Heim

Fotbollsallsvenskan

Die Fotbollsallsvenskan ist die höchste Fußball-Liga in Schweden und besteht aus 16 Mannschaften. Die Saison beginnt im April und dauert bis November. Sie löste 1925 als landesweite Liga die Svenska Mästerskapet ab, in der im Pokalmodus der Landesmeister ermittelt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Modus

Die 16 Mannschaften treffen im Verlauf der Saison zweimal auf jede andere Mannschaft. Der Tabellenführer nach dem abschließenden 30. Spieltag ist schwedischer Meister und erhält den Lennart-Johansson-Pokal. Er ist im folgenden Sommer in der Qualifikation zur UEFA Champions League spielberechtigt. Der Tabellenzweite erreicht die Qualifikation für den UEFA-Pokal, der dritte den UEFA Intertoto Cup. Die ersten vier Mannschaften nehmen an der Royal League teil.

Normalerweise steigen am Ende der Spielzeit die beiden Tabellenletzten direkt in die Superettan ab, während der Drittletzte in einer Relegationsrunde in Hin- und Rückspiel auf den Tabellendritten der zweiten Liga um den Klassenerhalt spielt. Durch die Aufstockung der Liga auf 16 Mannschaften nach der Spielzeit 2007 stieg nach der Saison 2007 nur der Tabellenletzte ab.

Endstand der Saison 2007

Die Meisterschaft 2007 wurde erst am letzten Spieltag, bei der bis zuletzt drei Vereine Aussicht auf den Titel hatten, entschieden. Am vorletzten Spieltag waren IFK Göteborg und Djurgårdens IF punktgleich an der Spitze, einen einzigen Punkt vor Kalmar FF. Während IFK Göteborg zu Hause gegen den vorletzten Trelleborgs FF 2:0 gewann, verlor Djurgårdens IF bei IF Brommapojkarna, welcher bereits als Absteiger feststand mit 0:1. Mit einem 2:0-Heimsieg gegen AIK Solna überholte Kalmar FF somit noch Djurgårdens IF und beendete die Saison auf dem 2. Schlussrang. Für IFK Göteborg war der insgesamt 18. Meistertitel eine Überraschung, war der Rekordmeister wegen einer Verjüngung im Team von den Experten eher im mittleren Tabellenbereich erwartet worden.

Abschlusstabelle

Klub Pkt
1 IFK Göteborg 49
2. Kalmar FF 48
3. Djurgårdens IF 46
4. IF Elfsborg 40
5. AIK Solna 38
6. Hammarby IF 36
7. Halmstads BK 36
8. Helsingborgs IF 35
9. Malmö FF 34
10. Gefle IF 34
11. GAIS Göteborg 29
12. Örebro SK 25
13. Trelleborgs FF 23
14. IF Brommapojkarna 23

Mannschaften 2008

In der Saison 2008 spielen folgende Mannschaften in der Allsvenskan:

Geschichte

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Vor 1925 existierte keine landesweite Liga in Schweden. Die schwedische Meisterschaft wurde daher im Pokalmodus ausgerichtet. Zunächsten wurden in vier regionalen Meisterschaften, Östsvenskan (Ostschweden), Mellansvenskan (Mittelschweden), Västsvenskan (Westschweden) und Uppsvenskan (Nordschweden), die regionalen Meister ausgespielt. Diese spielten dann um den schwedischen Meistertitel, wobei das Endspiel (mit drei Ausnahmen) immer in Göteborg oder Stockholm stattfand. Die vier Meisterschaften wurden 1925 zur Fotbollsallsvenskan vereinigt, wobei Allsvenskan „Die Gesamtschwedische“ bedeutet. Bis 1987 war die Liga auch gleichbedeutend mit der Division 1.

1948 - 1963: Die Goldene Ära

Eine erste Blütephase erlebte die Allsvenskan nach dem Zweiten Weltkrieg. Da Schweden nicht vom Krieg betroffen gewesen war, konnte die schwedische Nationalmannschaft davon profitieren, und der Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1948 sowie die Silbermedaille bei der Fußball-WM 1958 markierten 10 Jahre, in denen der schwedische Fußball Weltklassespieler hervorbrachte. National dominierend war in dieser Phase der IFK Norrköping und Malmö FF. 1959 konnte die Allsvenskan auch einen neuen Zuschauerrekord verbuchen: 12 000 pro Spiel.

