhalb der Region Mittlerer Oberrhein-Pforzheim der Erzdiözese Freiburg. Der Katholikentag 1992 fand in Karlsruhe unter dem Motto „Eine neue Stadt ersteht“ statt. Messen nach traditioneller und Taizé-Liturgie werden gefeiert.

Evangelische Landeskirche

Die evangelischen Gemeindeglieder gehören, sofern sie nicht Mitglied einer evangelischen Freikirche sind, zum Kirchenbezirk Karlsruhe und Durlach (mit Ausnahme des Stadtteiles Neureut, der zum Kirchenbezirk Karlsruhe-Land gehört, der seinen Sitz in Bruchsal hat) innerhalb des Kirchenkreises Nordbaden der Evangelischen Landeskirche in Baden, die ihren Sitz in Karlsruhe hat, so dass auch der Landesbischof hier residiert.

Weitere Gruppierungen mit christlichem Bezug

In Karlsruhe gibt es auch die Alt-Katholische Gemeinde „Christi Auferstehung“ und zahlreiche freikirchliche Gemeinden, darunter den Christlichen Verein Junger Menschen (kurz CVJM), die Apostolische Gemeinschaft, die Heilsarmee, eine Adventgemeinde, eine Evangelische Täufergemeinde in Durlach, zwei Brüdergemeinden, eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Freie evangelische Gemeinde, 11 Gemeinden der Neuapostolischen Kirche, sechs Evangelisch-methodistische Kirchen, eine Evangelisch-Lutherische Gemeinde und eine Mennonitengemeinde. Von den zahlreichen charismatischen und Pfingstgemeinden sind im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden: Gospelhouse Karlsruhe, Treffpunkt Leben, Freie Christengemeinde und AGAPE-Gemeinde inkl. brasilianischer und türkischer (Köprü) Tochtergemeinde; im Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden: Johannes-Gemeinde und Hauskirchen-Netzwerk; im Netzwerk Forum Leben: Christliches Zentrum Karlsruhe (CZK), Nehemia-Initiative und Fabrik88; weiterhin gibt es das freie pfingstkirchliche Missionswerk Karlsruhe, die CITY-Gemeinde, icf karlsruhe und eine Gemeinde Gottes. Darüber hinaus finden sich unterschiedlichste fremdsprachige Gruppen, wie beispielsweise eine lateinamerikanische evangelikale Gruppe, eine Anglikanisch-Episkopalische und zwei orthodoxe Gemeinden: eine griechisch-orthodoxe und eine rumänisch-orthodoxe.

An spezielleren Gruppierungen mit christlichem Bezug gibt es u. a. die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen), die Christian Science, die Christengemeinschaft und der Zeugen Jehovas, eine „Urchristliche Gemeinde“.

Judentum

Karlsruhe ist Sitz der Israelitischen Religionsgemeinschaft Badens, einer Synagoge, eines Chabad-Rabbiners und mehrerer jüdischer Friedhöfe.

Vor der Shoa gab es eine große jüdische Gemeinde, laut der Volkszählung vom 16. Juni 1933 lebten in Karlsruhe und den heutigen Ortsteilen damals 3.358 Bürger jüdischen Glaubens. Die erste Synagoge hatte 1806 Friedrich Weinbrenner erbaut, den Nachfolgebau 1871 Josef Durm. Daneben gab es eine orthodoxe Synagoge von Gustav Ziegler und ein Gemeindehaus von Curjel & Moser. Die Synagogen wurden 1938 zerstört, bei der Wagner-Bürckel-Aktion im Sommer 1940 893 Juden aus der Stadt ins Camp de Gurs in Südfrankreich deportiert.

Das Stadtarchiv erstellte 1988 eine Gedenkliste für die fast eintausend Ermordeten. Mit Hilfe freiwilliger Paten wird sie durch Biographien zum Gedenkbuch für die Karlsruher Juden ergänzt.

1971 wurde eine neue Synagoge eingeweiht, 2006 hat die Jüdische Kultusgemeinde wieder 830 Mitglieder.

Islam

Außerdem leben in Karlsruhe zahlreiche Muslime, es gibt in der Stadt etwa sieben Moscheen und einen deutschsprachigen Muslimkreis.

Buddhismus und andere

Daneben existieren eine Bahai-Gemeinde, Zentren für Kadampa-, für Diamantweg-, für Vipassana-, und für Zen-Buddhismus, eine Städtegruppe der Rosenkreuzer und drei Freimaurerlogen, eine Städtegruppe von Eckankarn und ein Sathya Sai-Zentrum.

