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Pikes Peak

Pikes Peak

Pikes Peak von Osten

Höhe 4.302 m
Lage Colorado (USA)
Gebirge Rocky Mountains
Geographische Lage 38° 50′ 26″ N, 105° 2′ 39″ WKoordinaten: 38° 50′ 26″ N, 105° 2′ 39″ W
DEC
Erstbesteigung 14. Juli 1820 durch Edwin James und zwei Begleiter

Pikes Peak (früher Pike’s Peak) ist ein Berg mit einer Höhe von 4.302 m (14.115 Fuß) in der Front Range der Rocky Mountains, nahe Colorado Springs (Colorado). Er wurde benannt nach Zebulon Pike, einem Forschungsreisenden, der 1806 die Pike-Expedition in das südliche Colorado anführte. Es handelt sich um einen der 54 Berge Colorados, deren Gipfel höher als 14.000 Fuß aufragen und somit zu den sogenannten Fourteeners (Vierzehntausendern) gehören. Auf seinem Gipfel befindet sich eine Forschungsanstalt.

Die erste bekannte Besteigung gelang am 14. Juli 1820 dem Botaniker Edwin James und zwei Begleitern, die einer von Stephen Long angeführten Expedition angehörten.

1858 wurde in der Gegend Gold gefunden, Pike’s Peak or Bust wurde der Schlachtruf der Goldsucher.

Auf dem Pikes Peak gab es einst ein Skigebiet, aber ironischerweise musste es aus Schneemangel geschlossen werden. Da der Berg zu wenig natürlichem Schneefall ausgesetzt ist, musste kostenintensiv Kunstschnee erzeugt werden, der aber von den herrschenden Starkwinden stets schnell fortgeblasen wurde.

Ursprünglich war der offizielle Name „Pike’s Peak“, 1891 wurde die neue Schreibweise eingeführt und seit 1978 gibt es gar ein Gesetz des Staates Colorado, welches diese Schreibweise verbindlich vorschreibt. Trotz alledem findet sich immer noch hier und da der alte Name.

Der Pikes Peak lässt sich auch mit dem Auto „besteigen“. Eine unbefestigte Straße führt bis hinauf zum Gipfel (The Summit), auch wenn ihre Benutzung abhängig vom Wetter durchaus etwas für Mutige ist. Sicherheitsvorkehrungen wie Schutzplanken oder Ähnliches sucht man auf der Serpentinenpiste vergebens. Der Ausblick, den man bei gutem Wetter während der Fahrt genießt, lässt dies jedoch schnell vergessen.

Auf dem Gipfel gibt es einen kleinen Andenkenladen.

Der Namensgeber Pike hat seinen Berg (den er zunächst „Grand Peak“ nannte) niemals bestiegen, er hielt ihn angeblich sogar für unbezwingbar, was jedoch schnell widerlegt wurde. 1835 erhielt der Pikes Peak dann seinen auch heute noch gültigen Namen zu Ehren von Zebulon Pike, der zu diesem Zeitpunkt allerdings schon viele Jahre tot war.

An klaren Tagen soll der Pikes Peak sogar noch von der Grenze zum östlich benachbarten Bundesstaat Kansas aus zu sehen sein.

Das Bergrennen Pikes Peak International Hill Climb

Auf der weiter oben erwähnten Schotterpiste wird seit 1916 alljährlich am 4. Juli (Independence Day) ein unter Motorsportlern weltberühmtes Bergrennen, das Pikes Peak International Hill Climb (PPIHC) oder sogenannte Race To The Clouds, ausgetragen. Zur Zeit steht der absolute Streckenrekord für die 12,42 Meilen (19,99 Kilometer) lange Rennstrecke mit insgesamt 156 Kurven bei 10:01:408 Minuten und wird seit 2007 von dem Japaner Nobuhiro Tajima (Suzuki Sport XL7) gehalten.

Zahnradbahn

Pikes Peak 1987

Bis auf den Gipfel des Pikes Peak verkehrt seit 1891 mit der Manitou and Pike’s Peak Railway die höchste Zahnradbahn der Welt.

Sie verkehrt in den Monaten April bis Dezember. Während man früher mit Dampfloks den Gipfel erreichte, fahren heute moderne Dieseltriebwagen über die zirka 16 km lange Schienenstrecke, die beeindruckende Panoramablicke zu bieten hat.