Heim

Schiller (Musikprojekt)

Dieser Artikel behandelt das Musikprojekt Schiller. Für andere Bedeutungen siehe Schiller (Begriffsklärung).

Schiller ist ein Electronica-, Global-Pop- und Ambient-Projekt.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

1998 wurde Schiller in Hamburg von Christopher von Deylen und Mirko von Schlieffen als Club-orientiertes Musikprojekt ins Leben gerufen. Bereits seit dem Debütalbum „Zeitgeist“ lässt sich der Stil allerdings als sanftere melodiebetonte elektronische Musik beschreiben, die oft mit teils philosophisch angehauchten Texten von bekannten Synchronsprechern (Benjamin Völz, Franziska Pigulla, Hans Paetsch und Oliver Rohrbeck) untermalt wird.

Im Jahr 2000 nahm von Deylen eine Auszeit und reiste mit seinem Vater von London nach Peking. Die Eindrücke und Erlebnisse wurden im Album „Weltreise“ verarbeitet, das auf Platz 1 der nationalen Charts einstieg. Dazu gehörte auch das Stück Dream of You mit Peter Heppner von Wolfsheim.

Im Frühjahr 2002 zog von Deylen nach Berlin und richtete in Friedrichshain ein neues Studio ein.

Im Juli 2003 trennten sich von Deylen und von Schlieffen, seither führt von Deylen das Projekt Schiller allein weiter. Noch im selben Jahr erschien das dritte Schiller-Album, wieder mit einem sehr einfachen, aber tiefgehenden Titel „Leben“. Genau wie bei dem vorherigen Album, wirkten wieder eine Reihe Gastmusiker mit. Dazu gehörten erneut Peter Heppner von Wolfsheim, aber auch Anke Hachfeld (miLù) von Mila Mar, Kim Sanders und Alexander Veljanov von Deine Lakaien. Stargast war allerdings Sarah Brightman, die den Titel „The Smile“ besingen durfte, den sie bei einem Schiller-Konzert in der Berliner Kulturbrauerei sogar live aufführte.

Begleitet wurde das Album „Leben“ von einer zweiteiligen Tournee „Live erLeben“, der ersten Tournee seit Bestehen des Projekts. Diese Konzerte sollten deswegen etwas besonderes werden, da keine reinen Elektronik-Tracks gespielt wurden. Christopher von Deylen ließ sich von einer Band unterstützen, die jedem einzelnen Stück eine neue Note verleihen sollte. Die Band bestand aus Gary Wallis an den Drums (der auch schon als Live-Drummer für Pink Floyd spielte), Mickey Meinert an den Gitarren, Tissy Thiers am Bass und Christoph Papendieck an den Synthesizern (der auch schon als musikalischer Direktor bei Jean Michel Jarre fungierte, als dieser das große Konzert bei den Pyramiden Ägyptens gab).

Seit 2004 arbeitet von Deylen zusammen mit Harald Blüchel als "Blüchel und von Deylen". In diesem Jahr erschienen gleich zwei Alben der beiden. Das erste war "Bi Polar" - eine Symbiose aus moderner Klassik und elektronischen Klängen. Das zweite, "Mare Stellaris", erschien aufgrund einer Anfrage des deutschen Nachrichten-Magazins "Stern". Blüchel und von Deylen wurden gebeten, einen Soundtrack zu einer Dokumentation über das Weltall zu komponieren.

Im Oktober 2005 erschien das vierte Schiller-Album "Tag und Nacht". Unter anderem sind folgende Gastmusiker dabei: Kim Sanders, Jette von Roth, Moya Brennan von der irischen Band Clannad, Tarja Turunen, Gary Wallis und Thomas D - Rapper von den Fantastischen Vier. Als besonderer Gast konnte Mike Oldfield gewonnen werden, der ein Stück mit seiner Gitarre begleitet.

Monumente Publikationen, der Verlag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, veröffentlichte im November 2005 unter dem Titel "Eine Zukunft für den Michel" eine neue CD Schillers in Zusammenarbeit mit Moya Brennan. Der Reinerlös dieser CD dient der Bewahrung von Kirchen vor dem Verfall, u. a. der St.-Michaelis-Kirche in Hamburg, genannt "Hamburger Michel".

Vom 27. April 2006 bis zum 13. Mai 2006 fand die zweite Tournee mit leicht abgeänderter Besetzung statt. So wurden vor Tourbeginn Gary Wallis und Christoph Papendieck durch Ralf Gustke und Christian Kretschmar ersetzt. Als weiteres neues Mitglied stieß Cliff Hewitt an den elektronischen Drums dazu. Als Gäste waren wieder Kim Sanders und Peter Heppner dabei. Als neue Live-Gäste durften die Fans Jette von Roth und Thomas D begrüßen. Erstmals in der Geschichte von Schiller fanden Konzerte außerhalb Deutschlands statt.

Am 27. Mai 2006 gab es in Berlin, am Bebelplatz, ein ganz besonderes Schiller-Ereignis: Zum 150. Todestag Heinrich Heines trat Schiller zusammen mit dem Filmorchester Babelsberg auf. Zu diesem Anlass hatte Christopher von Deylen zwei neue Songs komponiert, zu denen Jette von Roth Texte von Heine zitierte. Fans aus ganz Deutschland reisten für dieses Event nach Berlin.

Am 1. August 2006 spielte Schiller vor 25.000 Zuschauern in Athen auf einem Open-Air-Festival zusammen mit der Band Depeche Mode. Am 14. September des gleichen Jahres folgte ein Auftritt im Fairmont Hotel in Dubai. Zu diesem Auftritt wurde Christopher von Deylen von seiner Live-Band begleitet, als Gäste waren Kim Sanders und Jette von Roth dabei.

Mitte November des Jahres 2006 erschien eine Live-DVD der "Tag und Nacht"-Tour. Die DVD hat den Titel "Tagtraum" und enthält neben einem 120-minütigen Konzertmitschnitt auch viel Zusatzmaterial, fünf neue Titel, eine Dokumentation über den Auftritt in Athen sowie diverse Musikvideos aus dem Album "Tag und Nacht".

Weitere Konzerte fanden zwischen April und Juli 2007 in Europa statt. Unter anderem in Tirana und Kiew, hier auf Einladung des Goethe-Institutes.

Am 22. Februar 2008 erschien das fünfte Studioalbum mit dem Titel "Sehnsucht", welcher bereits vor dem Entstehen desselben feststand[1]. Das Album umfasst rund 30 Tracks und hat neben Jette von Roth und Kim Sanders eine Reihe an neuen Gastkünstlern, wie Xavier Naidoo, Klaus Schulze, Ben Becker, Anna Maria Mühe, Ana Torroja (Ex-Mecano), Despina Vandi, Isis Gee und Tarja Turunen (Ex-Nightwish) und weitere Interpreten (z. B. aus der Schweiz). In Deutschland erreichte es Anfang März Platz 1 der Albumcharts.

Zusammen mit dem chinesischen Klavierspieler Lang Lang produzierte Christopher den Titel "Time For Dreams", welcher auf Lang´s neuem Album erschien. Beide performten den Titel erstmals live auf der Bregenzer Seebühne im Juni 2008.

Diskografie

Singles

Alben

Konzert-Alben

DVDs

Des Weiteren erschienen Singles und CDs in Australien, Russland, Italien, USA, England, Dänemark, Kanada, Griechenland, Polen, Ukraine, und Rumänien.

Auszeichnungen

Siehe auch