Stadtbild und Sehenswürdigkeiten

Der „Karlsruher Fächer“ vom Schlossturm aus

Als relativ junger Stadt fehlen Karlsruhe die mittelalterlichen Gässchen vieler anderer deutscher Großstädte. Die Innenstadt wurde bei der Stadtgründung 1715 geplant angelegt. Im Zentrum steht der Turm des Karlsruher Schlosses im Schlossgarten. Letzterer hat die Form eines Kreises und wird von einer Straße, dem „Zirkel“ umrandet. Historisch durften weitere Gebäude erst ab dieser Grenze errichtet werden. Für die Bebauung waren strenge Richtlinien vorgegeben, insbesondere, was die Bauhöhe anging, um den Gesamteindruck der Stadt einheitlicher zu machen. Die Gebäude nahe am Schloss sind aus neuerer Zeit und gehören auf der östlichen Seite zur Universität, auf der westlichen Seite zum Bundesverfassungsgericht. Das Schwedenpalais wurde für den markgräflichen Geheimen Hofrat Georg Ernst Ludwig Preuschen 1768/70 von Johann Friedrich Weyhing (1716–1781) erbaut.

Der „Karlsruher Fächer“ aus der Luft.

Außerhalb des Zirkels laufen 32 Straßen geradewegs vom Schlossturm weg wie die Strahlen der durch das Schloss verkörperten Sonne. Diese Anzahl entspricht exakt der Kompassrose der damaligen Zeit. Damals war die Kompassrose nicht in 360 Grad eingeteilt, sondern in 32 Striche. Schon die Erstbebauung konzentrierte sich auf die Südseite des Schlosses, so dass die Innenstadt weniger der Sonne denn einem nach Süden geöffneten Fächer ähnelt. Im Schloss ist heute das Badische Landesmuseum untergebracht.

Der klassizistische Architekt Friedrich Weinbrenner prägte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Stadtbild. Noch heute kann man viele seiner Werke in der Innenstadt Karlsruhes wiederfinden. Der Marktplatz mit evangelischer Stadtkirche (1807–15) und Rathaus (1821–25) an der zur „via triumphalis“ ausgebauten Nord-Süd-Mittelachse zählt zu den markantesten klassizistischen Platzanlagen in Europa (nach Kriegszerstörungen ab 1950 weitgehend rekonstruiert). Bemerkenswert ist auch die Pfarrkirche St. Stephan, die zwischen 1808 und 1814 erbaut wurde und nicht nur zu den Hauptwerken Weinbrenners zählt, sondern einen der bedeutendsten klassizistischen Kuppelbauten Süddeutschlands darstellt.

1928 wurde von der Stadt Karlsruhe ein Wettbewerb zur Bebauung des stadteigenen südlichen Teils des Dammerstock-Geländes bei Rüppurr ausgeschrieben, mit der Vorgabe, das Baugelände bis Mitte des Jahres 1929 zu bebauen. Den ersten Preis erhielt der Entwurf von Walter Gropius, der kurz zuvor die Leitung des Bauhauses aufgegeben hatte. Der Plan sah eine Bebauung in Zeilenbauweise vor, um das Tageslicht für alle Bewohner gleich gut nutzen zu können. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise 1929 wurde allerdings nur der erste Bauabschnitt mit 228 Wohnungen fertiggestellt. Dennoch ist die Siedlung eines der wichtigsten Zeugnisse für die Kunst des „Neuen Bauens“ in Deutschland.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden zunächst viele Baulücken mit Betonzweckbauten aufgefüllt. Im Allgemeinen kann man sagen, dass sich das Stadtbild Karlsruhes schon vor, aber vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg stark gewandelt hat. Dem Zeitgeist entsprechend wurden in den 1970er Jahren die meisten der kleinen Häuschen des „Dörfle“, des 1812 eingemeindeten Klein-Karlsruhes, eingerissen und durch großflächige Betonbauten ersetzt. Die Kriegsstraße wurde zu einer mehrspurigen Schnellstraße durch das Stadtzentrum ausgebaut, die Kaiserstraße dagegen in den 1980er Jahren Stück für Stück zur Fußgängerzone erklärt. Nach dem Abzug amerikanischer und französischer Truppenteile in den 1990er Jahren, war die Stadtgestaltung durch die Nutzung von Brach- und Konversionsflächen geprägt. Innenstadtnahe neue Wohngebiete konnten geschaffen werden, wie die Südoststadt auf der Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs und die Nordstadt auf dem Gelände der ehemaligen Amerikanersiedlung. In der Südweststadt sind auf dem Gelände der ehemaligen Waffenfabrik unter anderem ein Großkinokomplex, der Neubau der Agentur für Arbeit, die Bundesanwaltschaft und in der Waffenfabrik selbst das ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie) und die HfG (Hochschule für Gestaltung) untergebracht worden. Mit Eröffnung eines großen, überdachten Einkaufszentrums am Ettlinger Tor im Herbst 2005 wurde der bis dahin fast ausschließlich auf die Kaiserstraße konzentrierte Einkaufsbereich nach Süden erweitert, mit über 130 Ladengeschäften ist das Einkaufszentrum das größte innerstädtische Einkaufszentrum in Süddeutschland.

Eine ausführliche Liste der Sehenswürdigkeiten von Karlsruhe findet sich im Artikel Sehenswürdigkeiten in Karlsruhe.