1963 - 1971: zwischen Amateurismus und Professionalismus

In den 60er Jahren spielte der schwedische Fußball international keine größere Rolle. Während andere Fussballigen längst mit der Professionalisierung und der Kommerzialisierung begonnen hatten, galt in Schweden bis 1967 das Amateurstatut. Die Einführung des Europapokals der Landesmeister hatte zudem eine Bühne geschaffen, in der sich die besten Mannschaften messen konnten, gleichzeitig wurden diese Spiele aber auch zu einer großen Einnahmenquelle für die Vereine. Das Ausbleiben von Erfolgen für schwedische Vereine ließ somit die Allsvenskan ins Hintertreffen geraten.

1972 - 1981: Åtvid und Öster

Eine nächste Glanzperiode wurde durch den kleinen Ort Åtvidaberg (südlich von Linköping) eingeleitet. In der kleinen Stadt mit 10 000 Einwohnern war das Unternehmen „Facit“ groß geworden, und Stadt und Unternehmen lebten hier quasi in einer Symbiose. Dadurch erlebte auch der Fußballverein Åtvidabergs FF einen Aufschwung. Der gesamte Verein wurde patriarchalisch geführt und konnte durch die finanziellen Mittel Facits Spieler aus nahegelegenen Städten abwerben, zum Beispiel bediente sich der Verein regelmäßig bei Degerfors IF. Das alles resultierte in zwei Meisterschaften (1972, 1973) und begeisternden Europapokalspielen, unter anderem gegen Bayern München und Chelsea, in denen ÅFF nur ganz knapp ausschied. Einen zusätzlichen Schub erhielt die Allsvenskan durch die Fußball-WM 1974, in der Schweden überdurchschnittlich erfolgreich war. Einen ähnlichen Höhenflug wie Åtvidaberg erlebte der Verein Östers IF aus Växjö ein paar Jahre später. Zwischen 1978 und 1981 wurde Öster dreimal Meister. Das resultierte aber anders als im Falle von ÅFF nicht in Europapokalerfolgen, im Gegenteil schied Öster oft gegen schwache Mannschaften früh aus. Der erfolgreichste Verein während dieser Periode war aber ohne Zweifel Malmö FF. „Di blåe“ gewannen nicht nur fünfmal die Allsvenskan, sondern konnten 1979 sogar bis ins Finale des Europacups vorstoßen, wo sie knapp mit 1:0 gegen Nottingham Forest verloren. Der Grund dafür lag in einem neuen Spielsystem, das die Engländer Roy Hodgson und Bob Houghton nach Schweden exportiert hatten: ein defensiver und spielzerstörender Fußball, der zwar unattraktiv, aber dafür sehr effektiv gegen stärkere Mannschaften eingesetzt werden konnte.

1982 - 1989: UEFA-Cup-Sieger IFK Göteborg

Die 80er Jahre wurden im großen und ganzen vom IFK Göteborg bestimmt, der nicht nur die Meisterschaften 1982, 1983, 1984 und 1987 gewann, sondern auch zweimal den UEFA-Cup (1982, 1987). Damit ist der IFK der einzige schwedische Verein, der einen internationalen Erfolg vorweisen kann. Die Allsvenskan versuchte sich zu dieser Zeit auch an einem Play-Off-system. Dies wurde 1992 jedoch wieder abgeschafft.

1989 - 1995: IFK Göteborg

War der Erfolg von Göteborg in den 80ern bereits unübersehbar, so schlug dies in den 90er Jahren in eine totale Dominanz um: Von 1990 bis 1996 gewann der IFK alle Meisterschaften bis auf eine. Diese nationalen Triumphe ermöglichten gleichzeitig auch stärkere professionelle Strukturen im Verein. Gleiches hatte Malmö FF ende der 80er Jahre versucht, war damit jedoch gescheitert. In der Champions League erreichte der IFK 1994/95 das Viertelfinale und musste sich knapp gegen Bayern München geschlagen geben (0:0, 2:2).

