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Matti Vanhanen

Matti Taneli Vanhanen [ˈmɑtːi ˈvɑnhɑnɛn] ?/Info/IPA (* 4. November 1955 in Jyväskylä) ist seit 2003 finnischer Ministerpräsident. Seit 1975 ist er Mitglied der finnischen Zentrumspartei (Suomen Keskusta), deren stellvertretender Vorsitzender er im Jahr 2000 und deren Vorsitzender er im Oktober 2003 wurde. Vanhanen hat einen Universitätsabschluss in Politikwissenschaften.

Von 1985 bis 1991 arbeitete er als Journalist für die Lokalzeitung Kehäsanomat; ab 1988 als deren Chefredakteur.

1991 war er Vorsitzender der Jugendorganisation der Zentrumspartei und wurde das erste Mal ins finnische Parlament gewählt. Seine Themen waren in erster Linie ökologische Fragestellungen, z.B. sprach er sich gegen ein fünftes Kernkraftwerk in Finnland aus, obwohl er gleichzeitig im Vorstand des finnischen Elektrizitätsunternehmens Fortum saß.

Am 17. April 2003 wurde er Verteidigungsminister im Kabinett Anneli Jäätteenmäkis. Nach dem Rücktritt Jäätteenmäkis folgte er ihr am 24. Juni 2003 im Amt des Ministerpräsidenten nach.

In der finnischen Präsidentschaftswahl 2006 trat Matti Vanhanen als Kandidat der Zentrumspartei an. Er erzielte im ersten Wahlgang am 15. Januar 2006 einen Stimmenanteil von 18,6 % und verfehlte damit den Einzug in die Stichwahl.

Mit der turnusmäßigen Übernahme der Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union durch Finnland am 1. Juli 2006 fungierte Vanhanen in seiner Eigenschaft als finnischer Ministerpräsident für sechs Monate als EU-Ratspräsident.

PND: kein individualisierter Datensatz vorhanden (Stand: 8. August 2006)
Personendaten
Vanhanen, Matti Taneli
finnischer Politiker (Ministerpräsident)
4. November 1955
Jyväskylä