Politik

(Ober-)Bürgermeister

Nach Gründung des Schlosses 1715 entstand nahe dabei auch eine Siedlung, in welcher ab 1718 ein Bürgermeister eingesetzt wurde. Ab 1812 erhielten die Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister. Amtierender Oberbürgermeister ist seit 1998 Heinz Fenrich (CDU). Am 2. Juli 2006 wurde Fenrich für weitere acht Jahre gewählt. Insgesamt sieben Kandidaten standen zur Wahl.

Darüber hinaus gibt es vier weitere Bürgermeister:

Das 2003 abgeschaffte sechste Dezernat wird nach Beschluss des Gemeinderates vom Dezember 2007 am 1. Oktober 2008 wieder eingerichtet.


Siehe auch: Liste der früheren (Ober-)Bürgermeister.

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Karlsruhe setzt sich seit der letzten Wahl am 13. Juni 2004 wie folgt zusammen:

Partei Prozent Sitze
CDU 37,2 19
SPD 23,8 12
Grüne 16,6 8
FDP/ Aufbruch 9,6 4
KAL 7,1 3
BüKa/ödp 3,0 1 *)
Die Linke 2,6 1
Gesamt 48

*) mittlerweile Mitglied der Fraktion der KAL

Wappen

Das Wappen der Stadt Karlsruhe zeigt auf rotem Grund einen beiderseits silbern eingefassten goldenen Schrägbalken, auf dem das Wort „FIDELITAS“ in schwarzen lateinischen Großbuchstaben steht. Die Stadtflagge ist Rot-Gelb-Rot.

Das Wappen ist farblich eine Umkehrung des Badischen Staatswappens, das einen gelben Schild mit einem roten Schrägbalken zeigt. Der Stadtgründer Karl Wilhelm von Baden hatte das Wappen so vorgeschlagen und empfohlen, den Wahlspruch des am Tag der Stadtgründung gestifteten Hausordens „Fidelitas“ (Treue) aufzunehmen. Doch wurde dieser Wahlspruch erst ab 1733 im Siegel der Stadt verwendet. Die vom Markgraf vorgeschlagene Farbgebung ist erst seit 1887 im Gebrauch, zuvor verwendete man die Farbgebung des Staatswappens.

Städtepartnerschaften

Karlsruhe unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

Nancy, Frankreich, seit 1955
Nottingham, Vereinigtes Königreich, seit 1969
Halle (Saale), Deutschland, seit 1987
Timişoara, Rumänien, seit 1997
Krasnodar, Russische Föderation, seit 1998

Wirtschaft und Infrastruktur

In Karlsruhe befindet sich die Staatliche Münze Karlsruhe, eine der fünf staatlichen Münzprägestätten, in denen die deutschen Euromünzen geprägt werden. Münzen, die in Karlsruhe geprägt sind, tragen den Herkunftsbuchstaben „G“. Die Karlsruher Münze wurde bereits 1827 gegründet.

Verkehr

Fernstraßen

Durch das östliche Stadtgebiet führt als Nord-Süd-Achse die A 5 (AlsfeldBasel). Ferner ist Karlsruhe nach Osten durch die A 8 (SaarbrückenRosenheim) angebunden, die hier als Abzweig der A 5 beginnt. Auf der anderen Seite des Rheins verläuft die A 65 gen Norden nach Ludwigshafen und die französische A 35 Richtung Südwest nach Straßburg (mit Abzweig nach Paris und Basel).

Mehrere Bundesstraßen durchqueren das Stadtgebiet, darunter die B 3, die von Heidelberg nach Freiburg verläuft, die B 10 von Landau nach Stuttgart und die B 36 von Mannheim nach Lahr. Wichtig ist zudem die Südtangente, die an der A 5 als einfache Kreisstraße beginnt, später zur B 10 und jenseits des Rheins zur A 65 wird.

Aktuell in der Diskussion und teilweise schon im Bau befinden sich die Nordtangente und eine zweite Rheinbrücke.

Eisenbahn

Karlsruhe ist auch ein wichtiger Bahnknotenpunkt. Es liegt zum einen an der Rheintalbahn von Mannheim nach Basel, einer der verkehrsreichsten Eisenbahnstrecken Deutschlands. Zum anderen führen Strecken nach Stuttgart und Neustadt. Die Fernzüge halten in Karlsruhe am Hauptbahnhof.

Seit dem Sommer 2007 verkehrt der TGV vom Stuttgarter Hauptbahnhof kommend über Karlsruhe und Strasbourg nach Paris (→ LGV Est européenne). Bis zum 9. Dezember 2007 war Karlsruhe neben Stuttgart der einzige TGV-Halt in Deutschland. Seit dem Fahrplanwechsel gibt es täglich eine TGV-Zugverbindung, die von München abfährt.

Die regionalen Eisenbahnstrecken werden überwiegend von der Stadtbahn bedient (siehe Abschnitt „ÖPNV“).