1995 - 2000: Bosmanurteil und Niedergang

Hofften viele zeitgenössische Beobachter, dass IFK Göteborgs Erfolg in der Champions League der Beginn einer neuen schwedischen Ära sei, wurden sie schnell von der Realität eingeholt: Der Beitritt Schwedens zur EU und das Bosmanurteil kurz darauf öffnete den Spielermarkt für ausländische Großvereine, die nun mehr denn je auf der Suche nach Talenten auch die schwedischen Ligen abklapperten. Diese stärkere Konkurrenz in Kombination mit der eher schwach entwickelten Professionalität in Schweden leitete den schleichenden Niedergang des schwedischen Fußballs ein. Der immer stärker werdenden Konkurrenz versuchte die Allsvenskan durch den Import von jugoslawischen und brasilianischen Spielern zu begegnen. Viele dieser Importe entwickelten sich auch schnell zu nationalen Größen, konnten jedoch insgesamt das spielerische Niveau des schwedischen Fußballs nicht entscheidend verbessern. Diese beiden Entwicklungen führten letztlich dazu, dass die schwedische Liga immer mehr Spielklasse verlor und damit der Abstand zu den großen europäischen Vereinen immer größer wurde.

2001 - 2008: Professionalisierung und Kommerzialisierung

Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (Literatur, Webseiten oder Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst gelöscht. Hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Die 2000er Jahre wurden daher folgerichtig geprägt von den händeringenden Versuchen, zumindest mit den Ligen im Maßtab Schwedens mithalten zu können. Das bedeutete natürlich in erster linie eine stärkere Kommerzialisierung der Allsvenskan und damit einhergehend auch einen Anstieg der Spielergehälter. Gleichzeitig wurde dabei die Diskussion geführt, welche Art von Liga man anstreben will. Hierbei wurde vor allem der Vergleich mit dem Nachbarland Norwegen geführt, wo Rosenborg Trondheim auch in Europa den Spitzenklubs Paroli bieten konnte, aber gleichzeitig die norwegische „Tippeligan“ 13-mal in Folge gewonnen hatte. Schweden konnte seinerseits mit einer spannenderen Meisterschaft aufwarten. Aber die schwedischen Meister schieden auch regelmäßig früh in der Qualifikaton zur Champions League aus. Als Beispiel für die internationale Schwäche des schwedischen Fußballs wurde in den Medien oft die 0:4 Niederlage von Malmö FF gegen den schweizerischen Meister FC Thun 2004 herangezogen. Ein Trend, der nun zu beobachten ist, ist, dass die Löhne immer weiter ansteigen und dass auch die Medienpräsenz der Allsvenskan immer stärker wird. Inzwischen werden alle Spiele live gesendet (via Pay per view), und ein schwedischer Erstligist bekommt ca 900 000 Euro Fernsehgeld pro Jahr. Im internationalen Vergleich sind das natürlich „Peanuts“, aber für Schweden mit seiner geringen Sponsorenkraft und Einwohnerzahl sind das große Summen.

Eine weitere Entwicklung im schwedischen Fussball ist der Bau von neuen Stadien, die sich meistens im Besitz des jeweiligen Vereins befinden. So hat zum Beispiel der in Borås (westlich von Jönköping) beheimatete Verein Elfsborgs IF 2006 seine neue „Borås Arena“ fertig gestellt, die die Einnahmen des Vereins verdreifacht hat. Dies zeigt auch, dass in Schweden die Zuschauereinnahmen eine sehr viel größere Rolle spielen als in den großen Ligen Europas.

Diese Entwicklungen stimmen jedoch manche Beobachter nachdenklich, da die Kenner der Fußballszene überzeugt sind, dass die Allsvenskan bis 1995 ein deutlich besseres spielerisches Niveau hatte, einfacher ausgedrückt: Heutzutage wird besser gezahlt und schlechterer Fußball geboten. Ein schwedischer Artikel kam vor einigen Monaten zu dem Schluss, dass ein Spieler im Durchschnitt 60 000 kr (ca 6500 Euro) pro Monat verdient. In den Ohren eines Bundesligafans klingt das bescheiden. Man muss dabei jedoch in Betracht ziehen, dass die Spitzengehälter in der schwedischen Gesellschaft generell geringer ausfallen als zum Beispiel in Deutschland. So verdient beispielsweise ein Arzt in Schweden etwa 4 000 Euro, ein Lehrer etwa 2 000 Euro. Selbst als Vorstandsmitglied in einem Großunternehmen kann man selten mehr als 10 000 Euro pro Monat verdienen.

Schwedische Meister in der Allsvenskan

Meister nach Spielzeit

Rekordmeister der Allsvenskan

Legende

Siehe auch