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Kapellenberg

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Kapellenberg
Höhe 757,3 m ü. HN
Lage Vogtland, Sachsen
Gebirge Elstergebirge
Geographische Lage 50° 11′ 18″ N, 12° 18′ 1″ OKoordinaten: 50° 11′ 18″ N, 12° 18′ 1″ O
DEC
Typ Bergrücken
Gestein Granit

Der Kapellenberg (757 m) ist ein markanter Berg im oberen Vogtland in Sachsen. Er ist die höchste Erhebung des südlichen Elstergebirges.

Lage und Umgebung

Am Fuße des Berges befindet sich Schönberg, die südlichste Gemeinde Sachsens. Der Kapellenberg überragt den sich südlich anschließenden Egergraben um etwa 300 Höhenmeter. Geologisch ist er dem Fichtelgebirge zuzuordnen.

Geschichte

1864 wurde der Kapellenberg als Festpunkt der Königlich-Sächsische Triangulation ausgewählt und im darauffolgenden Jahr eine Vermessungssäule errichtet. Schon damals baute man um die Säule ein hölzernes Standgerüst, um Wanderern die Rundsicht zu ermöglichen.

Nach dem Ersten Weltkrieg sollte ein Aussichtsturm gebaut werden. Den Grund und Boden stellte die Baronin von Magyary-Reitzenstein. Am 29. November 1931 konnte der nach den Plänen des Architekten Gustav Zimmermann und vom Baumeister Ernst Schüller gebaute hölzerne Turm feierlich geweiht werden.

In den folgenden Jahrzehnten bot sich unzähligen Besuchern von der 16 m hohen Plattform ein grandioser Blick über das Egerbecken bis hin zu den Höhen von Oberpfälzer Wald und Kaiserwald, Erzgebirge und Fichtelgebirge.

Nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei 1968 und der Niederschlagung des Prager Frühlings wurde der Turm für die Besucher gesperrt. Zunächst wegen einer sowjetischen Radarstation, später aufgrund angeblicher Baufälligkeit. Da der Blick über die Grenzen der DDR ohnehin nicht erwünscht war, ist der Turm am 7. November 1982 von der damaligen Zivilverteidigung Oelsnitz gesprengt worden.

Nach der Wende entstand schnell der Wunsch, diesen symbolträchtigen Aussichtsturm wieder zu errichten. Am 19. Juni 1993 war der Aussichtsturm auf dem Kapellenberg anhand alter Baupläne wieder aufgebaut.

http://www.kapellenberg.de/