Entscheidend für die weitere Zukunft von Karlsruhe als Eisenbahnknoten ist die Entwicklung verschiedener internationaler Bahnprojekte. So wird momentan die Rheintalstrecke bis Basel als nördlicher Hauptzubringer des künftigen Gotthard-Basistunnels vierspurig ausgebaut. Des Weiteren liegt Karlsruhe am Südast der „Magistrale für Europa“ von Paris nach Bratislava, die in den nächsten Jahren zu einer Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke ausgebaut werden soll.

ÖPNV

Der öffentliche Personennahverkehr in Karlsruhe ist sehr gut ausgebaut. Die Innenstadt lässt sich aus den meisten Stadtteilen mit einer der sieben Straßenbahnlinien erreichen, in den Randbezirken wird das Angebot mit Bussen abgerundet. Ins Umland führen drei Stadtbahnlinien, acht weitere Zweisystem-Stadtbahnlinien wechseln über Verbindungsstrecken auf das Schienennetz der Deutschen Bahn AG (DB) und fahren dort als Eisenbahn weit in die Region (→ Stadtbahn Karlsruhe). Durch diese hier erfundenen „Tram-Trains“ stiegen in den letzten Jahren die Fahrgastzahlen im Schienennahverkehr in der Region Karlsruhe deutlich an, was zum einen das Interesse anderer Verkehrsbetriebe am „Karlsruher Modell“ weckte, zum anderen jedoch zu Kapazitätsengpässen in der Innenstadt führte. So stiegen beispielsweise die Fahrgastzahlen an der Strecke Karlsruhe-Bretten nach Inbetriebnahme der Stadtbahn um 560 %. Die Stadt beabsichtigt, die Lage durch einen Stadtbahntunnel unter der Kaiserstraße zu entspannen und konnte 2002 im zweiten Anlauf die Mehrheit der Bevölkerung dafür hinter sich bringen. Das Projekt wird in der Stadt aber immer noch diskutiert. Die innerstädtischen Straßenbahn- und Buslinien sowie die Stadtbahnlinie S 2 werden von den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) betrieben. Die meisten Stadtbahnlinien ins Umland fahren für die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG). Die S3 nach Germersheim über Heidelberg und Mannheim wird von der DB Regio betrieben.

Alle öffentlichen Verkehrsmittel können zu einheitlichen Tarifen des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) benutzt werden.

Aus touristischer Sicht erwähnenswert sind außerdem die Schlossgartenbahn Karlsruhe, die im Sommerhalbjahr an Sonn- und Feiertagen einen Rundkurs im Schlosspark befährt, und die Turmbergbahn am Durlacher Turmberg, einem Aussichtspunkt.

Fahrrad

Die Bedingungen zum Radfahren sind im flachen Karlsruher Umland mit seinen geraden Straßen optimal. So verwundert es nicht, dass es mit Karl Drais ein Karlsruher war, der mit seiner Laufmaschine den Vorläufer des heutigen Fahrrads erfunden hat. In der Fußgängerzone ist es während der Ladenöffungszeiten jedoch untersagt Fahrräder zu benutzen. Zuwiderhandlungen werden mit einer Verwarnung geahndet.

Aktuell hat die Stadtverwaltung sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, Karlsruhe deutlich fahrradfreundlicher und in dieser Hinsicht zum „Münster Süddeutschlands“ zu machen.

Schifffahrt

Mit den Rheinhäfen Karlsruhe hat die Stadt – nach Mannheim – den wichtigsten Binnenhafen in Baden-Württemberg. Der Hafen ist der fünftgrößte Deutschlands und über den Rhein der südlichste schleusenfreie Zugang zur Nordsee und wurde 1901 eröffnet. Ihm folgten später großflächige Industrieansiedlungen (Zellstoffwerk und Ölraffinerie) in der hochwasserfreien Altaue und nach mehreren Hafenausbauten auch ein eigener Ölhafen im Nordwesten der Stadt. Der Umschlag im Rheinhafen betrug 2006 7,1 Millionen Tonnen. Von hier aus startet das Ausflugsschiff MS Karlsruhe zu Touren nach Straßburg, Speyer und anderen Rundfahrten. Die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) hat ihren Hauptsitz in Karlsruhe.

Flugverkehr

Karlsruhe liegt zwischen drei internationalen Flughäfen: Dem Flughafen Frankfurt am Main in circa 135 Kilometern Entfernung, dem Flughafen Stuttgart (etwa 80 km) und dem Flughafen Straßburg (etwa 85 km). Seit Ende 1996 hat Karlsruhe mit dem auch als Baden-Airport bezeichneten Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden in Rheinmünster-Söllingen/Hügelsheim (etwa 45 km) jedoch auch einen „eigenen“ Regionalflughafen. Insbesondere seit Ryanair im Jahr 2003 die ersten Linienflüge einrichtete, stiegen dessen Bekanntheitsgrad und die Passagierzahlen rapide. Bereits 2004 war der Baden-Airport nach dem Passagieraufkommen gerechnet, der zweitgrößte Flughafen in Baden-Württemberg. 2006 wurden über 800.000 Fluggäste abgefertigt.

