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Rick Astley

Richard Paul Astley (* 6. Februar 1966 in Warrington, Cheshire) ist ein britischer Sänger.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Aufgewachsen im Norden Englands, ist er das jüngste von vier Kindern. Seine Mutter führte ihn früh an die Musik heran und meldete ihn im Kirchenchor an. Schon in der frühen Kindheit gründete er erste Bands. Als er mit Schulfreunden die Band FBI gründete und mit ihr einige Konzerte in der Umgebung seiner Heimat gab, wuchs der Bekanntheitsgrad von Astley langsam an. Kurze Zeit später bekam er erste Angebote von Produzenten. Seine Bandkollegen unterstützten ihn in seinen Bestrebungen zu einer Solokarriere, so dass Astley FBI verließ und sich der Hitfabrik von Pete Waterman („Stock Aitken Waterman“) anschloss, die unter anderem auch Kylie Minogue und Samantha Fox zu Popstars machte.

1987 wurde seine Debütsingle Never Gonna Give You Up im typischen Euro-Disco-Sound veröffentlicht, mit der er zunächst in England und später in 15 weiteren Ländern (u. a. in den USA und Deutschland) für längere Zeit die Spitze der Charts eroberte. An diesen Erfolg knüpfte auch die zweite Single und das darauf folgende Album Whenever You Need Somebody an. In den nächsten zwölf Monaten war Astley einer der erfolgreichsten Künstler in Großbritannien und räumte bei den BPI Awards den Titel für die beste Single Never Gonna Give You Up ab und wurde in den USA für einen Grammy nominiert. Auch die weiteren Single-Auskopplungen aus dem Album erreichten mindestens Top-Ten-Platzierungen in vielen Ländern.

Astleys zweites Album Hold Me In Your Arms erschien 1989 und knüpfte nahtlos an die ersten Hits an. 1989/90 führte ihn seine erste Welttournee durch Europa, die USA, Asien und Australien. Nachdem er sich von Waterman getrennt hatte, brachte er 1991 sein drittes, künstlerisch etwas ambitionierteres Album Free auf den Markt, bei dem unter anderem Elton John, Michael McDonald und Climie Fisher mitwirkten. Mit der LP und auch den Single-Auskopplungen konnte er noch mal einige Erfolge in England, den USA und einigen europäischen Ländern verbuchen. Doch an die Erfolge der ersten Platten konnte er nicht mehr anknüpfen.

Als 1993 Ricks Album Body And Soul, an dem wieder bekannte Kollegen, wie Lisa Stansfield oder erneut Climie Fisher mitarbeiteten, erschien, hatten sich seine Prioritäten bereits ein wenig verschoben. Seine Frau und er bekamen eine Tochter. Die Musik mit dem Tourstress und den Arbeiten im Studio rückte er mehr in den Hintergrund. Das Album verkaufte sich schlecht, so dass sich auch die seriöse Musik-Presse, die nie besonders viel für Astleys Musik übrig hatte, bestätigt fühlte. Astley zog sich zunächst aus dem Musikbusiness zurück.

Im Jahr 2000 begann er wieder eigene Songs aufzunehmen. Anfang 2001 erschien auf Polydor seine Comeback-Single Sleeping und später das Album Keep It Turned. Beide erreichten in Großbritannien und weiten Teilen Europas die Charts, doch der große Erfolg blieb aus, so folgten 2002 nur noch ein Greatest Hits-Album und 2004 eine Zusammenstellung seiner besten Love Songs, die sich beide gut verkauften. In England gab er nach über zehn Jahren wieder einige Konzerte.

Internetphänomen „Rickrolling“

Seit spätestens 2007 existiert das Internetphänomen des „Rickrolling“ oder auch „Rick Rolling“ geschrieben. Es ist ein Scherz, bei dem in Mails oder auf Internetseiten ein Link zu allem möglichen angepriesen wird. Meist verkündet ein reißerischer Text, einen Star nackt zu sehen. Der Link führt dann aber zu einer eigenen Webseite oder Youtube, wo man das alte Video von Never Gonna Give You Up zu sehen bekommt und ein kurzer Text hinweist: „You have been Rickrolled“. Inzwischen wurden die verschiedenen Seiten schon einige Millionen mal aufgerufen. Der Standard sprach Ende Januar 2008 von 5.131.676 „Opfern“.[1]

Dieser Scherz erlangte so große Beliebtheit, dass das Videoportal Youtube am 01. April 2008 als Aprilscherz alle Links auf seiner Startseite kurzfristig auf das besagte Musikvideo umleitete und so ahnungslose Besucher sozusagen "rickrollte".

Einem besonderen Rickroll fiel am 8. April 2008 das Baseballteam der New York Mets zum Opfer. Der Club hatte auf seiner Website zur Wahl einer neuen Erkennungsmelodie („8th Inning Singalong“) für die Heimspiele der Saison 2008 aufgerufen. Mitglieder verschiedener Anonymous-Foren initiierten daraufhin eine Flut von Stimmen für Never Gonna Give You Up, obwohl der Song auf der Website gar nicht vorgeschlagen war. Die Kampagne hatte Erfolg und ist somit wohl der bislang größte konzertierte Rickroll.

Diskografie

Alben

Singles

In der Klammer die Chartplatzierungen in Deutschland, Großbritannien und den USA)

Specials, Raritäten, DJ Pressungen

Quellen

  1. Andy Williams: You've been tRicked, wigantoday.net, 15. Juni 2007
Personendaten
Astley, Rick
Astley, Richard Paul
britischer Sänger
6. Februar 1966
Warrington