Der „Karlsruher“ Flugplatz im benachbarten Rheinstettener Ortsteil Forchheim (ca. 8 km südlich von Karlsruhe) wurde bis zum Bau der Messe Karlsruhe als Verkehrslandeplatz genutzt. Seit Anfang 2003 hat der Flugplatz allerdings nur noch eine Zulassung als Segelfluggelände. Der Geschäfts- und Tourismus-Flugverkehr wurde zum Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden verlagert. Um einer weiteren Expansion der Messe bzw. der Nutzung der Flächen des ehemaligen Verkehrslandeplatzes als Gewerbegebiet nicht im Wege zu stehen, wurde das Flugsportgelände verlegt: Am 25. September 2004 wurde das neue „Segelfluggelände Rheinstetten“ eröffnet, etwa 500 Meter östlich des bisherigen Flugplatzes.

Karlsruhe ist Sitz einer VOR-Station sowie eines Kontrollzentrums der Deutschen Flugsicherung (DFS).

Ortsansässige Unternehmen

Mit dem dm Drogeriemarkt hat ein in der Fläche in Deutschland stark vertretenes Unternehmen seine Zentrale in Karlsruhe. Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, ein international agierender Energiekonzern, hat in Karlsruhe ihren Hauptsitz und betreibt hier das Rheinhafen-Dampfkraftwerk. Die MiRO Mineraloelraffinerie in Knielingen ist die größte Ölraffinerie in Deutschland. Die Stadtwerke Karlsruhe sind ein großer Anbieter bei der örtlichen Strom- Wasser- und Fernwärmeversorgung und betreiben das Heizkraftwerk West in Mühlburg. Die Siemens AG unterhält in Karlsruhe einen ihrer größten und ältesten Standorte in Deutschland. Weitere bedeutende Arbeitgeber stammen aus der IT-Branche, dem Banken- und Versicherungswesen und der Pharmaindustrie.

Siehe auch: Kategorie: Unternehmen (Karlsruhe)

Gewerbezentren

Hervorgegangen aus dem Standort der Siemens AG wurde 1997 der Siemens Industriepark Karlsruhe gegründet. Das Flächenangebot richtet sich insbesondere an Unternehmen der Hightech- und Dienstleistungsbranche. In der Karlsruher Oststadt bestehen das Gründerzentrum Technologiefabrik in einer ehemaligen Nähmaschinenfabrik sowie der neu errichtete Technologiepark. Hier wird zahlreichen Unternehmensneugründungen (häufig Spin-offs der Universität) eine erste Heimat geboten.

Messegelände

Südlich von Karlsruhe, in Rheinstetten, direkt an der B 36, eröffnete im November 2003 die Karlsruher Messe- und Kongress- GmbH ihr neues Messegelände – die Messe Karlsruhe. In den vier jeweils 12.500 m² großen Hallen können Ausstellungen, Messen und sonstige Veranstaltungen durchgeführt werden. In der dm-arena können Veranstaltungen mit bis zu 14.000 Besuchern stattfinden. Die Bruttoausstellungsfläche beträgt ca. 52.000 m².

Medien

Radio: In der Kriegsstraße befindet sich das Studio Karlsruhe des Südwestrundfunks (SWR). Von hier wird das Regionalprogramm Badenradio bei SWR4 Baden-Württemberg ausgestrahlt. Zudem befindet sich in der Kriegsstraße 130 das Studio Karlsruhe des Radiosenders Radio RPR (Rheinland-Pfälzischer Rundfunk), das redaktionell für den nordbadischen und südpfälzer Raum zuständig ist. Als privater lokaler Anbieter sendet Die neue Welle (bis 31. Dezember 2006 Hit1 – das Reporterradio), das von der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) noch als Hitradio RTL die Lizenz bekommen hatte. Mitte 2003 zog sich RTL jedoch zurück. Ursprünglich war der Sender Die Welle Lizenzinhaber. Abgesehen von den kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Stationen gibt es noch ein Freies Radio, den Querfunk, der nachmittags, in den Abendstunden und am Wochenende sein Programm sendet. Vormittags und in den frühen Abendstunden wechseln sich auf der Frequenz UKW 104,8 MHz das LernRadio der Hochschule für Musik Karlsruhe und der Querfunk ab.

TV: Ebenfalls in der Kriegsstraße befindet sich ein Fernsehstudio des SWR, z. B. für Schaltungen in der Tagesschau über Entscheidungen der hiesigen obersten Gerichte. In Karlsruhe gibt es auch noch die privaten Fernsehsender BW Family.tv (seit Februar 2006) und R.TV – das Regionale (seit September 2003), davor existierte einige Jahre bis zur Insolvenz der regionale Privatsender B.TV Baden.

Zeitung: Als Tageszeitung erscheinen in Karlsruhe die Badische Neueste Nachrichten (BNN), eine Zeitung mit mehreren Lokalausgaben im mittelbadischen Raum. Des Weiteren gibt es einige kostenlose Wochenzeitungen: Die BNN geben auch die Sonntagszeitung Der Sonntag heraus und sind am Karlsruher Kurier beteiligt, dem die Stadtzeitung beiliegt, das Amtsblatt der Stadt Karlsruhe, das online auch über die Startseite der Stadt erreichbar ist. Mittwochs wird das „Wochenblatt“ in der Stadt und Region in insgesamt vier verschiedenen Ausgaben verteilt, sonntags erscheint außerdem Boulevard Baden.

Stadtmagazin: Neben den Zeitungen gibt es verschiedene kostenlose Stadtmagazine wie Klappe auf, INKA Stadtmagazin oder FRIZZ Das Magazin. Diese sind monatlich in vielen Auslageorten der Stadt Karlsruhe zu finden und beinhalten Veranstaltungshinweise sowie lokale Themen aller Art.

Verschiedenes: Das vom gemeinnützigen Verein Stadtjugendausschuss e. V. betriebene „Internet-Café“ für Kinder und Jugendliche Info-Line am Kronenplatz 1 pflegt den Karlsruher Kinderstadtplan im Internet „ran-ans-netz“. Weitere Medien-Einrichtungen des Stadtjugendausschuss e. V. sind die Jubez-Medienwerkstatt sowie die „Computerschule + Medienwerkstatt JAZ“. Karlsruhe ist auch einer der beiden Standorte des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg, das dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg untersteht (der andere Standort ist Stuttgart).

Internet: Da die BNN lange Zeit über kein Online-Angebot verfügte, konnte sich unabhängig von diesen die nur online erscheinende „Tageszeitung“ ka-news.de etablieren. Diese erscheint seit dem Jahr 2000 und ist damit eine der ersten, regionalen Online-Tageszeitungen in Deutschland überhaupt. Neben lokalen Nachrichten gibt es dort auch das Kinoprogramm, einen Veranstaltungskalender sowie mehrere Webcams. Das Stadtwiki Karlsruhe ist das größte Stadtwiki der Welt.

Gerichte

Altes Gebäude des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) in Karlsruhe
Hauptsitz des Bundesgerichtshofes im Erbgroßherzoglichen Palais, Karlsruhe

Mit dem Bundesverfassungsgericht und dem Bundesgerichtshof ist Karlsruhe Sitz der beiden bedeutendsten deutschen Gerichte. Erwähnenswert ist auch der Sitz des Generalbundesanwalts in Karlsruhe, früher auf dem Gelände des Bundesgerichtshofs, seit 1999 in einem eigenen Gebäude in der Brauerstraße. Außerdem gibt es in der ordentlichen Gerichtsbarkeit noch ein Oberlandesgericht (mit Generalstaatsanwaltschaft) sowie ein Land- und zwei Amtsgerichte (Karlsruhe und Karlsruhe-Durlach). Ferner sitzen vier Außensenate des Finanzgerichts Baden-Württemberg und ein Verwaltungsgericht in Karlsruhe, außerdem auch ein Arbeitsgericht und ein Sozialgericht. Die Bundeswehr unterhält in Karlsruhe einige Kammern des Truppendienstgerichtes Süd, das seinen Hauptsitz in Ulm hat.

Die Konzentration der Judikative wird in Werbeslogans wie Residenz des Rechts oder Kulturhauptstadt 2010 – mit Recht aufgegriffen.

Behörden

Karlsruhe ist Sitz der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder und verschiedener Landesbehörden, wie der Oberfinanzdirektion Karlsruhe (mit den beiden Finanzämtern im Stadtgebiet Karlsruhe-Stadt und Karlsruhe-Durlach) und des Rechnungshofes Baden-Württemberg. Auch der Badische Gemeindeversicherungsverband, die Gemeindeprüfungsanstalt, der Landeswohlfahrtsverband Baden und der Kommunale Versorgungsverband Baden-Württemberg, Dienststellen des Innenministeriums, haben hier ihren Sitz. Weiterhin besteht eine Forstdirektion in der Stadt. Auch die Deutsche Rentenversicherung (vormals: Landesversicherungsanstalt) Baden-Württemberg und die dem Umweltministerium Baden-Württemberg unterstehende Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) haben ihren Sitz in Karlsruhe. Ferner gibt es eine Agentur für Arbeit, sowie ein Hauptzollamt.

Außerdem besteht in Karlsruhe eine Bundespolizeiinspektion zum Schutz des Bundesverfassungsgerichtes. Ebenfalls unterhält das Bundesamt für den Zivildienst eine Zivildienstschule hier.

Als Sitz des Regierungsbezirkes Karlsruhe, des Regionalverband Mittlerer Oberrhein und des Landkreises Karlsruhe (dem die Stadt selbst nicht angehört), beherbergt die Stadt auch deren Verwaltungen. Das Generallandesarchiv, das für das Gebiet des Regierungsbezirkes zuständig ist und die Bestände des alten Landes Baden beherbergt, sitzt ebenfalls in Karlsruhe.

Karlsruhe ist Sitz des Regionalbüros Mittlerer Oberrhein-Pforzheim des Erzbistums Freiburg, zu dem die Dekanate Philippsburg, Bruchsal, Bretten, Karlsruhe, Pforzheim, Ettlingen, Murgtal und Baden-Baden gehören. Auf dem evangelischen Bereich ist Karlsruhe Sitz der Evangelischen Landeskirche in Baden, welche in der Stadt auch ein Dekanat für den Kirchenbezirk „Karlsruhe und Durlach“ unterhält. Das Dekanat für den Kirchenbezirk Karlsruhe-Land befindet sich jedoch in Bruchsal.

Internet

Karlsruhe spielt in der Entwicklung des Internets in Deutschland eine wichtige Rolle. So wurden an der Universität Karlsruhe 1984 Deutschlands erste E-Mails empfangen und von 1994 bis 1998 sämtliche deutschen Domänen verwaltet. Ebenso wurde von Karlsruhe aus die erste Internet-Verbindung in die Volksrepublik China hergestellt.

Eine Karlsruher Firma betreibt Europas größtes Rechenzentrum, ca. 40 % aller deutschen Webseiten werden in Karlsruhe verwaltet. Im Umfeld der Universität sind ungefähr 2.500 Internet- und Telekommunikations-Firmen entstanden, weswegen Karlsruhe im Jahre 2003 zur „Internethauptstadt Deutschlands“ gewählt wurde.

Bildung und Forschung

Einrichtungen des tertiären Bildungsbereichs

Hochschulen

Berufsakademien

andere Schulen

Forschungszentren und Institute

Archive

Bibliotheken

Kultur

Kulturpreise

Mundart

Die Karlsruher Mundart ist eine in den letzten drei Jahrhunderten entstandene Mischung aus den Dialekten der umliegenden Bevölkerungsgruppen. Vom Süden sind alemannische Einflüsse spürbar, vom Norden und Westen fränkische und im Osten sind die schwäbischen Gebiete nicht sehr weit, welche allerdings einen geringeren Einfluss auf den Dialekt haben.

Sprachwissenschaftlich gehört Karlsruherisch zu den süd-rheinfränkischen Dialekten, umgangssprachlich wird die Mundart allgemein als Badisch oder „Brigantendeutsch“ bezeichnet.

Theater

Kino

Das größte Karlsruher Kino ist der Filmpalast am ZKM Es verfügt über zehn Kinosäle mit insgesamt fast 3000 Plätzen. Karlsruhes ältestes Kino, das Filmtheater Schauburg, zeigt neben aktuellen Blockbustern auch alternative Filme und Originalfassungen. Daneben gibt es auch noch das Kino Die Kurbel. In allen drei Kinos ist auch eine wöchentliche Sneak Preview im Angebot. Weiter gibt es das Kino Universum-City und die Kinemathek, das Kino im Prinz-Max-Palais. Auch gibt es regelmäßige, von der studentischen Kulturgruppe AFK an der Universität Karlsruhe organisierte Vorführungen.

Kleinkunst

Neben vielfältigen Kleinkunst-Veranstaltungen z. B. im Tollhaus oder im Sandkorn-Theater besitzt Karlsruhe auch eine sehr aktive Kleinkunst-Szene. Bekannte Künstler dieser Szene sind die Chanteuse Annette Postel, der Sänger und Comedian Gunzi Heil, das KomedyKabarett rastetter & wacker (Erik Rastetter und Martin Wacker), der Clown Schorsch (Georg Schweitzer), die Kabarettgruppe Die Spiegelfechter (Leitung Ole Hoffmann), der Magier und Pantomime Peter Herrmann, der Mundartdichter Harald Hurst und andere, auch überregional bekannte Namen. Mitglieder des pyramidalen KleinKunst-Vereins PKV organisieren seit den 1990er Jahren unter anderem jährliche Akrobatiktreffen und Jonglierconventions. Weltbekannt wurde Karlsruhe in der Jonglierszene jedoch durch die gelungene Durchführung der 23. europäischen Jonglierconvention (EJC, weltgrößtes Jongliertreffen) im Jahre 2000, aufgrund der perfekten Organisation gaben die Jongleure dem pyramidalen KleinKunst-Verein den Zuschlag 2008 erneut die EJC in Karlsruhe auszurichten.

Orchester und Chöre

Rock- und Popszene

Karlsruhe verfügt über eine lebendige Live-Clubszene mit zahlreichen Auftrittsmöglichkeiten. Im Jahr 2002 wurde eine übergreifende Initiative zur Popmusikförderung in Karlsruhe und der Region ins Leben gerufen. Die Stadt und die Initiative sind Partner im Regionet-Projekt der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim. Der Nachwuchsbandwettbewerb new.bands.festival wird unter verschiedenen Namen seit mehr als 25 Jahren in Kooperation mit den Veranstaltern von Das Fest durchgeführt.

Veranstaltungszentren und Live-Clubs

Museen

Zu den bekanntesten Museen gehören

Weitere Bauwerke und Museen sind im Artikel Sehenswürdigkeiten in Karlsruhe aufgeführt.

Regelmäßige Veranstaltungen

Persönlichkeiten

Die Stadt Karlsruhe hat seit 1945 folgenden Persönlichkeiten das Ehrenbürgerrecht verliehen:

Alle Ehrenbürger seit 1821: → Liste der Ehrenbürger von Karlsruhe. Zusätzlich können Persönlichkeiten in der Liste der Söhne und Töchter der Stadt Karlsruhe eingesehen werden.

Garnisonsstadt

Schon vor dem Beitritt zum Rheinbund 1806 wurden in Karlsruhe die ersten Kasernen erbaut bzw. eingerichtet und die Einquartierung für Friedenszeiten aufgehoben. 1803 wurde an der östlichen Kaiserstraße die Dragoner-Kaserne errichtet, 1804 entstand östlich des Mühlburger Tores (heutiger Europaplatz) die Infanterie-Kaserne, die 1827 fertiggestellt wurde und bereits 1899 abgerissen wurde. Ab 1818 wurde das Gottesauer Schloss zur Artilleriekaserne. Bereits 1845 wurde ein Militärhospital eingerichtet. Mit der Fertigstellung des vorderen Gebäudes in der Kaiserallee 1843 wurde die neue Grenadier-Kaserne begonnen und 1898 fertiggestellt. In der verlängerten Moltkestraße wurde 1892 die Königlich-Preußische Kadettenanstalt Karlsruhe errichtet, die 1919 an das Land übergeben wurde und heute Sitz der Oberfinanzdirektion Baden-Württembergs ist. Westlich der Kadettenanstalt wurde 1895 die Infanterie-Kaserne erbaut. In der Hertzstraße wurde 1908 die Telegraphen-Kaserne erbaut, die nach 1945 Sitz der Technischen Universität wurde, bis die alten Gebäude an der Kaiserstraße wieder aufgebaut waren. Bis 1936 gehörte Karlsruhe zur entmilitarisierten Zone, wurde danach sofort wieder Garnisonsstadt. Bereits 1937 wurden Rhein-Kaserne und die Mackensen-Kaserne neu gebaut.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges war Karlsruhe bis zum Jahre 1995 ein Truppenstandort für die amerikanischen Streitkräfte. Die Stationierung fand im Rahmen der Besatzung und später des NATO-Auftrags der United States Army statt. Die Kasernengebäude werden heute ausschließlich zivil genutzt. So wurden die Wohnblocks in Neureut renoviert, um ein Stockwerk erweitert und in Miets- bzw. Eigentumswohnungen umgewandelt. In ihr waren die "516. Sig Gp", die "29. Sig Bn", die "17. Sig Bn", und die "532. FA Obsr Bn" stationiert. Die Neureuter Kaserne war die einzige Kaserne in Karlsruhe, die von den Amerikanern nach Ende des zweiten Weltkrieges gebaut wurde. Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges und bis zum Jahre 1991 war das „135eme Régiment du Train“ in Karlsruhe stationiert und war unter anderem in der Infanterie-Kaserne untergebracht, welche in dieser Zeit durch die französische Armee in General-Pagezy-Kaserne umbenannt wurde. Ein zweiter Standort war die Grenadier-Kaserne in der Kaiserallee.

Nach Gründung der Bundeswehr bezogen am 27. Februar 1957 erste Einheiten die Karlsruher Dragoner-Kaserne. Im Rahmen der NATO übernahmen Einheiten der Bundeswehr Aufgaben der anderen NATO-Streitkräfte. So wurde am 1. April 1958 im Rheinhafen die Einheit K der US Navy Rhine River Patrol offiziell von der 791. Kompanie der Bundeswehr abgelöst. Dies war die erste Übertragene Aufgabe der US-Armee an die Bundeswehr seit der Besatzungszeit. Von der Bundeswehr wurden weitere Kasernen neu gebaut. So in der Rintheimer Querallee und in der Kirchfeldsiedlung.

Sport

Die wichtigsten Sportstätten der Stadt sind

Dazu ist Karlsruhe die Heimat zahlreicher bekannter Sportvereine:

Bedeutende, jährlich stattfindende, sportliche Ereignisse sind

Andere bedeutende Sportveranstaltungen in Karlsruhe waren und sind:

360°-Panorama vom Karlsruher Schloss
Panorama vor dem Karlsruher Schloss

Literatur

Einzelnachweise

  1. Einwohnerzahlen

Siehe auch

 Wikinews: Karlsruhe – Nachrichten
 Commons: Karlsruhe – Bilder, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Karlsruhe – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
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